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Aktualisierungen im Überblick

Abseits von automatisierten Aktualisierungen der Daten nehmen wir regelmäßig Aktualisierungen und Verbesserungen am Artikel und den Grafiken vor.

Grenzöffnungen zu vielen Nachbarstaaten, der Fall der Maskenpflicht für viele Bereiche: Im Juni wurden Lockerungen für die Bürgerinnen und Bürger beschlossen. Diese sollen anhalten, solange die Zahlen stimmen. Nur, stimmen diese Zahlen?

Nach einem ersten Abflachen der Zahl bestätigter Neuinfektionen legen wir den Fokus in dieser Übersicht stärker darauf, ob der Trend zur Stabilisierung anhält. Denn: Geht es nach Bundeskanzler Sebastian Kurz, dann wären Ansteckungszahlen im „dreistelligen Bereich“ Grund genug, um Maßnahmen wieder zu verschärfen.

Die Entwicklung der Fallzahl in Ihrem Bezirk erfahren Sie beim Berühren des jeweiligen Bezirks.

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Der Gesundheitsminister kündigte Anfang Juli die Einführung einer „Corona-Ampel“  zur Steuerung von regionalen Maßnahmen an. Diese könnte über die in der Karte angezeigten Fallzahlen in den Bezirken gesteuert werden, im Konzept des Complexity Science Hub wird ab zehn Fällen pro 10.000 auf Rot geschaltet. Ein Problem dieser Ampel stellt Wien dar. Die Bundeshauptstadt hat mehr Einwohner als einige Bundesländer, regionalere Daten sind aber nicht verfügbar. Ausbrüche, die in kleineren Bezirken ein Rot-Signal auslösen würden, würden in Wien durch die größere Einwohnerzahl keine Maßnahmen auslösen.

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Eine Eigenheit bei der Datenveröffentlichung des Gesundheitsministeriums macht es schwierig, die Fallzahlen in den Bezirken zu interpretieren: sinkende Gesamtzahlen der bestätigten Fälle im Vergleich zum Vortag. Aktuell stellen wir Bezirke „grün“ dar, die im Vergleich zur Fallzahl von vor zwei Wochen nicht mehr Fälle haben – selbst wenn es zwischendurch Tage mit einer höheren Fallzahl gab, die durch Tage mit fallender Fallzahl ausgeglichen wurden.

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Wir aktualisieren diese Karte täglich vormittags auf Basis neuer Daten des Sozialministeriums. Zur Einordnung der Zahl bestätigter neuer Fälle auf Bezirksebene wären Informationen darüber, wie viele Tests ebendort durchgeführt werden, wesentlich. Dem Gesundheitsministerium liegen diese Informationen nicht vor. Anfragen bei den verantwortlichen Stellen in den Bundesländern waren ebenso erfolglos. Nur in Tirol sind diese Zahlen regional transparent. Dort werden verhältnismäßig viele Tests durchgeführt – gleichzeitig ist die Zahl der bestätigten Fälle hoch.

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Da die Zahl jedoch die Personen mit positivem Testergebnis widerspiegelt, und ein Testergebnis nicht im Nachhinein wieder negativ werden kann, sind solche Veränderungen ein Artefakt der Datenverarbeitung. Sie können durch Ortsänderungen von Patienten – zB durch Krankenhausaufenthalte außerhalb des Wohnbezirks – entstehen.

