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„Islamstunde“: Propagandaheft für den politischen Islam?

Seit 2014 ist „Islamstunde“ das offizielle Lehrbuch für den islamischen Religionsunterricht. Ende 2016 begutachtete der Religionspädagoge Ednan Aslan einige dieser Bücher. Das brisante Fazit: Teile des Buchs gleichen einem Propagandaheft.

17.06.2019
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Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) entscheidet nicht nur, wer als Religionslehrer in den Schulen unterrichtet, sondern auch, welche Lehrbücher verwendet werden. Im Gegensatz zu allen anderen Schulbüchern müssen Religionsbücher nicht staatlich genehmigt werden. Die Folge: Allein die IGGÖ bestimmt Inhalt, Form und Ausrichtung der Lehrmaterialien. Einzige Bedingung: Die Lehrbücher dürfen nicht im Widerspruch zur staatsbürgerlichen Erziehung stehen. Doch wann ist das der Fall?

Im Rahmen der Verhandlungen zum Islamgesetz wurde auf Betreiben des damaligen Staatssekretärs für Integration, Sebastian Kurz, ein Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht gefordert. Dieser wurde gemeinsam mit dem Bildungsministerium und dem Kultusamt erarbeitet und sollte die Basis für die Religionslehrbücher „Islamstunde“ bilden.

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Islamstunde: Im Widerspruch zur staatsbürgerlichen Erziehung?

Herausgeberin der „Islamstunde“ ist Amena Shakir, die damalige Leiterin der Islamischen Religionspädagogischen Akademie (heute Institut für Islamische Pädagogik an der KPH Wien/Krems). Dass mit Amena Shakir jemand die Verantwortung für diese Religionsbücher übernahm, dem bis heute eine Nähe zur Muslimbruderschaft nachgesagt wird, störte offenbar weder das Ministerium noch den Schulbuchverlag Veritas. Auf Anfrage teilt uns der Verlag mit:

„Diese Vorbehalte konnten in persönlichen Gesprächen der Autorin mit der damaligen Verlagsleitung ausgeräumt werden, in der Mag.a Shakir ihre Eigenständigkeit als emanzipierte Frau betont hat.“

Der Verlag sieht das erarbeitete Religionsbuch als einen Beitrag zur Integration, ein Werk in Richtung „Europäischer Islam“ und als Vorreiter bei konfessionsorientierten religiösen Schulbüchern. Eine überraschende Darstellung, wenn man bedenkt, dass die Gutachten, die der Verlag selbst beim Religionspädagogen Ednan Aslan in Auftrag gegeben hat, um die theologische und pädagogische Qualität der Lehrbücher bewerten zu lassen, die Bücher äußerst negativ beurteilen. Addendum liegen die Gutachten vor.

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Amena Shakir war viele Jahre lang für die Ausbildung der islamischen Religionslehrer in Österreich verantwortlich. Vor ihrem Wechsel nach Wien leitete sie die Deutsch-Islamische Schule in München. Diese wurde 2005 von der Regierung in Oberbayern geschlossen, weil die „Verfassungstreue des Schulträgers nicht mehr als gegeben angesehen werden könne“, wie das zuständige Schul- und Kultusreferat damals mitteilte.

Die Verfassungsschützer hielten den Trägerverein für eine Tarnvereinigung der Islamischen Gemeinschaft (IGD). Diese gelte als deutsche Zentrale des ägyptischen Zweigs der Bruderschaft. Ihre Bestrebungen würden sich „gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland“ richten. Präsident der IGD war bis 2010 der Bruder von Amena Shakir, Ibrahim el-Zayat. Der frühere nordrhein-westfälische Verfassungsschutzchef Hartwig Möller bezeichnete ihn einmal als „Spinne im Netz islamistischer Organisationen“.

Propaganda für den politischen Islam?

