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Eltern auf Zeit

Werden Kleinkinder ihren Eltern abgenommen, kommen sie zunächst in Krisenpflegefamilien. Addendum hat eine von ihnen besucht: Familie Durst hat in den letzten vier Jahren 25 Kinder betreut wie ihre eigenen. Nicht immer fällt der Abschied leicht.

Nach dem Besuchskontakt geht Manuela Durst mit Emma nach Hause. Emma hat während des Termins eine Holzente von ihrer Oma geschenkt bekommen.
07.08.2018

Wir sind laut, wild und chaotisch“, sagt Manuela Durst und lacht. Auf jedem ihrer bunt tätowierten Arme trägt die 34-Jährige ein Kleinkind. Emma und Kai (Namen geändert), beide noch keine zwei Jahre alt. Zoe und Princess, die beiden Hündinnen, buhlen zu ihren Füßen um Aufmerksamkeit.

Es ist ein heißer Tag im niederösterreichischen Kritzendorf. Manuelas Haus hat einen großen Garten mit vielen Marillenbäumen. Im Schatten der Bäume setzt sie die beiden Kinder ab. Emma umarmt Manuela noch einmal fest, bevor sie mit Kai im Gras spielt.

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Manuela Durst mit Krisenpflegekind Emma

Was anmutet wie eine ganz normale Familie an einem Sommertag, unterscheidet sich doch gravierend davon. Denn Emma und Kai sind nicht Manuelas Kinder. Sie leben vorübergehend bei Manuela, weil die Kinder- und Jugendhilfe entschieden hat, dass die leiblichen Eltern den Kindern nicht mehr zumutbar sind.

Als Emma zu Manuela kam, war sie verwahrlost und unterentwickelt. Kai hat eine Mutter, die erst 16 war, als er zur Welt gekommen ist. In den 17 Monaten, die Kai erst auf der Welt ist, war es schon dreimal wegen Skabies, umgangssprachlich Krätze genannt, im Krankenhaus. Beim dritten Mal musste Kais Mutter das Spital ohne ihr Baby verlassen.

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„Es ist heftig, was manche Eltern ihren Kindern antun“

Kinder, die von der Kinder- und Jugendhilfe, wie sich das Jugendamt mittlerweile nennt, „fremduntergebracht“ werden müssen, kommen entweder in Krisenpflegezentren oder zu Krisenpflegefamilien. Vor allem Kinder bis zum Alter von drei Jahren versucht man in Familien unterzubringen. Solche Krisenpflegeeltern übernehmen für einen befristeten Zeitraum die Elternschaft für ein Kind und sind speziell für diese Arbeit ausgebildet.

So eine Krisenpflegefamilie sind die Dursts. „Ich bin selbst mit 17 schwanger geworden“, erzählt Manuela. Sohn Mike war nicht geplant, aber sehr willkommen. Mit Mikes Vater Daniel ist Manuela bis heute zusammen, mittlerweile sind die beiden auch verheiratet.

Gemeinsam haben die beiden mit Mitte 20 Pflegesohn Kenai aufgenommen. Der 11-Jährige lebt seit neun Jahren bei den Dursts. Dass immer wechselnde Kleinkinder mit im Haus leben, im Schnitt für vier Monate, manchmal aber auch für mehr als ein Jahr, ist für die beiden Burschen Normalität geworden. „Es ist immer cool, wenn man neue Kinder kennenlernt, die auch unterschiedliche Eigenschaften haben. Manche können schon viel reden, manche sind noch sehr klein, andere gehen schon sehr gut, und manche sind einfach nur niedlich“, erzählt Kenai.

Über die teils dramatischen Vorgeschichten der Krisenpflegekinder wissen die beiden Teenager zum Teil Bescheid. „Ist schon heftig, was manche Eltern ihren Kindern antun. Aber ist halt so. Wir machen jetzt das Beste draus“, sagt Mike und hüpft gleich danach mit den beiden Kleinen eine Runde am Trampolin, das im großen Garten der Dursts steht.

