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Im Kontext: Landflucht – Wenn Dörfer sterben

19.11.2018

Im Sommer 2017 präsentierte die Bundesregierung einen sogenannten Masterplan für den ländlichen Raum. Ziel des Plans: die Abwanderung aus den ländlichen Regionen in die Städte zu stoppen. Doch lässt sich ein seit Jahren andauernder gesellschaftlicher Trend so einfach aufhalten?

Die „Im Kontext“-Reporter reisen durchs Land und besuchen Gemeinden, die mit Abwanderung und Überalterung zu kämpfen haben.

Die Gemeinde Pfafflar im Tiroler Bschlabertal zählt 112 Einwohner. Bürgermeister Bernd Huber kämpft seit anderthalb Jahrzehnten um das Überleben seines Heimatorts. Mit 23 Jahren war er Österreichs jüngster Bürgermeister. 15 Jahre später ist die Aufbruchstimmung der Ernüchterung gewichen: „Pfafflar ist ein Geisterdorf.“ Ans Aufgeben denkt Huber dennoch nicht. Er hat den Ausbau des Breitband-Internets vorangetrieben, und erst vor wenigen Wochen hat sich eine junge Familie im Ort angesiedelt, die sich zum Ziel gesetzt hat, Touristen ins idyllische Tal zu locken.

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Das Waldviertel zählt traditionell zu den strukturschwachen Regionen Österreichs. Immer mehr junge Menschen zieht es nach Wien. In der Gemeinde Speisendorf gab es früher Schuster, Bäcker, Greißler und Fleischer. Heute gibt es im Ort kein einziges Geschäft mehr. In der 700 Jahre alten Kirche finden nur noch zweimal im Monat Gottesdienste statt. Einziger Hoffnungsschimmer: Vor kurzem hat ein Heuriger im Dorf eröffnet. Nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für Ausflügler aus der Stadt ein beliebtes Ziel.

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Hüttenberg lebte über Jahrhunderte vom Abbau des Eisenerzes. Seit der Schließung des letzten Bergwerks vor 40 Jahren geht es mit dem Ort stetig bergab. Kaum ein Ort in Österreich ist stärker von Überalterung geprägt als die Marktgemeinde im Norden Kärntens. Allein in den vergangenen zehn Jahren ging die Bevölkerungszahl um fast ein Fünftel zurück. Auch das Tibet-Zentrum, das vor zehn Jahren mit Unterstützung der Landesregierung gegründet wurde, konnte den Niedergang des Ortes bislang nicht stoppen.

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Im Weltkulturerbe-Ort Dürnstein in der Wachau leben viele vom Tourismus. Die Donauschiffe spucken jeden Tag hunderte Besucher aus, die durch die mittelalterlichen Gassen des Ortes strömen. Für die Bürger von Dürnstein bedeutet der Ansturm einerseits gute Geschäfte, andererseits fühlen sich viele in ihrem Ort zunehmend unwohl. Nur noch rund 90 Menschen wohnen in der Altstadt von Dürnstein, vor allem alte Leute. Der Bürgermeister der Gemeinde hofft auf eine Trendwende. Woher die kommen soll, weiß allerdings auch er nicht.

Wie lässt sich die Landflucht aufhalten? Sind aufwendige Infrastrukturmaßnahmen wie teure Investitionen in Glasfasernetze überhaupt sinnvoll, oder sollten die Gelder eher in den städtischen Wohnbau fließen, um bessere Bedingungen für die steigende Bevölkerung in urbanen Räumen zu schaffen? 

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19.11.2018

Das Rechercheteam

Gerald Gartner
Projektleitung

Gerald Gartner kuratiert, analysiert und visualisiert große Datenmengen zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen. Er lehrt an der Fachhochschule Wien. Davor war er für derStandard.at und NZZ.at in Wien tätig.

Danijel Beljan
Team Daten
Markus „Fin“ Hametner
Team Daten

Markus Hametner hat Informatik studiert, baut seit 2011 Brücken zwischen Technologie und Journalismus und beschäftigt sich seit 2014 als Datenjournalist mit internationalen Datenrecherchen und interaktiven Visualisierungsformen. In seiner Freizeit betreibt er als Mitgründer des Forum Informationsfreiheit die Plattform FragDenStaat.at und trägt erfolgreich Rechtsstreite mit Behörden aus, die Auskünfte verweigern.

Linda Kettler
Team TV

Linda Kettler, geboren 1972 in Reykjavik, hat Sprachen und Literatur in Island, Deutschland, Frankreich und England studiert. Sie blickt auf eine 18-jährige Karriere bei ORF, ATV und ServusTV als Gestalterin, Redakteurin, TV-Producerin und Regisseurin im Bereich TV-Magazin, Show, Reportage und Dokumentation zurück. Seit einigen Jahren unterrichtet sie TV-Beitragsgestaltung als nebenberufliche Lektorin auf universitärem Niveau in Österreich.

Moritz Moser
Team Recherche
Stefanie Stocker
Team Recherche

Nach Abschluss des Masterstudiums „Digital Publishing“ an der Oxford Brookes University hat Stefanie Stocker als Trainee im digitalen Marketing bei Holtzbrinck ePublishing gearbeitet. Zuvor hat sie Journalismus und Medienmanagement an der FH Wien studiert und das Multimedia-Kolleg an der Graphischen absolviert. Außerdem hat sie journalistische Erfahrung bei Der Spiegel, Die Furche und dem Fleisch Magazin gesammelt.

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Folgende Artikel gehören zum Projekt 063 Landflucht

063_01 Gelesen

Warum Gemeinden wachsen oder schrumpfen

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063_02 Gelesen

Wohin zieht das Land?

Daten
063_03 Gelesen

Wider die Landflucht: Welche Gemeinden ihre Jugend zurückholen

Datenmit Video
063_04 Gelesen

Vom Weggehen und Zurückkehren

mit Video
063_05 Gelesen

Land unter

063_06 Gelesen

Am Ende der Negativspirale steht das tote Dorf

mit Video
063_07 Gelesen

Im Kontext: Landflucht – Wenn Dörfer sterben

TV-Reportage

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