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Im Kontext: Cannabis auf Rezept
Eine unterschätzte Gefahr?

27.09.2018

Kaum ein Thema wird derzeit in Österreich so kontrovers diskutiert wie die Anwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken. Der schlechte Ruf des berauschenden Krauts eilt Cannabis nach wie vor voraus. Dabei gehört Hanf zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. Cannabis wurde in der Antike als „Pflanze der Götter“ und „Nektar der Verzückung“ gepriesen. In der Medizin der Moderne hingegen führte die Hanfpflanze lange ein Mauerblümchendasein. Und das, obwohl vor allem in der Schmerztherapie große Erfolge mit Cannabisprodukten erzielt werden.

Der Gesundheitsausschuss des Nationalrats diskutiert über die Liberalisierung von Cannabis in der Medizin. Konkret wird die Gesundheitsministerin gebeten, den therapeutischen Einsatz von Medizinalhanf zu prüfen und bis zum 1. Jänner 2019 einen Bericht vorzulegen.

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In Österreich leidet fast jeder fünfte Bewohner des Landes an chronischen Schmerzen. Sie werden oft mit schweren Medikamenten behandelt, die enorme Nebenwirkungen haben. Als Alternative dazu sind bisher nur synthetische Cannabis-Extrakte verfügbar, die für Patienten kaum erschwinglich sind, weil die Kassen die Kosten selten übernehmen.

Österreich bewegt sich in der Frage der Cannabis-Freigabe konträr zum weltweiten Trend. Während manche Staaten Cannabis gänzlich freigegeben haben und viele andere wie Deutschland den Verkauf als Medizin in Apotheken zulassen, geht die Tendenz in Österreich derzeit noch nicht in diese Richtung. Die „Im Kontext“-Reporter setzen sich mit der Frage auseinander, welche Folgen eine Cannabis-Freigabe zu medizinischen Zwecken hätte.

Sie setzen sich mit der Situation in den Ländern auseinander, in denen der Zugang zum „grünen Gold“ anders aussieht als in Österreich: In den Niederlanden, dem vermeintlichen Kifferparadies, und in den USA, wo immer mehr Bundesstaaten den Cannabis-Konsum gänzlich freigeben. Rausch auf Rezept: Kann die Hanfpflanze viel mehr als bloß die Sinne vernebeln, oder werden die Nebenwirkungen des etwas anderen Heilkrauts von den Befürwortern einer Freigabe dramatisch unterschätzt? 

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27.09.2018

Das Rechercheteam

Marlies Faulend
Team WebTV

Marlies Faulend, geboren 1984 in Wien, hat „Digitales Fernsehen“ an der FH Salzburg studiert und 2009 abgeschlossen. Mehr als 10 Jahre hat sie als freie Gestalterin und Cutterin von Magazinbeiträgen, Reportagen und Dokumentationen für zum Beispiel ServusTV, ORF, 3sat oder das ZDF gearbeitet. Des Weiteren war sie Regieassistentin bei Kino-Dokumentationen und beim Spielfilm. Für Addendum gestaltet sie Web-TV-Content.

Ralph Janik
Team Recherche

Ralph Janik hat in Wien und Alcalá de Henares (Madrid) Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft studiert. Danach Studium in internationalem Recht und Europarecht an der Universität Amsterdam. Beruflich unter anderem wissenschaftlicher Assistent an der Universität Amsterdam und an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.

Mickey Manakas
Team Recherche

Für Addendum kümmert sich Mickey Manakas um die redaktionellen Inhalte auf Addex. Bei der Veröffentlichung bisheriger Recherchen halfen ein deutscher Radiosender und die Wochenzeitung Die Furche. Nebenher arbeitet er am Abschluss seines Studiums der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.

Pamela Milkowski
Team TV

Lebte einige Jahre in New York und in Irland und arbeitet mittlerweile seit zehn Jahren im Bereich Medien und Fernsehen. In den letzten Jahren war sie als selbstständige TV-Producerin für verschiedene Filmproduktionsfirmen tätig, wo sie unter anderem Beiträge für ATV, Puls4 und den ORF gestaltete, darunter Formate und Sendereihen, die sowohl Unterhaltung als auch investigative und gesellschaftskritische Themen behandeln.

Lukas Schmoigl
Team Daten

Lukas Schmoigl hat Volkswirtschaft und Statistik an der Wirtschaftsuniversität und an der Universität Wien studiert. Seine Expertise liegt auf dem Gebiet der quantitativen empirischen Forschung und Datenanalyse. Neben dem Studium war er in den vergangenen Jahren in der Abteilung IT-SERVICES an der WU tätig.

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