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Bild: Lilly Panholzer | Addendum
6. April 2020 Coronavirus Lesezeit 2 min
Seit drei Wochen gelten in Österreich umfassende Ausgangsbeschränkungen. Auf diese Weise wird der physische Kontakt zwischen Personen zwar reduziert, aber das Leben verlagert sich in die eigenen vier Wände. Das kann nach einiger Zeit psychisch fordernd sein, insbesondere wenn die verfügbare Wohnfläche gering ist, man alleine oder mit vielen Personen auf zu engem Raum lebt, oder die Wohnung schlecht ausgestattet ist. Wir haben uns daher angesehen, wie viel Wohnraum den Menschen in Österreich zur Verfügung steht und wie gut Wohnungen und Häuser für langfristiges Homeoffice und E-Learning ausgestattet sind.

Wer hat wie viel Wohnfläche?

Pro Kopf stehen in Österreich ungefähr 54 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung; das entspricht einer durchschnittlichen Zimmeranzahl von 3,5 Zimmern. In Häusern –  47 Prozent aller Haushalte leben in Einfamilien- oder Reihenhäusern – ist meist mehr Platz als in Wohnungen; in ländlichen Regionen stehen pro Kopf durchschnittlich zehn Quadratmeter Wohnfläche mehr zur Verfügung als in Städten.

Dennoch haben 14 Prozent der österreichischen Haushalte weniger als 25 Quadratmeter pro Kopf zur Verfügung. Diese Wohnfläche ist aber nicht gleich verteilt.

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Die Ausstattung der Wohnungen

Die verfügbare Wohnfläche ist jedoch nur ein Faktor, der die Wohnqualität – insbesondere in Zeit von Ausgangsbeschränkungen – beeinflusst. Ist man häufiger zu Hause, werden auch Probleme wie Lärm oder Dunkelheit stärker bewusst. Und schlussendlich stellen längerfristiges Homeoffice oder E-Learning technische Anforderungen an die Ausstattung einer Wohnung oder eines Hauses.

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Methodik:

Für diesen Artikel wurden Daten der EU-SILC-Befragung 2018 verwendet, die jährlich die Lebensbedingungen der Privathaushalte in Österreich in Form einer repräsentativen Stichprobe untersucht. Als Grundgesamtheit sind dabei alle in Österreich lebenden Personen in einem Privathaushalt definiert (Personen in Seniorenheimen sind davon ausgenommen). 2018 wurden dafür 12.749 Personen in 6.103 Haushalten befragt. 

Alle hier präsentierten Werte wurden mit dem von der Statistik Austria zur Verfügung gestellten Non-Response-Gewicht gewichtet und auf die Grundgesamtheit hochgerechnet.

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