Reproduktionszahl in Österreich über 1,3

Eine der zentralen Kennzahlen bei der Eindämmung der Pandemie ist die effektive Reproduktionszahl. Sie gibt an, wie viele weitere Personen ein Infizierter mit der Krankheit ansteckt. Nach Berechnungen der Gesundheitsagentur AGES und der TU Graz liegt diese bundesweit Anfang Juli bei 1,37 – 100 Infizierte ziehen also 137 weitere Fälle nach sich. In der zweiten Märzhälfte lag diese Zahl noch bei über 3,0. Mit Ende der Ausgangsbeschränkungen folgte wieder ein Anstieg von Neuinfektionen. Zwischenzeitliche Aufwärtstrends in in den Bundesländern sind vor allem auf die Entdeckung kleinerer Cluster zurückzuführen, die ungleich höhere Auswirkungen auf diese Kennzahl haben als zu Beginn des Lockdowns. Deshalb sind etwa die Schwankungsbreiten der Reproduktionszahl in Tirol (1,3–3,32), der Steiermark (1,02–2,07), Kärnten (0,68–1,85) und Salzburg (0,67–1,48) groß. Je niedriger die Zahl bestätigter Neuinfektionen, desto höher wird die Unsicherheit der Schätzung. Für zwei Bundesländer wird deshalb keine Zahl veröffentlicht. Im Burgenland und in Vorarlberg kann aufgrund der geringen Ansteckungszahlen keine seriöse Berechnung durchgeführt werden.

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Dies ist bei Oberösterreich gut sichtbar: nachdem die Zahl der Fälle über eine Woche lang so niedrig war, dass die AGES keine Schätzung der Reproduktionszahl veröffentlichte, lag die Schwankungsbreite nach einem Anstieg der Fälle zwischen 0,7 und 1,4.

Die Epidemiologen der AGES veröffentlichen diesen Parameter einmal wöchentlich. Die Zahl wird planmäßig jeden Freitag aktualisiert.

Sehr geringe Zuwachsraten in Österreich

Die Zahl bestätigter Neuinfektionen in Österreich stieg in der vergangenen Woche nur mehr leicht. Mehrere Bundesländer meldeten zwischendurch auch keine Neuinfektionen mehr.

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Entwicklung der Todesfälle

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Bei den veröffentlichten COVID-19-Todesfällen der betroffenen Staaten sind verzerrte Angaben die Norm:

  • Das Vergleichen von COVID-19-Opferzahlen wird durch unterschiedliche statistische Definitionen verschiedener Nationen erschwert. Allein in Österreich werden die Zahlen mit zwei unterschiedlichen Definitionen veröffentlicht.
  • Manche Länder zählen nur COVID-19-Todesfälle, die in einem Krankenhaus vorgefallen sind.
  • Der Shutdown medizinischer Einrichtungen kann dazu führen, dass Patienten mit anderen Krankheiten keine ärztliche Hilfe aufsuchen oder bekommen und dadurch sterben. Gleichermaßen können punktuelle Überforderungen des Gesundheitssystems dazu führen, dass die Versorgungsqualität der Patienten leidet und mehr Todesfälle die Folge sind.
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Todesfälle werden jedoch etwas verlässlicher erfasst als die bestätigten Fälle, da ihre Erhebung weniger abhängig von der Teststrategie ist, die das jeweilige Land verwendet. Die folgende Tabelle zeigt die Länder, die die meisten Todesfälle registriert haben und wann die Länder jeweils den höchsten Anstieg von Todesfällen verzeichneten.

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Übersterblichkeit ausgewählter Länder

Auch ohne COVID-19-Pandemie sterben jede Woche in Österreich rund 1.500 bis 1.700 Menschen. Unter dem Begriff „Übersterblichkeit“ wird zusammengefasst, wie viele Menschen in einem bestimmten Zeitraum mehr gestorben sind als zu erwarten war. Ohne außergewöhnliche Ereignisse wie Hitzewellen oder eben Pandemien gibt es von Woche zu Woche meistens nur geringfügige Abweichungen bei der Zahl der Gestorbenen. Ein Blick auf die wöchentlichen Todesfälle kann deshalb in manchen Ländern ein vollständigeres Bild der Folgen der Corona-Pandemie zeigen. In Österreich und Deutschland sind kaum bzw. geringfügige Abweichungen von den vergangenen Jahren zu sehen. In Belgien, Schweden und der Schweiz ist in einzelnen Wochen eine deutliche höhere Zahl von Todesfälle zu beklagen.

