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Tiertransporte: Vom Hof zum Schlachter

Unsere Reporter zeichnen die Problematik von Tiertransporten nach.

21.01.2019

Seit den 60er Jahren ist der Fleischkonsum um das Doppelte angestiegen. Heute werden in Österreich pro Kopf jährlich über 63 Kilo Fleisch konsumiert. Damit verbunden steigt die Produktion und der Druck auf Hersteller, Fleisch immer günstiger auf den Markt zu bringen. Das schlägt sich in der Qualität der Tierhaltung, aber auch im Transport nieder. Rund 360 Millionen Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen, dazu über eine Milliarde Stück Geflügel sind jährlich im Zuge von fast 400.000 Tiertransporten auf den Straßen der EU unterwegs. Wie viele Tiere innerhalb Österreichs herumgeschickt werden, wird nicht einmal erfasst. 

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen von Tiertransporten sind zwar EU-weit einheitlich geregelt, aber die Kontrollen sind eher mangelhaft und es gibt immer wieder grobe Verstöße, wie nicht nur Tierschützer beklagen. Dazu kommt, dass in jedem EU-Land, aber auch innerhalb Österreichs, die Kontrollen unterschiedlich gehandhabt werden. So darf etwa in Salzburg der Amtstierarzt alleine ein Fahrzeug anhalten und kontrollieren, in allen anderen Bundesländern muss die Polizei die Transporter anhalten und kontrolliert teilweise ohne Tierarzt.

Unsere Reporter haben den Weg von Schlachttieren ab Hof nachgezeichnet und lassen Experten zur Problematik von Tiertransporten zu Wort kommen. Sie haben auch versucht, in Schlachthöfen Drehgenehmigungen zu bekommen, diese wurden aber ohne Angabe von Gründen abgelehnt. 

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Top Kommentar

21.01.2019

Das Rechercheteam

Stefanie Braunisch

Stefanie Braunisch ist neugierig. Während des Journalismusstudiums an der FH Wien hat sie begonnen, im Kulturbereich journalistische Erfahrungen zu sammeln, dann hat die Neugierde doch gewonnen. In Folge hat sie zwei Jahre bei Dossier gearbeitet und versucht, alles mögliche über den Staat, Funktionsweisen und vor allem Steuergeldverschwendung herauszufinden. Jetzt ist sie investigativ für Addendum unterwegs.

Benedikt Morak

Benedikt Morak, geboren 1981, hat sich als Fernsehjournalist auf Reportagen und Dokumentationen spezialisiert. 2013 machte er sich als Journalist und Filmemacher selbstständig. Er gestaltete u.a. für Sendereihen wie „Servus Reportage“, „ATV – Die Reportage“ und ORF 3.

Thomas Trescher

Thomas Trescher hat Publizistik und Politikwissenschaft in Wien studiert; war Chef vom Dienst beim Monatsmagazin Datum und stellvertretender Chefredakteur bei kurier.at. Außerdem hat er unter anderem für Geo, Die Zeit, Terra Mater und Falstaff geschrieben.

Hubertus J. Schwarz

Hubertus Schwarz ist seit 2007 in der Medienbranche tätig. Seine journalistische Laufbahn startete er beim ZDF-Auslandsstudio Südosteuropa. Über mehrere Stationen als Autor, unter anderem für den „Spiegel“ und „Die Zeit“ ging es 2015 zurück zum Fernsehen. Zuletzt war er bei ServusTV Redakteur für den „Talk im Hangar-7“.

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