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Belesene Weihnachten mit der Addendum-Redaktion
19. Dezember 2017 News Lesezeit 15 min
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Bücher gehören seit jeher zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken. Das mag auch daran liegen, dass sie sich gut als „Last-minute“-Gaben eignen. Sie sind schnell verfügbar, lassen den Geber in einem mild-intellektuellen Licht erscheinen und erwecken den Eindruck, da habe sich einer besondere Gedanken gemacht. Letzteres stimmt natürlich oft nicht, denn wie jeder von uns aus eigener Erfahrung weiß, verschenkt man nicht nur Bücher, die man selbst gelesen hat. Und hier beginnt der riskante Teil des Bücherschenkens: Was, wenn das Buch nicht hält, was der Klappentext verspricht? Was, wenn sich der Titel, der auf den ersten Blick zum Beschenkten passt, im Gesamtzusammenhang des Buches als Beleidigung herausstellt?

Da hilft nur eines: Rat suchen bei Menschen, die Bücher gelesen haben. Die Addendum-Redaktion bietet deshalb einen speziellen Büchergeschenkservice an: Redaktionsmitglieder empfehlen Bücher. Nachdem es beim Schenken um den Beschenkten geht und nicht um den Schenker – oh! –, folgt die Einteilung unserer Empfehlung nicht unseren Präferenzen, sondern einer angenommenen Typologie potenzieller Beschenkter. Statt „Interessant, was der Fleischhacker liest“ lautet die Devise also: Das hier wäre eine gute Wahl für einen Melancholiker, einen Nerd oder auch, wenn es das noch gibt, für einen Romantiker.

Wir hoffen, es ist etwas für Sie, äh, für Ihre zu Beschenkenden dabei.

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Büchergeschenke für Romantiker

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Hanser Verlag
Fischer Verlag
Hanser Verlag
Jazzybee Verlag
Rowohlt Verlag

Orhan Pamuk: Die rothaarige Frau

Es kommt, wie es kommen muss: Die Geschichte holt den jungen Mann, der eigentlich Schriftsteller werden wollte, von seinem Vater im Stich gelassen wurde, möglicherweise seinen Ersatzvater tödlich verletzt und als Sechszehnjähriger mit einer geheimnisvollen Frau zu tun hatte, die zu seinem doch wieder aufgetauchten Vater eine sehr direkte Verbindung gehabt haben wird, am Ende ein. Er wird doch nicht Schriftsteller. Sondern Bauunternehmer. Und auch sonst geht alles schief.

Michael Fleischhacker

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Eva Illouz: Why Love Hurts

Illouz zeigt mit ihrer soziologischen Brille, wie ökonomische Rahmenbedingungen unser Beziehungsverhalten beeinflussen. Es ist eben kompliziert. Und ja, der Titel ist nicht gut gewählt, aber bitte nicht abschrecken lassen. Er passt auch gar nicht so recht zum Inhalt. Verlage wollen eben ihre Bücher verkaufen, und da muss das Cover anscheinend bisweilen reißerisch sein.

Ralph Janik

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Marina Keegan: Das Gegenteil von Einsamkeit

Keegans Geschichtensammlung wurde posthum von Freunden und Verwandten zusammengestellt. Ihre Essays handeln von Liebe, Freundschaft, Familie und Hoffnung und sind geprägt von unerschütterlicher Romantik. Keegans Geschichten wirken teilweise wie aus ihrem Universitätsleben herausgegriffen, realistisch und ehrlich zeigt sie auch die Gedankenwelt von vielen Twenty-something-Studenten, die erst lernen, was Erwachsen zu sein eigentlich bedeutet, wenn man lieber romantischen Tagträumen, Büchern oder illusorischen, hoffnungsvollen Zukunftsvisionen nachhängt und noch gar nicht richtig verstanden hat, dass Miete zahlen nicht reicht, um als erwachsen durchzugehen.

Stefanie Braunisch

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Woody Allen: Getting Even

Ja, Woody Allen schrieb einst Bücher. Genauer gesagt, Kurzgeschichten, die in mehreren Bändern erschienen. Auch wenn man sich heute etwas schlecht dabei fühlt, Allens Werke zu konsumieren, sind seine Erzählungen von damals kurzweilige, semi-anspruchsvolle Unterhaltung.