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Die Krisenpflegefamilie Durst auf einen Blick: Vater Daniel Durst, Krisenpflegekind Emma, Krisenpflegekind Kai, Krisenpflegemutter Manuela Durst, Langzeitpflegesohn Kenai (stehend), der leibliche Sohn Mike (sitzend), dazu die Hündinnen Zoe und Princess.

25 Kinder in vier Jahren

Fünfundzwanzig Kinder haben die Dursts in den letzten vier Jahren bei sich zu Hause betreut. Diesen Job will Manuela Durst noch viele, viele Jahre lang machen: „Beim ersten Krisenkind habe ich gespürt: Das ist meins. Das ist meine Erfüllung.“

Aber Krisenpflege ist vor allem auch ein Job, der an die Substanz geht. Ein Job ohne geregelte Arbeitszeiten und Pausen. Ein Job mit 24-Stunden-Diensten, sieben Tage die Woche. Dazu kommt die emotionale Belastung durch die Vorgeschichte der Kinder. Wenn sie zu Manuela Durst kommen, sind sie häufig in einem verwahrlosten Zustand, manche sind misshandelt oder missbraucht worden.

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Ein Jahr lang in Vorlage treten

845 Euro bekommt Manuela Durst pro Kind und pro Monat. Von diesem Betrag muss die Krisenpflegemutter alles bezahlen, was die Kinder brauchen. Von Essen über Windeln über Kindersitze fürs Auto, die der jeweiligen Größe angemessen sind. Was von diesem Betrag übrig bleibt, ist Frau Dursts Aufwandsentschädigung.

Ein richtiges Gehalt gibt es für Krisenpflegeeltern in Niederösterreich nicht. Und eben weil Manuela in Niederösterreich wohnt und die Krisenpflege je nach Bundesland unterschiedlich geregelt ist, muss sie sich auch selbst versichern.

Darüber hinaus kommt das Geld immer erst, wenn ein Kind ausgezogen ist. Sprich, bleibt ein Kind für ein Jahr, müssen die Dursts genauso lange in Vorlage treten. Bei Engpässen kann man einen Vorschuss beantragen. „Würde mein Mann nicht einen fixen Arbeitsplatz haben und arbeiten gehen, dann wäre es für mich nicht möglich, Krise zu machen“, sagt Manuela Durst. Daniel Durst ist Chemieverfahrenstechniker und arbeitet in einer Raffinerie.

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Manuela und Daniel Durst mit Krisenpflegekind Kai

Kein Wunder also, dass es in Österreich einen Mangel an Krisenpflegefamilien gibt. In Wien wurden die Bedingungen mittlerweile verbessert. So werden Krisenpflegemütter in Wien mittlerweile dauerhaft angestellt, die Aufwandsentschädigung ist mit rund tausend Euro im Monat auch höher als in Niederösterreich. Trotzdem gibt es aktuell nur 43 Krisenpflegefamilien in Wien.

Ähnliche Konzepte gibt es in ganz Österreich. Genaue Zahlen existieren dafür aber nicht, da Beschäftigungsverhältnisse, Bezahlung und selbst die Bezeichnung der Krisenpflege von Bundesland zu Bundesland variieren.

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Abschiednehmenkönnen als Voraussetzung

Voraussetzungen für die Krisenpflege sind Erfahrung in der Erziehung und Betreuung von Kindern, eine Lebensweise und ein Haushalt, der auf Kinder eingestellt ist, besonderes Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, eng mit der Kinder- und Jugendhilfe zusammenzuarbeiten. Außerdem muss man an verpflichtenden Vorbereitungskursen teilnehmen, regelmäßige Supervisionen besuchen und die Kinder wöchentlich zu den Besuchskontakten mit den leiblichen Eltern bringen, sofern es solche gibt. Nicht zuletzt muss man auch in der Lage sein, sich nach einer gewissen Zeit von einem Kind wieder zu verabschieden.

