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Reisetagebuch: Der „Fette Bastard“ von Stockholm
4. August 2018 Randnotizen Lesezeit 1 min
Reporter Andreas Wetz hatte bestimmte Vorstellungen von Schweden – den „ganz harten Brocken“ fand er nicht. Oder anders als erwartet.

Es ist Zeit, mein vor Klischees strotzendes Bild von Schweden zu verändern. Und hey (dieses Klischee stimmt übrigens, dort grüßt man sich tatsächlich wie in den Wallander-Filmen), seien Sie ehrlich: Fühlen Sie sich nicht auch klein wenig angesprochen?

Wenn ich an Schweden denke, denke ich nicht an Ikea, sondern an Kampfjets und: Hans Huber. Der legendäre ORF-Reporter sprach vor einem Fußball-Länderspiel des österreichischen Nationalteams gegen die Schweden von einem „ganz harten Brocken“. Der Kommentar wurde Legende. Und trotzdem hatte Huber (wie ich) keine Ahnung.

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Während unseres Besuchs in Stockholm suchten Kameramann Nino und ich vergeblich nach den „ganz harten Brocken“. Alle waren überaus freundlich, niemand suchte Streit. Sogar der Weg wurde mir einmal von einem vorbeifahrenden Radfahrer erklärt, obwohl ich – auf mein Smartphone starrend – gar nicht danach gefragt hatte: „When in doubt, don’t ask Google Maps, trust the locals.“

Auch Kampjets bekamen wir nicht zu Gesicht, weder „Draken“ noch „Viggen“ noch „Gripen“. Dafür SIPRI, das weltweit wohl anerkannteste Institut für Friedensforschung und faktenbasierte Analyse der Rüstungsindustrie. Einer der Forscher dort, der Niederländer Pieter Wezeman, sprach mit uns vor der Kamera dazu. Im Hauptquartier des Instituts, einem ehemaligen Armeegebäude. Ausgerechnet.

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Ist in Schweden wirklich nichts, wie es scheint? Nicht ganz. Wenigstens beim Essen nennt man dort die Dinge beim Namen. In der Burger-Bar am Norr Mälarstrand heißt der Burger noch, wie er ist: „The Fat Bastard“. 

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