Elisabeth Oberndorfer

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Bruce Springsteen: Born to Run

Wie wird man eigentlich Rockstar? Einer, der es wissen sollte, Bruce Springsteen, gibt in seiner Autobiografie ausführlich Anleitung. Mit allen Details, die dazu gehören: Seinem Hang zum unsteten Leben, Kneipenschlägereien, unzähligen Gigs und seiner Liebe zu Elvis und den Rolling Stones. Für Musikinteressierte, die noch nicht wissen, dass es eine Bühne abseits von Castingshows gibt.

Andreas Wetz

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Gottfried Keller: Die Leute von Seldwyla

Mit seinem Novellenzyklus aus dem Jahr 1856 entführt der Schweizer Autor den Leser in das fiktive Dorf Seldwyla. Ein wunderbares Werk, das einen mit seiner Unbedarftheit und seinem Humor packt und ins Traumland schickt. Perfekte Lektüre für die kalte Jahreszeit.

Mathias Dechant

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Charles Dickens: A Tale of Two Cities

One of the most beautiful books ever written. It juxtaposes all that is beautiful and all that is evil in a society in an unforgettable masterpiece.

Jane Hardy

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Elfriede Jelinek: Die Liebhaberinnen

Wer gerne liest, wie Mann und Frau nach diversen Irrungen und Wirrungen zusammen- und damit ihr Glück finden, hat meistens bereits reichlich dieser Geschichten konsumiert und keinerlei Schwierigkeiten, Nachschub zu finden. Wer das gewohnte Muster ein bisschen variieren möchte, kann Elfriede Jelineks Roman „Die Liebhaberinnen“ versuchen und sich Gedanken darüber machen, ob sich die Protagonistin Brigitte, deren Lebensziel es ist, über einen sozial bessergestellten Mann den Aufstieg zu erreichen, wirklich so sehr von weiblichen Hauptfiguren in anderen Liebesromanen unterscheidet.

Lucia Marjanović

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Buchgeschenke für Melancholiker

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Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben

Eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, erbarmungslos und erschütternd in ihrer emotionalen Wucht. Vier Freunde, New York; im Zentrum steht der höchst intelligente, charismatische aber zugleich innerlich zerbrochene Jude St. Francis. Stück für Stück erfährt man von den Traumata, die sein Leben prägen. Die Tatsache, dass das Lesen dieser Zeilen teils kaum auszuhalten ist, macht es zu dem, was es ist: ein wenig Leben.

Anna Schneider

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Anne Rice: Interview with the Vampire

Das Dasein von Vampiren ist auf die Nacht beschränkt, und weil sie unsterblich sind, hat nie etwas ein Ende. Sie haben kein richtiges Leben, sondern nur ein untotes Dasein, das keinen moralischen Regeln mehr unterliegt.

Interview mit einem Vampir erzählt die Geschichte von einem Wesen, das an seiner Existenz festhält, obwohl sie ihm nicht mehr zu bieten hat als Schmerz, Trauer und Einsamkeit und niemals auch nur durch einen einzigen Sonnenstrahl erhellt wird.

Lucia Marjanović

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Paula Köhlmeier: Maramba

Wunderbare, sensible, fantastische Prosastücke. Kurze, und dennoch nicht weniger tiefe Einblicke, Lichtblitze, Eindrücke. Wer das sucht, ist hier goldrichtig.

Mathias Dechant

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Loung Ung: First they Killed my Father

A true story written in the first person of a young girl who survived the brutal Khmer Rouge Regime.

Jane Hardy

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Stefan Zweig: Die Welt von Gestern

Zweig sammelt noch einmal Eindrücke vom Beginn seiner Schriftstellerkarriere. Wie nebenbei entsteht dabei das Gesellschaftsbild der Jahrhundertwende, die zukunftsträchtige Weltsicht der Zeit und ihres aufgeklärten Kunstgeistes. Aus heutiger Sicht wirken manche Aspekte richtiggehend naiv, lösen in den Kontext gesetzt wie Die letzten Tage der Menschheit von Kraus aber fast schon Beklemmungen aus. Der Untertitel „Erinnerungen eines Europäers“ zeigt die Tonalität und eine Geisteshaltung, die auch heute oftmals wieder wünschenswert erscheint.

Stefanie Braunisch

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Steve Martin: Born Standing Up: A Comic’s Life

„I have heard it said that a complicated childhood can lead to a life in the arts. I tell you this story of my father and me to let you know I am qualified to be a comedian.“ Steve Martins Memoiren über seine Kindheit und die Anfänge seiner Karriere sind mehr zum Weinen als zum Lachen. Und ein Hinweis dafür, dass guter Humor oft großem Schmerz zu verdanken ist.

