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Im Kontext: Pflegekinder in Österreich – wenn Eltern zur Gefahr werden
2. August 2018 Jugendamt 47 min
Einer der massivsten Eingriffe, die der Staat im Leben seiner Bürger vornehmen darf, ist, Eltern ihre Kinder wegzunehmen. In Österreich leben 13.600 Kinder nicht bei ihren Eltern, sondern in Pflegefamilien oder Heimen. Dabei sollte die Abnahme des Kindes für die Sozialarbeiter der Jugendämter der letzte Ausweg sein. Immer wieder wird jedoch der Vorwurf laut, die Jugendämter würden zu leichtfertig Familien auseinanderreißen.

Einer der massivsten Eingriffe, die der Staat im Leben seiner Bürger vornehmen darf, ist, Eltern ihre Kinder wegzunehmen. In Österreich leben 13.600 Kinder nicht bei ihren Eltern, sondern in Pflegefamilien oder Heimen. Dabei sollte die Abnahme des Kindes für die Sozialarbeiter der Jugendämter der letzte Ausweg sein. Immer wieder wird jedoch der Vorwurf laut, die Jugendämter würden zu leichtfertig Familien auseinanderreißen.

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Grow Together

Dieses Zerbrechen von Familien frühzeitig zu verhindern, hat sich der Verein Grow Together in Wien-Meidling zum Ziel gesetzt. Grow Together betreut sogenannte Hochrisikofamilien, die sozial schwach sind, in denen es Suchtprobleme gibt oder in denen die Eltern aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind, ausreichend für die Kinder zu sorgen. Die Familien werden intensiv zu Hause und im Zentrum des Vereins betreut. Auftraggeber ist die Kinder- und Jugendhilfe. Das Programm ist die letzte Chance, die Kinder nicht zu verlieren.

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Ein schmaler Grat

Wenn sich die Sozialarbeiter für den Verbleib der Kinder in der Familie entscheiden und es in der Folge zu Missbrauch und Gewalttaten kommt, wird Sozialarbeitern Versagen vorgeworfen. Gelangt an die Öffentlichkeit, dass ein Kind im familiären Umfeld misshandelt oder sogar getötet worden ist, wird das Jugendamt kritisiert, nicht früh genug eingeschritten zu sein. Umgekehrt gibt es in Österreich eine sehr aktive Gruppe von Menschen, die die Meinung vertreten, das Jugendamt handle zu schnell und willkürlich und nehme Eltern häufig mutwillig die Kinder weg. Fest steht: Die Arbeit des Jugendamts, das sich mittlerweile in „Kinder- und Jugendhilfe“ umbenannt hat, bewegt sich auf einem schmalen Grat.

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Sind die Sozialarbeiter überlastet? Gibt es Fälle von Amtswillkür? Haben die Jugendämter zu viel Macht? „Im Kontext“ begleitet Pflege- und Notfallfamilien sowie Sozialarbeiter in ihrem Alltag. 

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