In den Empfehlungen des Gutachtens heißt es unter anderem: „Muslim zu sein darf weder allein auf das Kopftuch noch auf politisch-muslimische Persönlichkeiten reduziert werden.“

Mit Blick auf die Sprache und den Umgang mit der Theologie schreiben die Autoren:

„Die Arabisierung der islamischen Religion kann als Hindernis für einen Islam europäischer Prägung betrachtet werden. (…) Diese Art des Umgangs mit der Religion ist kaum theologisch begründbar, sondern scheint vor allem einer radikalen theologischen Haltung geschuldet zu sein. (…) Das Buch muss dringend in vielen Bereichen ent-ideologisiert werden, sonst bleibt das Buch teilweise ein Propagandaheft für eine bestimmte politische Gruppe.“

Offiziell bezeichnet die IGGÖ den Islamunterricht als modellhaft, der die Kinder zu kritischem Denken anregt und die Integration positiv beeinflusst. Auf welcher Grundlage diese Einschätzung basiert, ist unklar. Eindeutige Belege für diese Vermutung gibt es nicht. Vor dem Hintergrund der vorliegenden Gutachten wirkt diese Sicht allerdings ziemlich realitätsfern. Verwunderlich ist auch, dass die IGGÖ die geäußerten Kritikpunkte und Empfehlungen gänzlich ignorierte.

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Wir haben die von den Gutachtern als problematisch bewerteten Bilder, Passagen und Aussagen in den Lehrbüchern aufbereitet und in fünf Bereiche zusammengefasst. Den Religionspädagogen und Theologen Mouhanad Khorchide und die Ethnologin und Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums „Globaler Islam“ Susanne Schröter haben wir gebeten, den Inhalt aus pädagogischer, theologischer und integrationspolitischer Sicht zu beurteilen.

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Muslimisches Leben – Alles für Allah?

In den Lehrbüchern werde nur eine bestimmte Lebensweise als die einzig richtige Lebensweise und nur ein ganz bestimmtes Verständnis der Religion als das einzig richtige Verständnis dargestellt. Abweichende Haltungen würden als Hochmut oder Überheblichkeit abgewertet.

Genau diese Spaltung der Gesellschaft, die Trennung zwischen Gläubigen und Ungläubigen, gepaart mit der Aufwertung der Gläubigen und die Abwertung der Ungläubigen, hält der Theologe Mouhanad Khorchide für sehr gefährlich, so etwas dürfe keinen Platz in einem Lehrbuch haben.

Für die Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums „Globaler Islam“ Susanne Schröter sind diese Schulbücher das, was man schwarze Pädagogik nennt. Der Gott in den Lehrbüchern ist ein strafender Gott, der die Kinder entmündigt und bedroht. Man arbeite mit Angst, um autoritätshörige Untertanen zu schaffen, die nichts kritisch hinterfragen, sondern einfach alles nachbeten.

Dabei ist eines der offiziellen Ziele des Islamunterrichts, die Kinder zum kritischen Denken anzuregen. Offenbar gilt das aber nicht für religiöse Fragen. So kritisieren auch die externen Gutachter, dass es in den Lehrbüchern oft nicht um die eigenständigen Entscheidungen der Kinder geht, sondern um das strikte Befolgen islamischer Quellen, in denen Gott oder der Prophet die fertigen Antworten liefern.

Muslime werden in den Büchern auch mehrfach als Opfer einer diskriminierenden Gesellschaft dargestellt, ohne auf die Vorurteile von Muslimen der Mehrheitsgesellschaft gegenüber einzugehen. Durch diese Opferrolle, so die Gutachter, werde eine Identifikation der Schüler mit Österreich zunehmend erschwert.

Entsprechend kommen die Gutachter zu der Schlussfolgerung, „dass dieses Buch die klassisch-islamische Lehre unkritisch in einem modernen Layout wiedergibt und keine neuen Akzente zur Beheimatung der islamischen Lehre in Europa setzt“.

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Autoren: Beiträge der politisch-islamischen Szene?