Elisabeth Oberndorfer

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Roger Willemsen: Der Knacks

Der Knacks, das ist die Sollbruchstelle eines jeden – zumindest melancholischen – Lebens, mit der alles irgendwann irgendwie anders wird. Der Autor arbeitet seinen eigenen Knacks auf, den Tod seines Vaters. Willemsen war damals 15. Todesursache Krebs (wie auch letzten Februar bei Willemsen selbst). Der Schreibstil ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig – an manchen Stellen hat man das Gefühl, Willemsen hat einfach nur abgetippt, was ihm gerade durch den Kopf gegangen ist.

Ralph Janik

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Simon Montefiore: The Court of the Red Tsar

This book offers gruesome insights into the inner workings of the court that surrounded Stalin, how petrified his followers were of him, and how he rose to power and was able to retain that power for so long. Telling is the chilling anecdote of how he died, and how the members of his entourage were too afraid to even approach the corpse.

Jane Hardy

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Judith Schalansky: Taschenatlas der abgelegenen Inseln

50 Inseln, viele zur Gänze und manche zum Teil verlassen, oder gar nie besiedelt. Die vielfältigen Gründe für die Einsamkeit werden liebevoll dargestellt, eingeteilt nach geografischen Regionen. Zum Fliehen.

Mathias Dechant

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Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit

„Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.“ Jules und seine beiden Geschwister werden jäh aus ihrem behüteten Familienleben gerissen, als ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Benedict Wells erzählt schnörkellos, knapp und sorgfältig eine Geschichte von Liebe, Verlust und Einsamkeit.

Anna Schneider

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Michel Houellebecq: Die Möglichkeit einer Insel

Generell sollte man eigentlich alles von Houellebecq lesen, sein Schreibstil ist einfach unerreicht. Auch scheinbar Nebensächliches beschreibt er mit unvergleichlicher Präzision, und auch wenn er vom Hauptthema abschweift, trägt das Buch die ganze Zeit eine gewisse Emotion mit. „Die Möglichkeit einer Insel“ ist sein möglicherweise dystopischstes Buch und handelt davon, wie die Menschheit sich selbst obsolet macht.

Stefan Schett

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Dave Eggers: The Circle

Im Mittelpunkt des Romans von Dave Eggers steht die mächtige Internet-Firma The Circle, die durch umfassende Transparenz und Überwachung zunehmen soziale Kontrolle erzeugt. Im Laufe des Romans erinnert diese Firma immer mehr an die aktuell dominanten Player des Internets: Google, Facebook und Co.

Michael Mayrhofer

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Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben

Wohl ziemlich sicher das Buch des Jahres 2017. Egal ob man sich mit dem selbstquälerischen Zufallsanwalt Jude St. Francis, mit dem einfühlsamen Schauspielstar Willem Ragnarsson, mit dem überforderten Künstler Jean-Baptiste Marion oder mit dem pragmatischen Architekten Malcolm Irvine identifiziert: Der Roman gehört zu den Büchern, die das Risiko kurzfristiger lesebedingter Persönlichkeitsschwankungen in sich bergen.

Michael Fleischhacker

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Büchergeschenke für Nerds aller Art

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Ethan Phillips und William J. Birnes: Das offizielle Star Trek-Kochbuch

Wer schon immer einmal eine klingonische Blutpastete backen und dazu die Tafel passend stylen wollte, ist mit diesem Buch gut bedient. Wahre Fans lassen sich nicht durch die Exotik der Rezepte abschrecken (woher bekommt man bitte in Europa „selbstaufgehendes Backmehl“, Melasse oder „flüssigen Rauch“?). Wer es weniger klingonisch mag, kann sich an hübschen Bildern von Captain Kirk und den anderen erfreuen oder ein nicht-klingonisches Rezept ausprobieren. Manche sind durchaus brauchbar. Jedenfalls besser als die aus dem Star-Wars-Kochbuch, was soll man machen.

Lucia Marjanović

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Karl Leopold von Lichtenfels: Lexikon des Überlebens

Auch wenn der Weltuntergang nun doch nicht kommt: „Das Lexikon des Überlebens“ setzt sich auf fast 500 Seiten mit Überlebenstechniken auseinander, die nicht nur nach Nuklearangriffen oder Meteoriteneinschägen behilflich sein können. Wenn der Beschenkte wissen will, wie man eine Schulter auch ohne Arzt wieder einrenkt, oder ob das Trinken von Oberflächenwasser wirklich eine gute Idee ist: Das „Handbuch für Krisenzeiten“ ist die erwachsene Alternative zum schlauen Buch von Donald Ducks Neffen Tick, Trick und Track.

