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Burnout – was ist das eigentlich?
Stress kennt jeder aus dem Berufsleben, doch dieser kann krankhafte Züge annehmen: In den letzten Jahrzehnten ist Burnout geradezu zur „Modediagnose“ geworden.

Stress kennt jeder aus dem Berufsleben, doch dieser kann krankhafte Züge annehmen: In den letzten Jahrzehnten ist Burnout geradezu zur „Modediagnose“ geworden.

Erste wissenschaftliche Artikel zum Phänomen Burnout erschienen in den 1970ern, zur Massendiagnose avancierte es jedoch erst zwei Jahrzehnte später. Wie viele Patienten tatsächlich betroffen sind, ist allerdings unklar. Laut einer Studie des Gesundheitsministeriums aus dem Jahr 2017 kann bei acht Prozent der Gesamtbevölkerung davon ausgegangen werden, dass sie unter Burnout leiden. Dabei handelt es sich allerdings um Schätzungen, denn valide Daten sind nicht verfügbar .

Was Burnout eigentlich ist – ein Syndrom oder eine eigene Krankheit – ist nicht einheitlich definiert. Das führte unter anderem dazu, dass die häufig hinter einem Burnout liegende Depression geschönt, nicht erkannt oder falsch behandelt wird. Was das bedeuten kann, zeigt unser Factum-Video .

Wichtig sei Prävention, da sind sich Experten einig. Vielleicht kann dabei in Zukunft ein Verfahren helfen, das Wissenschaftler der Meduni Wien entwickelt haben: Mit einem einfachen Speicheltest wird die Konzentration des Stresshormons Kortisol gemessen. Wir haben den Versuch gemacht. Das Ergebnis war doch einigermaßen unerwartet. 

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