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Dopingfreigabe unter Aufsicht: Warum eigentlich nicht?
13. März 2019 News 7 min
Sollte man leistungsfördernde Mittel freigeben, um Sportlern den Schwarzmarkt zu ersparen? Ein Gedankenexperiment.

Nach dem Skandal im ÖSV wurde der Ruf nach mehr Kontrollen laut. Wir spielten mit Experten ein Gedankenexperiment durch. Während die einen Legalisierung „unter Laborbedingungen“ als Option sehen, befürchten andere einen „barbarischen Medizinwettbewerb“.

Ein sauberer Spitzensport ohne Doping? Das wünschen sich viele, und doch bleibt es wohl Illusion. Nach den aktuellen Fällen bei der nordischen Ski-WM ist der Langlaufsport einmal mehr in die Schlagzeilen geraten. Es scheint fast so, als wäre Doping aus manchen Bereichen nicht mehr wegzudenken.

Doch wie kann man das Dopingproblem in den Griff bekommen? Eine Möglichkeit, die man in mutigen Debatten immer wieder hört: die komplette Freigabe von leistungsfördernden Mitteln. Damit müssten Sportler nicht mehr illegal handeln und sich auf dem Schwarzmarkt versorgen, jeder hätte die gleiche sportliche Ausgangslage, und Ärzte könnten die medizinische Unterstützung der Athleten besser kontrollieren. Doch wäre das mit der Vorbildfunktion der Athleten vereinbar?

Addendum-Reporter Benedikt Morak nahm den aktuellen Fall zum Anlass, nachzufragen. Zum Beispiel beim ehemaligen Doping-Dealer Stefan Matschiner, der – unter anderem – mit Radsportler Bernhard Kohl zusammenarbeitete. Oder mit Skispringer Legende Toni Innauer, der inzwischen so etwas wie eine moralische Instanz im österreichischen Spitzensport darstellt. 

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