Andreas Wetz

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Jakob Nolte: Schreckliche Gewalten

Schrieben David Lynch und Quentin Tarantino gemeinsam ein Buch, dieses wäre es. Als ästhetisches Gegenprogramm zur gängigen Gegenwartsprosa zeigt Nolte in einfallsreichster Weise, wie man schließlich auch schreiben kann. Um es mit einem Zitat aus dem Buch zu beschreiben:

2 Arten zu sterben.

Peng peng peng

Bla bla bla“

Anna Schneider

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Henry Kissinger: On China

A fascinating account of the history of China, from a person who actively participated in history in the making. This book helps you to see China today through new lenses.

Jane Hardy

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Dan Lyons: Disrupted: My Misadventure in the Start-Up Bubble

Der Tech-Journalist Dan Lyons erzählt in diesem Buch eine fiktive Geschichte, die das Arbeitsleben im Silicon Valley wahrheitsgetreu nachzeichnet: absurd, übertrieben und altersdiskriminierend.

Elisabeth Oberndorfer

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Heinrich August Winkler: Zerbricht der Westen?

Der Haushistoriker der Deutschen hat gewissermaßen als Aktualisierung seiner zum Bestseller gewordenen „Geschichte des Westens“ eine Analyse der aktuellen Entwicklungen zwischen Brexit, Trumps Amerika und der Entwicklung in Richtung gelenkte Demokratie in Ostmitteleuropa vorgelegt. Falls wer einen Beweis dafür sucht, dass wir den Blick immer voraus in den Spiegel richten sollten, findet er ihn hier.

Michael Fleischhacker

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Winston S. Churchill: Der Zweite Weltkrieg

Wer glaubt, über den zweiten Weltkrieg schon vieles zu wissen, dem sei Winston Churchills Werk ans Herz gelegt. Ein historischer Abriss, wenngleich so spannend wie ein Thriller.

Mathias Dechant

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Robert Massie: Nicholas and Alexandra: The Fall of the Romanov Dynasty

A beautifully written book detailing the lives, the characters, and the events that lead to the deposition of the last Tsar of Russia, and the subsequent murder of his entire family. This book reads like a novel.

Jane Hardy

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Henry Kissinger: Weltordnung

Der frühere Außenminister der USA erklärt die Welt. Ob in eigenen Kapiteln über Staaten wie Korea, China oder den Iran oder in eigenen Abschnitten zu Themen wie nuklearer Abschreckung – „Weltordnung“ ist ein großes Stück Realismus, auch wenn Kissingers Rolle bis heute umstritten ist.

Stefan Schett

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Dan Ariely: Predictably Irrational

Es soll ja immer noch Menschen geben, die an den homo oeconomicus und die menschliche Vernunft glauben. Ihnen möge man dieses Buch schenken. Dan Ariely zeigt leicht nachzollziehbar und mit der richtigen Prise persönlichem Bezug, welchen und wie vielen kognitiven Verzerrungen (biases) wir tagaus, tagein unterliegen.

Ralph Janik

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Hunter S. Thompson: Die Odyssee eines Outlaw-Journalisten. Gonzo-Briefe 1958–1976

Die gesammelten Briefe von Hunter S. Thompson aus knapp zwei Jahrzehnten bieten Einblicke in den Beginn und Verlauf seiner Karriere, noch viel mehr aber in seine Psyche. Thompsons Vernarrtheit in seine Arbeit, die Suche nach der Story, aber auch der Wahnsinn seiner Arbeitsweise und deren Kompromisslosigkeit sind packend, faszinierend und reißen den Leser in Thompsons Welt mit.

Stefanie Braunisch

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Daniel Suarez: Daemon

Ein Sci-Fi-Thriller, der als einfache Detektivgeschichte anfängt und sich immer weiter steigert. Suarez nahm schon im letzten Jahrzehnt viel in seinen Büchern vorweg, was heute Realität sein könnte. Ein Buch, das man nicht weglegen will.

Stefan Schett

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Büchergeschenke für Angeber

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Maria Menounos: The EveryGirl’s Guide To Life

Die TV-Reporterin Maria Menounos erklärt in diesem Buch, wie man beim Fernsehen landet, ein Interview mit Barack Obama bekommt und die Schubladen im Badezimmer richtig sortiert. Also wirklich alles, was man über das Leben wissen muss.

