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Wie viele Menschen wie Sie Krebs haben – und ihn überleben

Jeder 25. Österreicher lebt mit einer Krebsdiagnose. Wie häufig Erkrankungen festgestellt werden, hängt wesentlich von Geschlecht und Alter ab. Hier sehen Sie, wie oft Menschen wie Sie betroffen sind, und wie es aktuell um Überlebenschancen steht.

Wählen Sie Ihr Geschlecht und Ihre Altersgruppe aus, um das Krebsrisiko für Menschen in Ihrer Lebensphase zu berechnen. Sie erfahren, wie viele Menschen mit der Krankheit leben, die häufigste Diagnose und die Überlebenswahrscheinlichkeit. 

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Top Kommentar

Methodik

Was ist eure Datenquelle?
Die Statistik Austria hat das das Krebsregister für Addendum im Detail zur Krebsprävalenz und zur relativen Überlebensrate ausgewertet. Die Prävalenzdaten sind per Stichtag 31.12.2015 zu betrachten. Basis dafür sind die gesetzlich verpflichtenden Krebsmeldungen. Sie enthalten Informationen zu Krebserkrankung, Alter, Geschlecht und Wohnort der Patienten.

Was bedeutet Prävalenz?
Als Krebsprävalenz werden der Anteil bzw. die Anzahl der Personen bezeichnet, die mit einer vorangegangenen Krebsdiagnose zu einem bestimmten Zeitpunkt am Leben sind. Darin enthalten sind alle Krebsdiagnosen – unabhängig vom Gesundheitsstatus der Person. Berechnet werden die Zahlen aus dem österreichischen Krebsregister und einer Nachverfolgung der registrierten Personen und ihres Überlebensstatus. Im ersten Schritt der Visualisierung wird die Anzahl der Personen mit Malignomen dargestellt. Im zweiten Schritt der Visualisierung wird die Anzahl der Malignome als Basis für die Berechnung der häufigsten Diagnosen herangezogen. Das ist nötig, weil Personen auch an mehreren Malignome erkranken können.

Wie ergibt sich die Überlebenswahrscheinlichkeit?
Wir visualisieren die fünfjährige, relative Überlebensrate. Diese stellt das Überleben von Krebspatienten jenem der Gesamtbevölkerung gegenüber und berücksichtigt dabei die Alters- und Geschlechtsverteilung. Eine Überlebensrate von 100 Prozent würde bedeuten, dass die Sterblichkeit von Erkrankte genauso hoch ist wie jene der allgemeinen Bevölkerung gleichen Alters und Geschlechts.

Welche Spezialfälle sind hier zu berücksichtigen?
Bei Darmkrebs wird bei den Lokalisationen nach Dickdarm sowie nach Dünndarm unterschieden. Wir beziehen uns mit unseren Zahlen ausschließlich auf den häufigeren Dickdarmkrebs. Gleiches gilt für Gebärmutterkrebs: Hier würde bei der Lokalisation zwischen Gebärmutterkörper und Gebärmutterhals unterschieden werden. Wir beziehen uns ausschließlich auf den Gebärmutterkörper.

Wie sind die Krebsstadien zu verstehen?
Im Österreichischen Krebsregister wird die Einteilung der Tumorstadien in drei Kategorien vorgenommen:

  • lokalisiertes Tumorstadium: Tumor auf das Ursprungsorgan beschränkt – bei uns als „lokal“ bezeichnet
  • regionalisiertes Tumorstadium: Tumorausbreitung in unmittelbar benachbartes Gewebe und/oder in regionale Lymphknoten, jedoch keine Fernmetastasen – bei uns als „regional“ bezeichnet
  • disseminiertes Tumorstadium: nachgewiesene Fernmetastasen – bei uns als „fortgeschritten“ bezeichnet

Wie wäre es mit etwas Transparenz? 
Den vollständigen Code zur Berechnung aller Ergebnisse inklusive der Rohdaten können Sie hier einsehen.

