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Abschiebung unmöglich: Was tun mit diesen Flüchtlingen?
4. April 2019 Abschiebung unmöglich 11 min
Schnellere Asylverfahren, Ausreisezentren, mehr Abschiebungen – das plant Innenminister Herbert Kickl. Doch was passiert, wenn abgelehnte Asylwerber nicht abgeschoben werden können, weil ihre Heimatländer sie nicht zurücknehmen oder weil ihnen dort unmenschliche Behandlung droht?
Dieser Artikel gehört zum Projekt Abschiebung unmöglich und ist Teil 3 einer 4-teiligen Recherche.

Einer Studie der Universität Wien zufolge bleiben jedes Jahr 3.900 Personen trotz Ausreisebescheid im Land. In den vergangenen zehn Jahren sind in Österreich über 33.000 Fälle im sogenannten „Deportation Gap“ gelandet. Derzeit sind laut Studienautoren nur rund 3.000 Menschen geduldet oder weiterhin in der Grundversorgung.

In Österreich gibt es für diese abgelehnten, nicht-abschiebbaren Asylwerber zwei Zentren: eins in Schwechat, eins in Tirol. Die Menschen dort haben Anwesenheitspflicht und dürfen nicht arbeiten. „Hier ist es wie ein Gefängnis“, sagt einer der Bewohner.

Dänemark hat ein solches Zentrum für abgelehnte Asylwerber in einem ehemaligen Gefängnis errichtet. Ein Lokalaugenschein zeigt allerdings: Die meisten Menschen leben nicht mehr dort, sie sind untergetaucht oder illegal in andere EU-Staaten weitergereist. Genau das könnte der Plan gewesen sein:

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Die dänische Regierung will, dass sie ausreisen. Sonst nichts. Das ist der Plan, darum geht’s – dass sie ausreisen.
Niels Johan Geil, Leiter des dänischen Ausreisezentrums Kaershovegard

Das verlagert das Problem, löst es aber nicht.

Factum hat mit untergetauchten Migranten, geduldeten Asylwerbern und ausreisepflichtigen Flüchtlingen gesprochen. 

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