In den Schulbüchern finden sich unter anderem Autoren und Persönlichkeiten wie Tariq Ramadan, der Enkel des Gründers der Muslimbruderschaft, Ahmad von Denffer, ein selbsterklärter Gegner der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, und Muhammad Asad, der immer begeistert war von einer fundamentalistischen Auslegung des Islam. Für die Islamismus-Forscherin Susanne Schröter birgt diese Auswahl ein erhebliches Integrationsrisiko. „Da hat man eine ganze Reihe von Referenzfiguren beieinander, die belegen, dass der Islam, der in diesen Schulbüchern den Kindern beigebracht wird, ein Islam ist, der im besten Falle fundamentalistisch ist, aber möglicherweise sogar in den Extremismus führt.“

Gleichzeitig werden in den Büchern einige Autoren erwähnt, die laut Gutachten als „Säulen des gegenwärtigen Salafismus“ gelten. Diese politisch-islamische Ideologie, die durch zahlreiche Autoren in den Lehrbüchern ihren Niederschlag findet, werde von einer „Ideologie der antiwestlichen Ressentiments“ getragen und führe dazu, dass muslimische Kinder keine österreichische Identität entwickeln.

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Bilder: Kopftuch, Halal-Essen, Moschee?

Die Lehrbücher vermitteln den Eindruck, dass sich die Welt der in Österreich lebenden Muslime zwischen Kopftuch, Halal-Essen und Moschee abspielt. Die Gutachter warnen, dass dadurch eine Empfehlung für eine isolierte Kultur entstehen kann. Selbst eine Bäckerei wird als muslimische Bäckerei dargestellt, wofür es keinerlei theologische Begründungen gibt. In den Bildern werde die konservative theologische Haltung des Buches deutlich. So werden unter anderem der Hijab und die Länge der Röcke für die Frauen in den für Schulen unüblichen und eher nach strengen Regelungen einer bestimmten theologischen Position dargestellt. Die Gutachter empfehlen für den islamischen Religionsunterricht, eine muslimische Lebensweise in der Mitte der Gesellschaft als Orientierung aufzuzeigen.

Der Religionspädagoge Mouhanad Khorchide kritisiert besonders die Fokussierung der IGGÖ auf das Kopftuch als Zeichen für eine wünschenswerte Frömmigkeit. Für ihn zeigt diese Haltung, dass eine sehr stark konservative Lesart des Islam dominiert, die nicht wirklich integrationsfördernd sei. Dadurch werde nicht die Lebenswirklichkeit wiedergegeben, sondern es gehe in den Schulbüchern um eine Missionierung der Schüler in eine ganz bestimmte Richtung.

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Quellen des Islam: Unkritisch, unbelegt, unwahr?

Besonders kritisch bewerten die Gutachter den Umgang mit den Quellen des Islam. So werden einige problematische Aussagen teilweise mit unsicheren Quellen aus der islamischen Lehre belegt und unkritisch übersetzt. Zudem würden die Quellen mit Absolutheitsanspruch dargestellt, so dass den Schülern kein Spielraum bleibt, diese zu hinterfragen.

Dabei stelle gerade der Umgang mit islamischen Quellen eine besondere Herausforderung in der Gegenwart dar, weil sämtliche radikal-extremistischen Organisationen die Quellen als unverfälschte Worte des Propheten verstehen und den Koran wörtlich in die Praxis umsetzen wollen, ohne dabei den Kontext dieser Aussagen und Offenbarungen zu berücksichtigen.

Der Umgang mit der Sunna des Propheten ist eine besondere Schwäche der Religionsbücher, weil nämlich bestimmte Hadith-Werke, die die Grundlage für viele Gewalttheorien bilden, unkritisch und als absolut richtig dargestellt werden.

Im Buch wird die Aussage von Prophet Mohammed („Wer von euch etwas Schlechtes sieht, der soll es mit seiner Hand ändern.“) zitiert, die als eindeutige Anweisung für Gewalt verstanden werden kann, weil diese Aussage einen physischen Einsatz gegen etwas Schlechtes fordert und eine passive Haltung als Zeichen des schlechten Glaubens abwertet. Die Gutachter warnen: Wenn die Schüler dazu motiviert werden, alles durch den Filter dieser radikalislamischen Kriterien zu betrachten, könne man nicht mehr von sozialem Frieden in der Gesellschaft sprechen.