Elisabeth Oberndorfer

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Hillary Rodham Clinton: What Happened

Warum Clinton die US-Präsidentschaftswahl Wahl 2016 gegen Donald Trump verloren hat, versteht sie selbst noch immer nicht – das wird im Lauf dieser persönlichen Nacherzählung ziemlich klar. Aber nachdem sie damit nicht alleine ist, macht „What Happened“ zumindest einiges als flotte Zeitgeschichte her. Wenn man amerikanischen Pathos („I failed you“ etc.) zu ertragen bereit ist, ist das ein unterhaltsamer Blick hinter die Kulissen der größten Wahlkampfmaschine unserer Welt – und auf die Menschen, die sie betreiben.

Georg Renner

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Karl Ove Knausgard: Min Kamp

Im letzten Band seines sechsbändigen autobiografischen Romanprojekts, „Kämpfen“, kommt Knausgard ausführlich auf das Buch zu sprechen, das seinem Welterfolg den Namen gab: Hitlers „Mein Kampf“ wird auf mehreren hundert Seiten analysiert. Es ist nicht zuletzt auch ein Buch über den Kampf, den der Erfolg von „Min Kamp“ gebracht hat. Inzwischen gehört Knausgard zwei Kategorien von Autoren an: jener, die man nicht mehr kritisiert und jener, die man nicht liest. Am besten also, man verschenkt alle sechs Bände auf einmal. Das macht in jeder Hinsicht Eindruck.

Michael Fleischhacker

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Nassim Nicholas Taleb: Antifragile: Things That Gain From Disorder

Taleb ist – zumindest seinem Online-Gehabe nach – arrogant, unsympathisch und ungehobelt. Außerdem sucht er ständig Streit mit allen möglichen berühmten Wissenschaftlern, die er gerne mal als „intellectual yet idiot“ bezeichnet. „Antifragile“ (deutsch Antifragilität) ist dennoch oder eigentlich gerade deswegen toll und lesenswert (wie im Übrigen auch die zwei Vorgänger, The Black Swan und Fooled by Randomness).

Ralph Janik

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Ryan Holiday: Trust me, I’m lying

Ein Typ, dessen Beruf es ist, die Medien zu manipulieren, erklärt, wie er es macht. Auch, wenn Holiday sich teilweise zu sehr selbst beweihräuchert – er weiß, wovon er spricht und bringt auch praktische Beispiele, in denen er mit einem Budgetaufwand von praktisch 0 die Medien machen ließ, was er wollte. Eine gute Erklärung der Branche in den USA, die auch in Österreich mehr und mehr relevant wird.

Stefan Schett

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Linda Robinson: Masters of Chaos: The Secret History of the Special Forces

Fällt in den europäischen Krisennachrichten der Begriff „Special Forces“, dann bleibt der Eindruck: Die USA haben Rambo losgelassen. In „Masters of Chaos: The Secret History of the Special Forces“ ist es Autorin Linda Robinson gelungen, eine weniger von Hollywood geprägte Geschichte der „Green Berets“ zu erzählen. Am Beispiel von Einsätzen in der jüngeren Zeitgeschichte macht sie klar, dass unkonventionelle Kriegsführung keine Erfindung Wladimir Putins ist, sondern dass die USA dieses Spiel schon länger spielen.

Andreas Wetz

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Karl Ove Knausgard: Sterben

Sterben ist erst der Anfang. In den sechs Bänden seines autobiografischen Projekts Min Kamp nimmt uns Karl Ove Knausgard mit auf eine rücksichtslose und radikal ehrliche Reise durch sein Leben; man lebt mit ihm, spielt mit ihm, liebt mit ihm, träumt mit ihm, stirbt mit ihm, kämpft mit ihm und raucht mit ihm. Viel. Mit dem allergrößten Vergnügen.

Anna Schneider

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Geraint Anderson: Cityboy

Die Geschichte eines Workaholics, der in der City of London das schnelle Geld sucht. Eine wahre Geschichte voller Abgründe und Koks, aber auch mit sehr viel Humor. Nach diesem Buch überlegt man sich, ob dieser Traum vom schnellen Geld noch aktuell ist.

Stefan Schett

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Duden: Fremdwörterbuch

Wer seinen Mitmenschen zeigen möchte, dass er es nicht nötig hat, sich durch allgemeinverständliche Sprache auf das Niveau der Alltagsmenschen herabzubegeben, findet im Fremdwörterbuch reichlich Inspiration.

