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Warum wir nicht wissen, wie tödlich Corona wirklich ist

Die Zahlen zu den Corona-Toten können Angst machen. Derzeit variieren die Angaben zur Sterberate zwischen unter 1 bis 15 Prozent. Die Frage ist: Wie verlässlich sind sie?

23.03.2020

Bislang gibt es nur wenige geschlossene Gruppen, die komplett auf das Coronavirus getestet wurden. Eine davon waren Passagiere und Crew des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“. Darauf waren 700 Menschen infiziert – die Sterberate lag bei rund einem Prozent.

Was man gesichert sagen kann: Die wirkliche Zahl der Infizierten, die für die Berechnung der Sterberate natürlich immens wichtig ist, ist deutlich höher als die Zahl der bestätigten Fälle. Um diese Lücke zu schließen, bräuchte es repräsentative Testgruppen. Dazu müssten auch Menschen ohne Symptome getestet werden. Genau das wird in Island bereits gemacht. 5.500 Menschen ohne Symptome wurden dort bisher getestet. Das Ergebnis: Rund ein Prozent war positiv.

Wie viele Menschen sich in Österreich bereits wirklich mit dem Virus infiziert haben, wissen wir nicht. Hierzulande werden nur Menschen mit Symptomen getestet, die entweder in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu Infizierten hatten. Das Institut für Höhere Studien geht davon aus, dass man die bekannte Anzahl mal drei nehmen muss, damit man der Dunkelziffer näher kommt. Aber auch das ist nur eine Schätzung.

Die Zahlen die zur Sterblichkeit der Erkrankung kursieren, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Um seriöse Aussagen darüber machen zu können, braucht es vor allem eines: viel mehr Tests. 

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Michael Mayrhofer hat an der Universität Wien Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre studiert. Während verschiedener Praktika im Journalismus bei Puls4 und ORF entdeckte er seine Liebe zum Social-Media-Journalismus. Die Menschen mit Information zu verführen – das ist sein Motto. Nebenbei war er auch Teil des Interview-Podcasts „Was soll das?“. Zuletzt war er freier Mitarbeiter im Social-Media-Team der Zeit im Bild.

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Marlies Faulend, geboren 1984 in Wien, hat „Digitales Fernsehen“ an der FH Salzburg studiert und 2009 abgeschlossen. Mehr als 10 Jahre hat sie als freie Gestalterin und Cutterin von Magazinbeiträgen, Reportagen und Dokumentationen für zum Beispiel ServusTV, ORF, 3sat oder das ZDF gearbeitet. Des Weiteren war sie Regieassistentin bei Kino-Dokumentationen und beim Spielfilm. Für Addendum gestaltet sie Web-TV-Content.

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