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Die Ethnologin Susanne Schröter warnt daher davor, dass diese Art des in den Büchern vermittelten Islamverständnisses von Extremisten genutzt werden könne. Denn der Islamismus habe seinen Ursprung in einer unkritischen Exegese islamischer Quellen.

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Sprache: Zwang zum Arabischen?

Immer weniger Kinder an österreichischen Schulen verwenden Deutsch als Umgangssprache. Lehrer klagen seit Jahren über ein immer niedrigeres Sprachniveau. Ein Blick auf die Zahlen bestätigt diese Beobachtung: Lediglich 26 Prozent der Kinder, die eine öffentliche Neue Mittelschule besuchen, verwenden Deutsch als Umgangssprache. In Wiener Mittelschulen ist der Anteil von Schülern mit nichtdeutscher Umgangssprache zwischen 2006 und 2016 um 13 Prozent gestiegen, in der AHS-Unterstufe sogar um 15 Prozent. Sechs von zehn Wiener Volksschülern verwenden nicht mehr Deutsch als Umgangssprache.

Angesichts dieser Entwicklung ist es umso unverständlicher, dass in den Religionsbüchern so viele arabische Begriffe verwendet werden. Die Gutachter warnen vor entstehenden Leseproblemen, weil die Kinder solche Zeichen aus anderen Fächern nicht kennen. Den Zwang zum Arabischen deuten die Gutachter als einen weiteren Hinweis für eine theologisch konservative Grundhaltung der Verfasser. Denn aus theologischer Sicht gebe es dafür keine Notwendigkeit. Problematisch für die Integration sei auch, dass die Verantwortlichen die arabische Sprache nicht nur als Sprache des Koran, sondern als Sprache des Islam hervorheben möchten, was weder der Wirklichkeit der muslimischen Welt noch der kulturellen Lebenswirklichkeit der in Österreich lebenden Muslime entspricht.

Besonders die Aussage, dass der Koran eigentlich nicht übersetzbar sei, hält der Theologe Mouhanad Khorchide für ein problematisches Machtargument einer kleinen Gruppe, die für sich die Deutungshoheit über die Muslime beansprucht. Dabei wüssten die Verantwortlichen innerhalb der IGGÖ, dass die Mehrheit der Muslime kein Arabisch kann. Die Ethnologin Susanne Schröter warnt in diesem Zusammenhang davor, die Kinder zu „orientalisieren“ und sie im Islamunterricht in eine Welt zu verfrachten, die mit ihrer Realität nichts mehr zu tun habe.

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Warum hat die IGGÖ die Kritik ignoriert?

Diese sehr umfassende und detaillierte Kritik, die der islamische Religionspädagoge Ednan Aslan in seinen Gutachten äußert, wurde bis heute von der Herausgeberin, Amena Shakir, und der Islamischen Glaubensgemeinschaft ignoriert. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Koranübersetzung eines Autors, der auch äußerst fundamentalistische Thesen vertritt, wurde entfernt03. Alle anderen Empfehlungen wurden nicht berücksichtigt.

Der Schulbuchverlag Veritas begründet das damit, dass die Rückmeldungen von Professor Aslan nicht „sehr konkret“ gewesen seien und dass die kritisierten Punkte „unterschiedlich interpretierbar“ seien. Zudem sei Ednan Aslan kein ausgebildeter Theologe. Was bleibt, ist die Frage, warum der Verlag dann genau ihn mit einer externen Begutachtung beauftragt hat, wenn am Ende die Hinweise nicht ernst genommen werden. Vom Verlag heißt es dazu: „Wir haben die Gutachten der IGGÖ zur Verfügung gestellt. Von Seite der IGGÖ verlief die Sache dann aber im Sand.“

