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Debatte: Islamkritik
Religion zu kritisieren ist mehr als eine heikle Angelegenheit. Die Geschichte bis hinauf zur Gegenwart zeigt uns, dass es sogar lebensgefährlich sein kann.

Addendum-Debatte

Mit der Addendum-Debatte haben wir eine Plattform errichtet, die zu unseren Rechercheprojekten, aber auch anderen Themenfeldern Sichtweisen und Analysen von außerhalb der Redaktion liefert.

Dass diese Perspektiven nicht mit den Recherche-Ergebnissen der Redaktion korrespondieren müssen, aber auch nicht nach diesem Kriterium ausgewählt werden, gehört ebenso zum Wesen dieser Debatte wie die starke Meinung der veröffentlichten Autorinnen und Autoren.

Wir laden Sie ein, Ihre Meinung als Kommentar zu hinterlassen. Und wenn Sie selbst einen Beitrag verfassen wollen, schreiben Sie an [email protected]!

Dabei gibt es die Religion gar nicht. Es gibt Religionen, Religionsgemeinschaften und deren Anhänger. Letztere werden gerne auch als lebendes Schutzschild vor die Religionskritik geschoben: Man könne nicht pauschal Buddhisten/Katholiken/Muslime verurteilen, heißt es dann, obwohl vielleicht tatsächlich nur der Buddhismus/Katholizismus/Islam, seine Lehren oder Organisationen und nicht die Anhänger oder Gläubigen gemeint waren.

Manche meinen, es gäbe auch den Islam nicht und unterscheiden sprachlich zwischen einem politischen Islam, den sie als Islamismus bezeichnen und einem Islam, der dann konsequenterweise unpolitisch sein müsste oder aber in einer Art und Weise mit Politik interagiert, die die Bezeichnung politischer Islam auf eine nicht-islamistische Art und Weise unzutreffend macht.

Die Trennschärfe dieser Begrifflichkeiten folgt aber keiner breit geteilten oder gar verbindlichen Definition. Sie wird eher dazu eingesetzt, um willkürlich das politische Wesen von einem abstrakten religiösen Wesen und einem kulturellen Wesen einer Religion, das durch die Gläubigen und ihr praktisches Handeln determiniert wird, zu trennen.

Zu diesen Definitionslücken könnten wir leicht eine eigene Addendum-Debatte führen, aber wir wollen uns zunächst der Islamkritik und der Kritik an der Islamkritik in einem möglichst offenen Zugang widmen. 

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