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Klimaskepsis ist keine Frage des Alters

Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung sagt, dass menschliches Handeln keinen Einfluss auf das Klima hat. Überraschend ist: Es gibt kaum Unterschiede zwischen den Generationen.

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04.11.2019
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Klimawandel-Skeptiker sind – anders, als es die mediale Darstellung vermuten lässt – eine Randerscheinung. Daten aus dem Eurobarometer der Europäischen Kommission zeigen, dass ihre Zahl weit geringer als die derjenigen, die den Klimawandel auf menschliches Handeln zurückführen. So sagten elf von zwölf Europäern, dass der Klimawandel ausschließlich bzw. teilweise auf menschliches Handeln zurückgeht. In Österreich ist diese Zustimmung etwas niedriger, aber dennoch die überwiegende Mehrheit. In Schweden gab es unter den Befragten niemanden, der den Klimawandel leugnete, und nur einer von 100 sah andere Gründe als menschliches Handeln verantwortlich. In Rumänien war dieser Anteil deutlich höher.

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Der Anteil der Personen, die den Klimawandel leugneten oder auch natürliche Prozesse für ihn verantwortlich machten, ist in Österreich bei den Personen mit Pflichtschulabschluss (11,8 Prozent) um etwa vier Prozentpunkte höher als bei Akademikern (8,2 Prozent).

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Betrachtet nach einzelnen Bevölkerungsgruppen in Österreich, gibt es geringfügige Unterschiede nach Altersklassen. Bei den 25- bis 39-Jährigen war der Anteil der Personen, die den Klimawandel „überhaupt nicht“ menschlichem Handeln zuschreiben, vergleichsweise höher, ebenso der Klimawandel-Leugner bei den unter 25-Jährigen.

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Deutlicher werden die Unterschiede bei der Beurteilung, wie ernst der Klimawandel als Problem sei. Hier unterscheiden sich unter 25-Jährige deutlich vom bundesweiten Durchschnitt. 42 Prozent sagten, dass der Klimawandel ein „extrem ernstes“ Problem sei. Die Annahme, dass ältere Bevölkerungsgruppen im Klimawandel kein ernstes Problem sehen, ließ sich nicht bestätigen. Sie schätzen die Lage tendenziell sogar ernster ein als 25- bis 55-Jährige.

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Die Bekämpfung des Klimawandels sehen die Österreicher tendenziell weniger bei sich selbst: Sie machen Wirtschaft und Industrie (48 Prozent) verantwortlich, gefolgt von der Europäischen Union (48 Prozent) und der Bundesregierung (41 Prozent). Eigenverantwortung sieht jeder Dritte (33 Prozent). 

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04.11.2019

Der Autor

Gerald Gartner

Gerald Gartner kuratiert, analysiert und visualisiert große Datenmengen zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen. Er lehrt an der Fachhochschule Wien. Davor war er für derStandard.at und NZZ.at in Wien tätig.

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