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„Ich begleite die Kinder, dann lasse ich sie wieder gehen“

„Man hat mir immer gesagt, als ich in der Krise angefangen habe: Du wirst sehen, irgendwann kommt ein Kind, wo es dir schwerfällt, Abschied zu nehmen. – Ich habe das immer so ein bisschen belächelt“, sagt Manuela Durst, „ich sehe das als Job, ich begleite die Kinder ein bisschen, und dann lasse ich sie wieder gehen.“

Aber dann kam Emma. Mit ihren blonden Locken. Mit ihrem Lachen und dem großen Herzen. „Ja, da war dieser Funke. Da merke ich schon ein ,Huh, ob ich die gehen lasse?‘ Das wird mir schwerfallen.“

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In Emmas Fall kommt erschwerend hinzu, dass die Kleine eine Entwicklungsstörung haben könnte, wie die Dursts vermuten. Momentan wird das kleine Mädchen einer Reihe von medizinischen Tests unterzogen. Sollte sich die Vermutung bestätigen, wird das fatale Folgen für Emma haben, denn sie wird bald zwei Jahre alt. Schon ab dem dritten Lebensjahr haben fremduntergebrachte Kinder kaum mehr eine Chance, von einer Pflegefamilie aufgenommen zu werden. Potenzielle Pflegeeltern wollen am liebsten Babys. Ältere Kinder können sich an den Rucksack, den sie ins Leben mitbringen, oft schon erinnern.

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Kaum Chance auf Kindheit in einer Familie

Wenn sich – wie in Emmas Fall – auch noch eine Entwicklungsstörung bestätigt, sinken die Chancen auf eine Kindheit in einer Familie gegen null. Dann bleibt für Emma nur eine Wohneinrichtung.

Aber noch ist es nicht so weit. Noch ist Emma bei den Dursts. Wie bei allen Krisenpflegekindern muss in den Monaten nach der Kindesabnahme geklärt werden, wie es weitergeht. Etwa fünfzig Prozent der Kinder kehren nach dieser Zeit wieder in ihre Herkunftsfamilie zurück. Für die anderen fünfzig Prozent wird eine Dauerunterbringung gesucht, entweder in Form einer Wohneinrichtung oder bei einer Pflegefamilie. Insgesamt 13.646 Kinder waren im Jahr 2016 in Österreich fremduntergebracht.

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Fünf Jahre auf ein Adoptivkind warten

Yvonne Staat und Simone De Angelis sind so eine Pflegefamilie. Die Schweizer Journalistin und der italienische Universitätsprofessor leben in Wien und wollten schon vor einigen Jahren eine Familie gründen. Trotz zahlreicher Versuche schien das nicht zu klappen. Also meldeten sich die beiden für einen Adoptionskurs an und ließen sich auf die Liste potenzieller Adoptiveltern setzen.

Das ist aber ein langer und nervenzehrender Weg, denn in Österreich gibt es viel zu viele potenzielle Adoptiveltern und viel zu wenige Adoptivkinder. 2016 wurden in Österreich gerade mal 93 Kinder zur Adoption freigegeben. Ungefähr zehnmal so viele Bewerber warteten auf den alles verändernden Anruf. Und bis zu diesem kann es dauern. Im Vergleich dazu lebten im Jahr 2016 5.223 Kinder bei Langzeitpflegeeltern.

Wer ein Adoptivkind möchte, wartet im Schnitt fünf Jahre. Wie lange man schon auf der Liste steht, ist dabei unerheblich, denn die Bewerber werden nicht chronologisch gereiht, sondern vom Referat für Adoptiv- und Pflegekinder ausgesucht. Individuell passend für jedes Adoptivkind, heißt es.

So kam es, dass auch Yvonne Staat und Simone De Angelis die Wartezeit zu lang wurde. Im Adoptionskurs lernten sie eine Frau kennen, die vier Pflegekinder hatte. Die beiden begannen zu recherchieren, meldeten sich für die modulare Ausbildung an, und schon kurz nach dem Abschluss der Ausbildung war es so weit. Das Telefon läutete. „Wir haben ein Pflegekind für Sie“, hieß es. Und wenig später zog die kleine Sunny (Name geändert) bei dem Ehepaar ein.