Die Herausgeberin der „Islamstunde“, Amena Shakir, lässt uns wissen, dass zum einen nicht alle Ansichten von Ednan Aslan geteilt wurden. Zum anderen sei sie sehr wohl daran interessiert gewesen, die Schulbücher auch nach den Aslan-Gutachten weiter zu verbessern. Dies sei aber „leider“ nicht mehr möglich gewesen, da sie zum Zeitpunkt der Erstellung der Gutachten, wie sie behauptet, nicht mehr verantwortlich gewesen sei. Lediglich das Gutachten zur „Islamstunde 7“ sei noch rechtzeitig fertig geworden, sodass dort noch eine kurze Überarbeitung vorgenommen werden konnte. Diese Aussage überrascht. Schließlich wurden alle drei Gutachten von Ednan Aslan zu den Islamstunden (Ausgaben 5, 6, 7) zur gleichen Zeit vorgelegt. Offenbar sah sie inhaltlich schlichtweg keinen Änderungsbedarf, wie auch ihre folgende Beurteilung zeigt: „Erstmals haben muslimische Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ein für ihre Lebenswelt adäquates Schulbuch zu erhalten, in welchen ihnen ihre Religion sachlich fundiert und gemäßigt, angepasst auf ihre Lebensumstände, vorgestellt wird.“

Den Vorwurf, dass mit den Lehrbüchern politisch-islamische Botschaften vermittelt, kaum Bezüge zur Lebenswelt der Kinder hergestellt und unnötig arabische Fachbegriffe verwendet werden, weist sie vehement zurück. Vielmehr habe man über einen wissenschaftlichen Beirat mit Mitgliedern aus dem Bereich Erziehungswissenschaft, Unterrichtswissenschaft, evangelische und katholische Theologie gezeigt, dass man stets die integrative und interreligiöse Wirkung der Lehrbücher im Auge hatte.

Kein Islamischer Theologe im Beirat

Nach einem unabhängigen Islamwissenschaftler, einem islamischen Theologen oder Religionspädagogen sucht man in diesem Beirat allerdings vergeblich. Österreich stelle in der „Islamstunde“ den Lebensmittelpunkt der muslimischen Schüler dar, daher war es selbstverständlich, auch nichtmuslimische Schulbuchexperten in den Beirat aufzunehmen. Dass es am Ende nur nichtmuslimische Experten waren, könnte ein Hinweis darauf sein, dass man die Kontrolle über die Auswahl und Interpretation der islamischen Inhalte nicht aus der Hand geben wollte. Man habe sich darum bemüht, aber niemanden gefunden, der auch das Vertrauen der IGGÖ genießt, heißt es dazu auf Anfrage. Zudem sei diese Expertise in Österreich zum Zeitpunkt der Erstellung nicht ausreichend vorhanden gewesen.

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Gutachten von Univ.-Prof. em. Dr. Susanne Heine
Kurzgutachten von Univ. Prof. Dr. Martin Jäggle
Gutachten von Peter Stöger
Gutachten von Peter Stöger
Gutachten von Prof. Univ.-Doz. DDr. Karl Klement
Gutachten von Prof. Univ.-Doz. DDr. Karl Klement

Die Bewertungen des wissenschaftlichen Beirats beziehen sich fast ausnahmslos auf methodische, didaktische, lernpsychologische und erziehungswissenschaftliche Aspekte. Vor diesem Hintergrund geht die Argumentation, dass die Lehrbücher vom Beirat rundum positiv aufgenommen wurden, am Kern des Problems vorbei. Denn auf die von Ednan Aslan kritisierten Aspekte – Auswahl umstrittener Autoren, Umgang mit islamischen Quellen, vermitteltes Islamverständnis – gehen die Gutachten der Beiratsmitglieder nicht ein. Unklar ist auch, warum es mit dem Gutachter Ednan Aslan bis heute kein Gespräch über seine kritischen Anmerkungen gegeben hat. 

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17.06.2019

Das Rechercheteam

Jan Thies
Projektleitung
Gerald Gartner

Gerald Gartner kuratiert, analysiert und visualisiert große Datenmengen zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen. Er lehrt an der Fachhochschule Wien. Davor war er für derStandard.at und NZZ.at in Wien tätig.

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