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Im Kontext: Tierisch teure Partner – was uns Hund und Katz wirklich kosten

Knappe zwei Millionen Katzen und 750.000 Hunde leben in Österreich: Mit der Liebe zu den Vierbeinern lassen sich gute Geschäfte machen. Die Haustiere sind für viele Menschen wichtige Begleiter. Doch das Zusammenleben von Mensch und Tier stellt die Gesellschaft auch vor Herausforderungen. „Im Kontext“ erkundet die emotionale und wirtschaftliche Rolle, die unsere Haustiere in unserer Gesellschaft spielen, und zeigt, dass die tierischen Partner für die Allgemeinheit auch eine Belastung darstellen. Der richtige Umgang mit den beliebtesten Haustieren der Österreicher, Hunden und Katzen, ist eine Herausforderung für jeden Tierhalter. Ihr Fleischverbrauch und die damit verbundene industrielle Massenfleischproduktion ist bedenklich hoch. Die Umsatzsteigerungen von Tierfutterproduzenten und die zunehmende Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Futter und teurem Zubehör zeigen den hohen Stellenwert der Haustiere für den Menschen. Terra Canis in München produziert Tierfutter mit 100 Prozent Lebensmittelqualität, wie die Gründerin mit einer persönlichen Verkostung demonstriert.

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Top Kommentar

Yorkshire-Terrier Samira bekommt nach einer Kniescheiben-Operation Aquatherapie um 45 Euro pro Stunde.
Die Norwegische Waldkatze wird von Züchterin Maria Hofstätter in Wien-Josefstadt gezüchtet.
Bis zu zwölf Katzenbabys verkauft Maria Hofstätter im Jahr. Preis: 1.000 Euro – inklusive Stammbaum.
Züchterin Maria Hofstätter versucht für den Dreh, die Katzen zum Springen zu bringen.
Die Norwegische Waldkatze ist „groß, robust, sehr gesund, lustig und verspielt“.
Auf der Haustiermesse in Wien wurde unter anderem Ziegenyoga angeboten.
Wenn die Haustiere sterben, ist das für viele ein großer Verlust. Es hat sich auch ein Geschäft daraus entwickelt. Auf der Haustiermesse werden die Besucher damit konfrontiert.
Szene vom Dreh: Reporterin Linda Kettler und Kameramann Leopold Fuchs
„Es gibt seit 35.000 Jahren keine Menschen ohne Hund.“ – Im Wolfsforschungszentrum Ernstbrunn wird das Verhalten von Wölfen und Hunden untersucht. Der Kameramann bangt um seine Kamera.

In der Stadt kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Hundebesitzern und Eltern. „Im Kontext“ spricht mit Peter Mayr, dessen zweijährige Tochter in Wien von einem großen Hund angegriffen wurde. Bis zu 6.000 Menschen werden in Österreich jährlich durch Hundebisse verletzt. Ein weiterer Streitpunkt sind die Kosten für die Allgemeinheit, die durch die Haltung von Hunden und Katzen verursacht werden: Eine Belastung für den Steuerzahler stellt zum Beispiel die Beseitigung der tierischen „Abfälle“ dar. So landen allein in Wien täglich 100.000 gefüllte Hundekotsackerl in öffentlichen Mistkübeln. Und auch die „Entsorgung“ der sterblichen Überreste der Tiere wird vom Steuerzahler finanziert: Jede Woche werden in Wien knapp 200 Haustiere entsorgt – die jährlichen Kosten des „Gratisservice“ der Stadt: rund 1,2 Millionen Euro.

Die Zahl der freilaufenden Katzen wird in Österreich auf 1,3 Millionen geschätzt, ihre Population wächst stetig. Am Stadtrand bedrohen sie Singvögel und andere Kleintiere: Naturschützer schlagen Alarm. Auf der anderen Seite stehen die Katzenbesitzer, die ihren Haustieren den Freilauf nicht verwehren wollen. Dazwischen die Jagdaufseher, die dazu verpflichtet sind, verwilderte und streunende Katzen zu erlegen. 

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Das Rechercheteam

Mathias Dechant
Projektleitung

Mathias Dechant hat Rechtswissenschaften an der Universität Wien studiert. Danach Ausbildung zum Rechtsanwalt; Schwerpunkte in den Bereichen Zivilrecht, Corporate und M&A sowie IP. Er war seit den Anfängen des Studiums bis zuletzt in Wiener und Salzburger Wirtschaftskanzleien tätig.

Linda Kettler
Team TV

Linda Kettler, geboren 1972 in Reykjavik, hat Sprachen und Literatur in Island, Deutschland, Frankreich und England studiert. Sie blickt auf eine 18-jährige Karriere bei ORF, ATV und ServusTV als Gestalterin, Redakteurin, TV-Producerin und Regisseurin im Bereich TV-Magazin, Show, Reportage und Dokumentation zurück. Seit einigen Jahren unterrichtet sie TV-Beitragsgestaltung als nebenberufliche Lektorin auf universitärem Niveau in Österreich.

Georg Renner
Team Recherche

Georg Renner hat Rechtswissenschaften studiert, weil er wissen wollte, wie Dinge (Staaten, Städte, die Gesellschaft …) funktionieren, was sie zusammenhält. Nachdem ihm dort kein Erfolg beschieden war, geht er dieser Frage nun journalistisch nach; zuvor bei „NZZ.at“ und „Die Presse“.

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Folgende Artikel gehören zum Projekt 036 Haustiere

036_01 Gelesen

Goldene Hunde

036_02 Gelesen

Im Kontext: Tierisch teure Partner – was uns Hund und Katz wirklich kosten

TV-Reportage
036_03 Gelesen

Steuerpflicht für streunende Katzen

036_04 Gelesen

Wie Katzen weltweit zum Problem wurden

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