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Start in ins Leben mit Crystal Meth

Sunny war erst fünf Monate alt, hatte aber schon viel erlebt. „Der Vater war gewalttätig. Alkohol war im Spiel, psychische Probleme, Spielsucht des Vaters, Geldprobleme, Schulden, Obdachlosigkeit“, erzählt Yvonne Staat. „Der Mutter wurden dann von der Stadt Angebote gemacht, bevor das Kind abgenommen wurde. Ein Mutter-Kind-Haus zum Beispiel. Aber die Angebote wurden nicht angenommen, und das war letztlich der Grund, warum Sunny abgenommen wurde.“

Aber auch der Gesundheitszustand des Babys war ein Thema. Als Sunny zur Welt kam, wurde Crystal Meth in ihrem Harn festgestellt. Sie musste nach der Geburt noch drei Wochen im Krankenhaus verbringen, zur Beobachtung. Heute, mit zweieinhalb Jahren, muss sie in regelmäßigen Abständen zu Kontrollen in ein neuropsychiatrisches Zentrum. „Sunny ist fit wie ein Turnschuh“, freut sich Simone De Angelis. „Sie ist völlig gesund, und das ist wirklich ein Glück!“

Aber die Ungewissheit bleibt. Bei relativ neuen Drogen wie Crystal Meth fehlen Langzeiterfahrungswerte wie bei – zum Beispiel – Heroin. Noch lässt sich nicht sagen, ob die Droge nicht vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt psychosoziale Auswirkungen hat.

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Bei jedem einzelnen Pflegekind gibt es einen guten Grund dafür, dass es nicht bei seiner Herkunftsfamilie aufwächst. Der häufigste Grund für Kindesabnahmen ist Vernachlässigung. Aber auch Gewalt und Missbrauch können Ursachen sein.

Potenzielle Pflegeeltern müssen sich dem gewachsen fühlen und eine Vielzahl an weiteren Voraussetzungen mitbringen, wie Martina Reichl-Roßbacher, Leiterin des Fachbereichs für Pflegekinder in Wien, erklärt: „Zunächst einmal muss es überhaupt den Wunsch geben, mit einem Kind zu leben. Und dann ist eine Grundvoraussetzung, dass ich mir vorstellen kann, meine Zeit so einzuteilen, dass ich ein Kind gut versorgen kann, wie eine ganz normale Familie. Dann sind die Fragen: Wie schaut es mit dem Einkommen aus, habe ich eine Berufsausbildung, wie selbstständig und wie selbsterhaltungsfähig bin ich eigentlich? Wie schaut meine Wohnsituation aus, ist die ausreichend, dass es Rückzugsmöglichkeiten gibt? Habe ich Vorstrafen? Bin ich gesund?

Und natürlich muss man sich darauf vorbereiten, dass das Kind andere Eltern hat, andere Gene, es bringt andere Geschichten mit. Pflegekinder kommen ja immer aus Situationen, wo sie sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben.“

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90 Prozent der Pflegekinder kehren nie zu den leiblichen Eltern zurück

Eine Menge an Faktoren, die es zu bedenken gilt. Die Ausbildung, während der die Kinder- und Jugendhilfe auch die Eignung der potenziellen Pflegeeltern prüft, erstreckt sich über circa ein Jahr. Erst danach ist klar, ob Interessenten überhaupt ein Kind aufnehmen dürfen. Aber Ungewissheit ist ohnehin ein Faktor, mit dem Pflegeeltern lernen müssen zu leben. Denn grundsätzlich nehmen Pflegeeltern ein Kind für eine gewisse Zeit auf. So heißt es zumindest in den Broschüren. Tatsächlich aber ist es so, dass in Österreich neunzig Prozent der in Langzeitpflege vermittelten Kinder nie mehr zu ihren leiblichen Eltern zurückkehren.

Das liegt zum einen daran, dass bereits in der Phase der Krisenpflege abgeklärt werden soll, ob eine Rückkehr möglich ist. Und zum anderen, dass die Kinder- und Jugendhilfe sich gegen eine Rückkehr des Kindes ausspricht, wenn es erst einmal mehrere Jahre bei einer Pflegefamilie gelebt hat.