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Die Zahl bestätigter COVID-19-Todesfälle in offiziellen Statistiken ist aufgrund der oben genannten Unschärfen als Untergrenze zu betrachten. Eine Analyse der Financial Times der Todesfälle in 14 Nationen zeigte auf, dass Mitte April 77.000 offiziellen COVID-19-Todesfälle einer Übersterblichkeit von 122.000 Personen gegenüber.

Allerdings sind auch Analysen zur Übersterblichkeit in dieser Form nicht frei von Verzerrungen. Hinter einer erhöhten Zahl gestorbener Bürger im Vergleich zu Vorjahren könnte ebenso das Bevölkerungswachstum oder eine alternde Bevölkerung stehen. Demografische Effekte können hier also nicht ausgeschlossen werden. Zudem sind in den aktuellen Zahlen zur Übersterblichkeit langfristige Folgeeffekte der politischen Entscheidungen noch nicht absehbar. Dazu zählen etwa Todesfälle, die soziale Isolation und der wirtschaftliche Lockdown nach sich ziehen.

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Neue Fälle und Maßnahmen im Ländervergleich

Stellt man die Zahl neu bestätigter Fälle und die Strenge der getroffenen Maßnahmen gegenüber, wird ein Zusammenhang erkennbar: werden strengere Maßnahmen getroffen, flacht die Kurve einige Tage später ab.

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Einige Unschärfen sind jedoch zu beachten: oft gibt es unterschiedlich scharfe Maßnahmen je nach Region eines Landes, wie beispielsweise in den USA. Weiters ist die Verlässlichkeit der Zahl der neuen Fälle – also die Größe der Dunkelziffer – abhängig von der Qualität der Teststrategie. Die Bewertung der Teststrategie einzelner Länder finden Sie mit einem Klick auf das Info-Icon.

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Infektionszahlen sind Untergrenze

Für alle genannten Infektionszahlen ist zudem zu beachten: Wir würden gerne die Gesamtzahl der Infizierten kennen. Tatsächlich liegt diese viel höher als die bekannte Zahl bestätigter Fälle. Das hat mehrere Gründe:

  • Viele Fälle werden nicht diagnostiziert. Das ist bei einer Krankheit, bei der vier von fünf Fällen nur sehr milde Symptome zeigen, wahrscheinlich. Die Zahl bestätigter Fälle ist deshalb nur ein Teil der Gesamtzahl. Um ein besseres Lagebild zu erhalten, müssten umfangreichere Tests durchgeführt werden.
  • Bis Mitte April mussten mehrere Voraussetzungen erfüllt sein, um überhaupt getestet zu werden: Jemand musste zunächst Symptome haben. Zudem musste er bis zu zwei Wochen vor Auftreten der Symptome in einer Risikoregion gewesen sein. Es wurde auch getestet, wenn jemand mit einem bestätigten Fall innerhalb der vergangenen zwei Wochen Kontakt hatte. Wer nur Kontakt mit Verdachtspersonen hatte, wurde nicht getestet. Auch beispielsweise bei den Rettungsorganisationen führte der Kontakt zu Verdachtsfällen zu keinerlei Betriebseinschränkungen – was möglicherweise zur Weiterverbreitung führen konnte. Nun wird bei jeder Form einer akuten respiratorischen Infektion getestet. Voraussetzung dafür ist, dass zumindest eines der folgenden Symptome gegeben ist: Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Entzündung der oberen Atemwege oder plötzlicher Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinnes.

Demnach sind alle genannten Fallzahlen als Untergrenze zu betrachten. 

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Methodik

Woher kommen die nationalen Zahlen?