Lucia Marjanović

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Büchergeschenke für Optimisten

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Nick Hornby: Funny Girl

„Words matter“ steht in meinem Exemplar bei der Widmung des Buches dabei. Aus gutem Grund: Barbara ist ein funny girl, anfangs sonst aber nicht viel mehr. Sonst hat sie nur Träume und Ambitionen. Die 60er sind aber nicht das beste Zeitalter, um als Frau Karriere zu machen – erst recht nicht bei der BBC. Hornby erzählt mit seinem unverbesserlichen Optimismus und Witz trotzdem die Geschichte eines Aufstiegs (inklusive Rückschlägen) und damit die historisch-fikitve Geschichte einer Emanzipation.

Stefanie Braunisch

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Joachim Meyerhoff: Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Burgschauspieler und Nordlicht Joachim Meyerhoff verbindet auch im vierten Teil seiner autobiografischen Romanreihe auf beeindruckende Weise Humor und Tragik: Der Roman„held“ hat endlich die Schauspielschule geschafft, jetzt schlägt er sich als Jungschauspieler relativ erfolglos durch. Erfolgreicher ist er bei den Frauen – und zwar bei dreien gleichzeitig. Dabei stößt er schnell an die Grenzen seiner organisatorischen wie körperlichen Möglichkeiten.

Dennis Meyer

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Carlo Strenger: Abenteuer Freiheit

Eine pointierte Erinnerung daran, dass es der Kern des Liberalismus ist, Lebenssinn und Lebensglück dem einzelnen Individuum zu überantworten. Das Abenteuer der Freiheit birgt Risiken, macht das Leben aber letztlich lebenswert. Für alle, die sich nicht so gerne dem gesellschaftlichen Kollektivismus unterordnen und lieber für sich selbst denken, leben und entscheiden.

Anna Schneider

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Richard Ford: Zwischen ihnen

Richard Ford, einer der ganz großen Autoren der Gegenwart – der erste Satz aus „Canada“ gehört zu den besten Romananfängen aller Zeiten –, hat zwei zu sehr unterschiedlichen Zeiten entstandene Porträts seiner Eltern in einem Band zusammengefügt. Die gleichzeitige Präsenz von Empathie und Distanz erzeugt einen lebensoptimistischen Grundton, in dem Autor uns sagt: Es ist, wie es ist, und es ist gut.

Michael Fleischhacker

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Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah

Adichie beschreibt ihren Weg von Nigeria bis zum Studium in Princeton mehr oder weniger retrospektiv am Ende des Studiums. Kernelement sind dabei ihre Erfahrungen mit Geschlechter- und Rassenklischees, allerdings voller Optimismus und mit einem Hauch Romantik beschrieben. Ein Buch, das perfekt ist, um in die Vielschichtigkeit von Gesellschaften und Menschen einzutauchen.

Stefanie Braunisch

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Saskia Jungnikl: Papa hat sich erschossen

Das Leben als Suizid-Hinterbliebene ist unerträglich. Dieses Buch über einen Mann und seine Tochter, die dessen Geschichte niedergeschrieben hat, macht es ein klein bisschen erträglicher und verständlicher.

Elisabeth Oberndorfer

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Henry David Thoreau: Walden oder Leben in den Wäldern

Keine dreißig Jahre alt, zieht sich Thoreau in eine Hütte an den Walden-See in Massachusetts zurück. Zwei Jahre lang. Und schreibt kunstvoll über diesen Versuch, der 1854 erschien und zum Klassiker wurde.

Mathias Dechant

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Steven Pinker: The Better Angels of our Nature

Kontra-intuitive Thesen haben ja immer etwas für sich. Pinker zufolge ist der durch täglichen Medienkonsum entstandene Eindruck einer immer gewalttätigeren Welt falsch – im Gegenteil, die Welt wird immer friedfertiger. Eine Ansicht, die nicht alle teilen. Nassim Nicholas Taleb sieht Pinker als Paradebeispiel für einen „intellectual yet idiot.“

Ralph Janik

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Paulo Coelho: Der Alchimist

Es ist natürlich eine schöne Vorstellung, dass alles gut wird, wenn man nur fest daran glaubt und sich nicht weiter darum bemüht. Wenn man dermaßen optimistisch an das Leben herangeht, dann wahrscheinlich auch an dieses Buch, das sich neben einer absurd esoterischen Geschichte durch äußerst platte Weisheiten auszeichnet. „Wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das Universum darauf hinwirken, daß du es erreichen kannst.“ Na dann ist ja alles gut. Allerdings: Der zu Beschenkende hat das Buch wahrscheinlich schon.

Lucia Marjanović

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