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Wie verändert sich das Klima?
Unser Rechercheprojekt verfolgt das Ziel, für die vermutlich noch zu erwartende Debatte im Wahlkampf und darüber hinaus Grundlageninformationen zur Verfügung zu stellen, und zwar auf mehreren Ebenen. Den Hauptteil stellt eine Datenbank dar, in der jeder Österreicher nachsehen kann, wie sich das Klima in seiner Gemeinde in den vergangenen Jahren entwickelt hat und wie es sich in den kommenden Jahren entwickeln wird, je nachdem, ob sich Politik und Bürger dazu entschließen, Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen oder nicht.

Der Klimawandel, sagten Politikbeobachter am Beginn des Wahlkampfs für die vorgezogenen Wahlen am 29. September, werde darin eine entscheidende Rolle spielen. Zwar kann man derzeit noch keinen großen inhaltlichen Wettbewerb der österreichischen Parteien zu dem Thema bemerken, das mit dem Auftreten der schwedischen Schülerin Greta Thunberg und ihrer „Fridays for Future“ die internationale Politik-Debatte prägt, aber gleich zu Beginn setzten einige politische Akteure markante Zeichen. Vor allem, dass die FPÖ unter ihrem neuen Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Norbert Hofer auf das Thema Klimaschutz setzte, erschien angesichts der Tatsache, dass sein Vorgänger Heinz-Christian Strache wiederholt Zweifel am internationalen Mainstream der Klimadebatte angemeldet hatte, durchaus bemerkenswert.

Unser Rechercheprojekt verfolgt das Ziel, für die vermutlich noch zu erwartende Debatte Grundlageninformationen zur Verfügung zu stellen, und zwar auf drei Ebenen.

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Den Hauptteil der Recherchen hat unser Datenteam beigesteuert, mit dem Ergebnis, dass jeder Österreicher in unserer Datenbank nachsehen kann, wie sich das Klima in seiner Gemeinde in den vergangenen Jahren entwickelt hat und wie es sich in den kommenden Jahren entwickeln wird , je nachdem, ob sich Politik und Bürger dazu entschließen, Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen oder nicht. Diesen Berechnungen liegen historische Temperaturdaten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zugrunde. Unser Team hat aus dem Datensatz, in dem Temperaturen mit einer Auflösung von 1×1 Kilometer enthalten sind, die jeweiligen Gemeindezentren gefiltert und die Daten jeweils für diesen Punkt aufbereitet.

Grundlage dafür ist ein umfassendes Projekt, in dem die ZAMG, das Grazer Wegener Center für Klima und globalen Wandel sowie die Universität Salzburg berechnet haben, wie sich die wichtigsten Klimaindizes verändern. Die Modelle haben die Wissenschafter für zwei Zeiträume ausgewertet und für zwei Szenarien analysiert: Für die nächste Generation von 2021–2050 sowie für das Klima in etwa 50 Jahren von 2071–2100. Ein Szenario rechnet mit gleichbleibenden Treibhausgasemissionen (+4,5 °C-Szenario), eines mit der Einhaltung der Pariser Klimaziele (+1,3 °C).

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In einem zweiten Teil des Projektes kontextualisieren wir die aktuelle Klimadebatte historisch und zeigen den Verlauf der internationalen sowie der österreichischen politischen Auseinandersetzung. Der Blick zurück zeigt, dass das Thema Erderwärmung und seine wissenschaftliche Erforschung samt Prognostik mehr als hundert Jahres alt ist, dass sich aber über die Zeit die Vorzeichen der Debatte fundamental geändert haben. Während in den Anfangszeiten der Klimawandel prinzipiell als etwas Positives gesehen wurde, hat sich mit den Jahren, mit der Intensivierung des globalen Energieeinsatzes und wohl auch mit der Verbesserung der Mess- und Prognoseinstrumente der Fokus zunehmend auf die Risiken des vom Menschen beeinflussten Klimawandels durchgesetzt.

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In einem dritten Zugang schließlich versuchte unser Rechercheteam die Komplexität und Ambivalenz des Themas anhand eines einzelnen Aspekts der Debatte darzustellen. Mit der Frage, ob billiges Essen gut fürs Klima ist , wird eines der gängigen Narrative hinterfragt, demzufolge hochwertige Nahrungsmittel – darunter versteht man in der Regel solche, die auf kleinen Flächen biologisch hergestellt werden – auch gut für das Klima sind. Spoiler: nicht unbedingt.

Aber lesen Sie selbst. 

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