Warum das so ist, erklärt Martina Reichl-Roßbacher, Leiterin des Fachbereichs für Pflegekinder in Wien.

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Diese Haltung empört Alexander Krasser, Rechtsanwalt in Wien. Immerhin sage der Gesetzgeber, dass an einer Rückführung fortwährend gearbeitet werden soll. Krasser hat sich auf Fälle von – wie er meint – unrechtmäßiger Kindesabnahme spezialisiert.

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Für Yvonne Staat und Simone De Angelis sieht es momentan so aus, als würde Sunny bei ihnen aufwachsen können. Die beiden sprechen von ihrer „Tochter“, Sunny nennt ihre Pflegeeltern „Mama“ und „Papa“. Die leibliche Mutter ist zum letzten Mal vor einem Jahr zu einem Besuchskontakt erschienen. Seitdem ist sie abgängig. Der leibliche Vater hat nie den Kontakt zu Sunny gesucht.

Trotzdem sind Yvonne Staat und Simone de Angelis nicht Sunnys Eltern. Im Unterschied zur Adoption, bei der ein Kind rechtlich einem leiblichen gleichgestellt wird, verbleibt in der Pflege die Obsorge bei der Kinder- und Jugendhilfe. Darüber hinaus müssen Pflegeeltern regelmäßig Besuchskontakte wahrnehmen, bei denen die leiblichen Eltern ihre Kinder sehen können.

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Die Angst vor der Rückkehr des Kindes ausschalten

„Man besitzt ein Kind nicht, man begleitet es nur“, ist Krisenpflegemutter Manuela Durst überzeugt. Sie kennt die verschiedensten Varianten, immerhin hat die 34-Jährige einen leiblichen Sohn, einen Langzeitpflegesohn und ständig wechselnde Krisenpflegekinder.

Ihr Langzeitpflegekind Kenai lebt seit neun Jahren bei Manuela. „Ich habe mir nie die Frage gestellt ,Wie geht es mir dabei?‘ Wir waren diesbezüglich sehr offen. Wir haben das immer altersentsprechend mit Kenai besprochen. Und bei den Besuchskontakten sind wir anfangs so neutral wie möglich hingegangen. Ich glaube, wenn man mit der Angst lebt, das Kind könnte jederzeit wieder zurückkehren, dann überträgt man das. Ich glaube, wenn man das so ein bisschen ausschalten kann – ich weiß, das hört sich schwierig an – dann funktioniert das ganz gut, und so haben wir es immer gehandhabt.“

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Aber Gefühle lassen sich oft nicht ausschalten. So fällt es Manuela Durst auch sichtlich schwer, darüber zu sprechen, dass auch die kleine Emma irgendwann ausziehen wird. Möglicherweise in eine Wohneinrichtung, sollte sich der Verdacht erhärten, dass Emma unter einer Entwicklungsstörung leidet. Aber noch ist es nicht so weit. Noch ist nicht geklärt, wie es mit Pipilaus, wie Manuela Durst sie nennt, weitergeht. Und solange das offen ist, darf Emma weiter unter den Marillenbäumen spielen und in den Armen ihrer Mutter auf Zeit Halt suchen. 

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Das Rechercheteam

Stefanie Braunisch
Projektleitung

Stefanie Braunisch ist neugierig. Während des Journalismusstudiums an der FH Wien hat sie begonnen, im Kulturbereich journalistische Erfahrungen zu sammeln, dann hat die Neugierde doch gewonnen. In Folge hat sie zwei Jahre bei Dossier gearbeitet und versucht, alles mögliche über den Staat, Funktionsweisen und vor allem Steuergeldverschwendung herauszufinden. Jetzt ist sie investigativ für Addendum unterwegs.

Ralph Janik
Team Experten

Ralph Janik hat in Wien und Alcalá de Henares (Madrid) Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft studiert. Danach Studium in internationalem Recht und Europarecht an der Universität Amsterdam. Beruflich unter anderem wissenschaftlicher Assistent an der Universität Amsterdam und an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.

Jane Hardy
Team TV
Elisabeth Pfneisl
Team TV
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