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Das Rechercheteam

Stefanie Braunisch

Stefanie Braunisch ist neugierig. Während des Journalismusstudiums an der FH Wien hat sie begonnen, im Kulturbereich journalistische Erfahrungen zu sammeln, dann hat die Neugierde doch gewonnen. In Folge hat sie zwei Jahre bei Dossier gearbeitet und versucht, alles mögliche über den Staat, Funktionsweisen und vor allem Steuergeldverschwendung herauszufinden. Jetzt ist sie investigativ für Addendum unterwegs.

Gerald Gartner

Gerald Gartner kuratiert, analysiert und visualisiert große Datenmengen zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen. Er lehrt an der Fachhochschule Wien. Davor war er für derStandard.at und NZZ.at in Wien tätig.

Timo Küntzle

Timo Küntzle, geboren 1974 in Karlsruhe, ist Journalist und hat ein Diplom in Agrarwissenschaften. Nach seinem Studium (Fachrichtung Pflanzenbau) und einem Redaktions-Volontariat, arbeitete er als Redakteur und Reporter für die Nachrichtenredaktionen von Puls 4 und Servus TV, später als Moderator und Gestalter für das Wissensformat „Na Servus – das Wetter auf Servus TV“ sowie für „Servus am Morgen“. Zuletzt schrieb er regelmäßig Beiträge für das Ressort „Wissen und Innovation“ der Tageszeitung „Die Presse“.

Elisabeth Woditschka
Markus „Fin“ Hametner

Markus Hametner hat Informatik studiert, baut seit 2011 Brücken zwischen Technologie und Journalismus und beschäftigt sich seit 2014 als Datenjournalist mit internationalen Datenrecherchen und interaktiven Visualisierungsformen. In seiner Freizeit betreibt er als Mitgründer des Forum Informationsfreiheit die Plattform FragDenStaat.at und trägt erfolgreich Rechtsstreite mit Behörden aus, die Auskünfte verweigern.

Danijel Beljan
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Das Rechercheteam

Stefanie Braunisch

Stefanie Braunisch ist neugierig. Während des Journalismusstudiums an der FH Wien hat sie begonnen, im Kulturbereich journalistische Erfahrungen zu sammeln, dann hat die Neugierde doch gewonnen. In Folge hat sie zwei Jahre bei Dossier gearbeitet und versucht, alles mögliche über den Staat, Funktionsweisen und vor allem Steuergeldverschwendung herauszufinden. Jetzt ist sie investigativ für Addendum unterwegs.

Gerald Gartner

Gerald Gartner kuratiert, analysiert und visualisiert große Datenmengen zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen. Er lehrt an der Fachhochschule Wien. Davor war er für derStandard.at und NZZ.at in Wien tätig.

Timo Küntzle

Timo Küntzle, geboren 1974 in Karlsruhe, ist Journalist und hat ein Diplom in Agrarwissenschaften. Nach seinem Studium (Fachrichtung Pflanzenbau) und einem Redaktions-Volontariat, arbeitete er als Redakteur und Reporter für die Nachrichtenredaktionen von Puls 4 und Servus TV, später als Moderator und Gestalter für das Wissensformat „Na Servus – das Wetter auf Servus TV“ sowie für „Servus am Morgen“. Zuletzt schrieb er regelmäßig Beiträge für das Ressort „Wissen und Innovation“ der Tageszeitung „Die Presse“.

Elisabeth Woditschka
Markus „Fin“ Hametner

Markus Hametner hat Informatik studiert, baut seit 2011 Brücken zwischen Technologie und Journalismus und beschäftigt sich seit 2014 als Datenjournalist mit internationalen Datenrecherchen und interaktiven Visualisierungsformen. In seiner Freizeit betreibt er als Mitgründer des Forum Informationsfreiheit die Plattform FragDenStaat.at und trägt erfolgreich Rechtsstreite mit Behörden aus, die Auskünfte verweigern.

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