Bis zum 22. März sammelten Redakteure von Addendum die regionalen Fallzahlen aus allen Bezirken über die Pressestellen der Länder ein. Wir haben mit größter Sorgfalt gearbeitet, jedoch können wir fehlerhafte Eintragungen nicht ausschließen. Das Gesundheitsministerium publiziert seither auf einer Übersichtsseite mehrere Kennzahlen, die regelmäßig von Addendum in eine Datenbank überführt und anschließend visualisiert werden. Die bundesweiten Daten und jene zu den Bundesländern (Genesene, Todesfälle) werden regelmäßig aus einer weiteren Übersichtsseite extrahiert. Aufgrund einer anfangs fehlenden Standardisierung dieser Datenaufbereitung und dem Fehlen von rückblickenden Zeitreihen kann es vereinzelt zu Problemen in der Darstellung kommen.

Warum ist die Zahl der Testungen seit 2. April nicht mehr in der Übersicht enthalten?

Gesundheitsminister Rudolf Anschober gab am Donnerstag, 2. April, in einer Pressekonferenz bekannt, dass es rund 92.190 Testungen in Österreich gab. Das Gesundheitsministerium selbst wies auf seiner Website nur 56.000 Testungen aus. Die Differenz ist dadurch zu erklären, dass kleinere Labore ihre Ergebnisse nicht direkt in das Epidemiologische Meldesystem (EMS) einspeisen. Diese Lücke war in den bisherigen Erläuterungen des Gesundheitsministeriums nicht enthalten. Eine Zeitreihe der gemeldeten Testungen ist durch dieses Versäumnis nicht sinnvoll, eine Vergleichbarkeit ist nicht gegeben.

Was heißt „bestätigte Fälle“ genau?

Diese Zahl umfasst aktuell COVID-19-Erkrankte genauso wie bereits Genesene und Verstorbene. Es ist die Summe aller positiv getesteten Personen in Österreich. Damit sind auch positiv getestete Touristen enthalten. Es zählt der Aufenthaltsort der Person. Eine positiv getestete Person wird jedoch nicht ab der Meldung des Testergebnisses, sondern erst nach Bestätigung der Bezirksgesundheitsbehörde in die Zahl aufgenommen. In der Regel passiert also die Kontaktaufnahme der Gesundheitsbehörde mit dem Betroffenen vor der Einrechnung der Person in die Statistik.

Was heißt „aktive Fälle“ genau?

Als „aktive Fälle” bezeichnen wir die Zahl, die vom Gesundheitsministerium als „aktuell Erkrankte” veröffentlicht wird. Diese wird täglich durch die Bundesländer gemeldet und sollte nur die Personen beinhalten, die positiv getestet und bisher weder als verstorben noch als gesundet gemeldet wurden. Allerdings ist die Qualität der Daten schwer einzuschätzen. Denn: Rechnet man die Zahl der österreichweit jemals positiv getesteten Personen minus der Todesfälle und Genesenen, erhält man einen niedrigeren Wert. Laut Gesundheitsministerium liegt dies daran, dass die Länder noch nicht amtlich bestätigte Fälle – also Fälle, die das Ministerium noch nicht in seinen Veröffentlichungen berücksichtigt – in die Berechnung der aktiven Fälle einfließen lassen.

Warum kann es vorkommen, dass sich die Zahl der aktiven Fälle stärker erhöht, als die der bestätigten Fälle?

Das Gesundheitsministerium veröffentlicht positive Fälle erst, nachdem sie in den Bezirksbehörden amtlich bestätigt wurden und der korrekte Wohn- oder Aufenthaltsbezirk einer Person eingetragen ist. Die Länder lassen Meldungen direkt aus den Labors und Krankenhäusern in ihre Definition der positiv getesteten Fälle mit einfließen – und damit auch in die Berechnung der aktiven Fälle. Deswegen kann laut Gesundheitsministerium es auch zu „Minus-Meldungen“ kommen.

Wann gilt eine Person als Genesen?

Die Anzahl der Genesenen wird von den Bundesländern gemeldet. Eine einheitliche Definition oder Vorgehensweise, ab wann jemand als Genesen gilt, ist dem Gesundheitsministerium auf Addendum-Anfrage nicht bekannt. Laut Dokumentation des Ministeriums kann teilweise ein Algorithmus zur Schätzung der Anzahl der Genesenen verwendet werden – auch das wird von durch die Länder (beziehungsweise die Bezirksgesundheitsbehörden) durchgeführt und orientiert sich an dem Vorgehen des Robert Koch-Instituts.

