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Das Rennen um den Impfstoff

124 Impfstoffkandidaten sind der Weltgesundheitsorganisation WHO bislang bekannt; und fast täglich werden es mehr. Große Player und kleine Fische, Unternehmen und Universitäten, sie alle forschen mit verschiedensten Ansätzen an einem Impfstoff gegen jenes Virus, das das öffentliche Leben rund um den Globus fast zum Stillstand gebracht hat. Wir haben uns angesehen, welche Kandidaten im Rennen um den Impfstoff vorne liegen, in welchen Ländern es die meisten Kandidaten gibt und auf welchen Technologien sie beruhen.

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Wer forscht an einem Impfstoff?
Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV2 ist ein globales Unterfangen. Derzeit wird in Pharmaunternehmen und an Universitäten an 124 Impfstoffkandidaten geforscht, zehn davon haben sogar bereits die erste und/oder zweite Phase des dreistufigen klinischen Testverfahrens erreicht.
Die aussichtsreichsten Kandidaten
Wenig überraschend kommen die meisten dieser zehn aussichtsreichen Impfstoffkandidaten aus China mit fünf Impfstoffen in klinischen Tests und den USA mit drei. Jeweils ein Impfstoff aus Großbritannien und Deutschland ist in einem klinischen Testverfahren.
Der US-Favorit Moderna
Große Hoffnungen liegen auf dem Impfstoff des US-Unternehmens Moderna, das einen Impfstoff auf RNA-Basis herstellen will. Diese neue Technologie hat zwar bislang noch nie zum Erfolg geführt, ein Impfstoff dieser Art wäre aber einfach zu produzieren. Erste Tests an Probanden waren vielversprechend.
Oxford-Impfstoff bereits im Herbst?
Als einer der vielversprechendsten Kandidaten gilt auch ein Impfstoff der Universität Oxford – die Forscher hoffen, er könnte bereits im September verfügbar sein. Allerdings: Versuche an Rhesusaffen haben gezeigt, dass diese zwar nicht krank wurden, das Virus aber in sich trugen und weiter infektiös waren. Eine große Studie an Menschen startet demnächst.
China geht klassischen Weg
Einen klassischen Ansatz wählte das chinesische Unternehmen Sinovac, das mit einem abgetöteten Virus arbeitet – so funktionieren klassische Impfungen wie Tetanus auch. Und zumindest bei Affen dürfte auch dieser Impfstoff wirken – was allerdings nicht unbedingt heißt, dass das bei Menschen auch der Fall sein wird.
Welche Staaten forschen an Impfstoffen?
Insgesamt wird in China derzeit an 13 Impfstoffen geforscht, mehr Impfstoffprojekte haben nur die USA mit 23. Kanada steht mit 12 Projekten auf Rang drei, gefolgt von Russland mit zehn. Die Herkunft des Unternehmens sagt aber nicht unbedingt etwas über die Geldgeber aus, die Impfstoffentwicklung des französischen Unternehmens Sanofi wird beispielsweise von den USA finanziert.
Wer kooperiert miteinander?
Dazu kommen noch länderübergreifende Kooperationen, bei denen beispielsweise Universitäten mit Pharmafirmen zusammenarbeiten. Darunter auch unerwartete Bündnisse etwa zwischen US-Unis und chinesischen Unternehmen.
Österreichische Beteiligung
Auch in Österreich wird an Impfstoffen geforscht: Das Unternehmen Themis entwickelt in Kooperation mit der US-Universität in Pittburgh und dem französischen Forschungszentrum Institut Pasteur einen Impfstoff, der auf einem Masern-Impfstoff basiert. Auch dieser Impfststoff soll demnächst in einen klinischen Test gehen.
An welchen Arten von Impfstoffen wird geforscht?
Die potentiellen Impfstoffe basieren auf verschiedensten Technologien: Die meisten arbeiten an Impfstoffen, die auf Proteinen basieren oder an Lebendimpfstoffen. Aber auch innovative Ansätze auf RNA-Basis sind weit verbreitet.
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