Für Bezirke in Vorarlberg und Wien sind die Daten bestätigter Fälle nicht vollständig. Warum?

Das Land Vorarlberg und die Stadt Wien haben in den ersten Wochen eine Veröffentlichung dieser Daten auf Nachfrage mehrfach abgelehnt.

Woher kommt die starke Erhöhung der Fallzahlen in Tirol am 24. März?

Das Gesundheitsministerium hat mit diesem Tag die Zählweise von Tirol adaptiert. Bis zu diesem Zeitpunkt sei es bei der Einspeisung der Zahlen aus Tirol zu einer Verzögerung gekommen.

Wie wird der Verdopplungszeitraum berechnet?

Der Verdopplungszeitraum wird auf Basis der Veränderungen der letzten drei Tage berechnet. Dies passiert, damit kleinere Schwankungen kein fehlerhaftes Bild vermitteln. Der Trend vergleicht den Wert des aktuellen Tages mit dem Wert des Vortages und schlägt nach oben oder unten aus, wenn sich der Verdopplungszeitraum um mehr als 6 Stunden (genau genommen ¼-Tag) erhöht oder verringert.

Sind die Testungen die Testergebnisse oder die bisher durchgeführten Abstriche?

Als „Testungen“ sind die von Laboren ermittelten Testresultate zu verstehen.

Was passierte mit der Zahl der genesenen Erkrankten ab 24. März?

Das Sozialministerium hat diese Zahl aus ihrer Übersicht entfernt, weil der Prozess zur Datenverarbeitung automatisiert wurde. Am 29. März wurde die Zahl wieder veröffentlicht.

Wie hat sich die Definition der Todesfälle verändert?

Das Gesundheitsministerium veröffentlicht seit 14. April die Anzahl der COVID-19-Todesfälle mit zwei Definitionen. Bis dahin wurden nur Todesfälle mit der Definition „jede verstorbene Person, die zuvor COVID-positiv getestet wurde, wird in der Statistik als „COVID”-Tote/r“ geführt, unabhängig davon, ob sie direkt an den Folgen der Viruserkrankung selbst oder „mit dem Virus“ (an einer potentiell anderen Todesursache) verstorben ist“ veröffentlicht, die aus den Meldungen der Krisenstäbe in den Ländern entnommen wurden. Ab den 14. April wird zusätzlich die Anzahl der Todesfälle mit folgender Definition veröffentlicht: „Gesamtzahl der im EMS gemeldeten Personen, die tatsächlich an COVID-2019 gestorben sind. Todesfälle aus anderem Grund sind nicht inkludiert (z.B. Unfall).“ Diese werden im epidemiologischen Meldesystem erfasst. Bis zum 1. Juni hat Addendum ausschließlich die „an COVID-19“ gestorbenen publiziert. Seither werden beide Zahlen veröffentlicht.

Warum werden Bezirke grün eingefärbt, obwohl sich die Fallzahl in den letzten Tagen erhöht hat?

Mit der aktuellen Datenbasis gibt es keine Möglichkeit für eine vollkommen richtige Darstellung. Die Veröffentlichung des Gesundheitsministeriums beinhaltet Tage, an denen die Fallzahl im Vergleich zum Vortag sinkt. Grund dafür ist, dass erkrankte Personen den Standort wechseln, beispielsweise in ein Krankenhaus überstellt werden. Dies löst im Herkunftsbezirk eine negative Veränderung auslösen und im Bezirk des Krankenhauses eine Erhöhung. Würden wir die Farbe jedes Mal umstellen, wenn ein neuer Fall dazu kommt, würden Bezirke mit Krankenhäusern nie grün werden können. Gleichzeitig würde der Herkunftsbezirk eines Patienten, wenn dieser aus dem Krankenhaus zurück kehrt, die grüne Farbe verlieren.

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