Im Netz der Mafia

Vor genau einem Jahr wurden der slowakische Investigativjournalist Ján Kuciak und seine Verlobte hingerichtet. Was seither geschah, ist ein realer Politthriller, der jeden Roman sprengen würde: zu abstrus, zu brutal, zu abgründig – und doch nur eine Autostunde von Wien entfernt. Eine Addendum-Spurensuche.

17.02.2019
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Update: Am 11. April soll der ehemalige Soldat Miroslav M. in einem Polizeiverhör den Mord an Ján Kuciak und seiner Verlobten gestanden haben.

Es ist Mittwoch, der 21. Februar 2018, früher Morgen. Ein bitterkalter Tag in Bratislava. Bald wird Schnee fallen. Ján Kuciak sitzt im zweiten Stock einer Großraumredaktion vor dem Schirm. Es ist der Platz am Fenster, mit Blick auf eine breite Ausfallstraße. Kuciak ist 27, er trägt Kopfhörer, lauscht klassischer Musik und klopft in die Tasten seines Computers. Kollegen mögen „Janko“. Er ist bescheiden, uneitel, immer hilfsbereit, aber zugleich analytisch brillant und hartnäckig. Mit seiner Arbeit will er das Leben der Menschen in der Slowakei ein wenig besser und gerechter machen.

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Die Mafia in der Slowakei

Aufdecker der Nation ist er noch keiner, da gibt es größere und bekanntere als ihn. Und doch will ihn jemand stoppen. Seit einiger Zeit wird er überwacht. Ein ehemaliger Geheimdienstagent, der 2003 noch Chef der slowakischen Spionageabwehr war, folgt ihm. Für Geld macht er Fotos, späht ihn aus, dokumentiert seine tägliche Routine.

Das ahnt Kuciak nicht. An diesem Morgen feilt er an der Geschichte, die ihn seit Monaten beschäftigt. Er hat Daten durchforstet, Verbindungen aufgedeckt, ein Netz geknüpft, das den Betrug mit EU-Agrarförderungen in Millionenhöhe belegen soll. Ausgehend von ’Ndrangheta-Verbindungen im Osten des Landes führt es direkt bis in den Premierpalast von Bratislava. „Die italienische Mafia in der Slowakei. Ihre Tentakel reichen bis in die Politik“, wird der Titel dieser Story später lauten. Später. Posthum.

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Ein Doppelmord in drei Minuten

Denn Kuciak und seine Verlobte Martina Kušnírová werden noch am selben Tag sterben. Erschossen um 20.21 Uhr in ihrem Häuschen, sechzig Kilometer östlich von Bratislava. Wie man heute weiß, wird sich ein ehemaliger Polizist, der sich nun als Mann fürs Grobe verdingt, dort einschleichen und fast zwei Stunden auf der Lauer liegen.

Ján Kuciak trifft am Abend mit dem Zug aus Bratislava in der nahen Bezirkshauptstadt ein. Von dort holt ihn seine Verlobte mit dem Auto ab. Das junge Paar will am 5. Mai heiraten. Für das Wochenende planen sie, ein Ehevorbereitungsseminar zu besuchen. Doch dazu kommt es nicht mehr. Innerhalb von drei Minuten wird erst die junge Archäologin mit einem Schuss in den Kopf hingerichtet. Dann zielt der Auftragsmörder mit einer modifizierten Gaspistole, Kaliber 9 mm, auf das Herz des Journalisten und feuert zwei Schüsse ab.

Im Dunkel der Nacht hetzt der Killer aus dem Haus, wählt den Weg, den er in den Wochen zuvor mindestens siebenmal ausgekundschaftet hat, um im entscheidenden Moment keinen Fehler zu begehen. Beim Fußballplatz des Dorfes erreicht er das Auto seines Komplizen. Auch bei ihm handelt es sich um einen ehemaligen Mann des Staates, einen Soldaten. Erst vier Tage später werden die beiden Leichen gefunden, fünf Tage werden vergehen, bis der Mord ganz Europa erschüttert und sechs bevor die zwei Täter mehr Honorar fordern und es auch kriegen.

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Es fehlt jegliches Motiv

Wer wollte, dass der Investigativjournalist Ján Kuciak stirbt, und warum? Im September verhaftet die Polizei im Süden der Slowakei drei Männer und eine Frau. Es sind der Killer, sein Komplize, ein Vermittler und eine ominöse Auftraggeberin, deren Geschichte später noch in weit tiefere Abgründe führen wird. Doch keiner der vier hat Kuciak gekannt, keiner hat irgendeine Verbindung zu ihm.

Es fehlt jegliches Motiv. Wer hat sie also beauftragt, ihnen mindestens 70.000 Euro für den Mord bezahlt und vor allem: weshalb? Wer eine Antwort auf diese eine Schlüsselfrage finden will, stößt eine Autostunde hinter Wien auf eine Geschichte von Macht und deren Missbrauch, auf ein Mafianetz und weitere Morde sowie auf Sex und Servilität. Es ist die Offenlegung eines verrotteten politischen Systems vor dem Hintergrund eines der aufstrebendsten Länder der Europäischen Union. Eines Landes, dessen Wirtschaft heuer mit 4,1 Prozent wächst, das boomt und prosperiert, und in dem bis zu 4.000 österreichische Unternehmen tätig sind.

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Transparenz auf allen Ebenen

Eine „Oligarchen-Demokratie“ nennt es eine, die es wissen muss, weil sie an deren Spitze stand: Iveta Radičová war von 2010 bis 2012 als erste Frau Ministerpräsidentin der Slowakei. „Oft habe ich mich dabei aber mehr wie eine Polizistin gefühlt. Ich konnte niemandem vertrauen, mir nie sicher sein, ob nicht auch einzelne meiner Minister korrupt sind. Ich musste Ausschreibungen stoppen, Autobahnausbauten, die Umstellung der gesamten IT der Behörden, weil alles von Korruption unterwandert war. Jeden Tag schuf ich mir einen Feind mehr“, sagt die einstige konservative Politikerin heute.

Als eine der ganz wenigen im Land stieg sie trotzdem sauber aus der Politik aus und kehrte als Direktorin und Soziologin an die Uni zurück. Als solche seziert sie die Ursachen dieser Korruption präzise und verortet deren Wurzeln in der kommunistischen Vergangenheit. „Wer den Staat nicht mindestens eine Stunde am Tag bestiehlt, bestiehlt seine Familie, hieß es damals. Es war für viele Menschen nach dem Einmarsch der Sowjets 1968 die einzig mögliche Replik auf ein System, das sie hassten und welches sie ohnmächtig zurückließ.“

Als Radičová später selbst an die Macht kam, verschrieb sie sich daher dem Kampf gegen die Geißel Korruption, die der Tod jeder Demokratie ist. Transparenz auf allen Ebenen, lautete das Motto. Das Amtsgeheimnis wurde aufgehoben, alle Ausschreibungen und Verträge des Staates mussten veröffentlicht werden. Sie waren fortan online einsehbar, was auch die Grundlage für Ján Kuciak und die Arbeit seiner Investigativkollegen schuf.

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Die Brotkrümel des Booms

„Können Sie sich vorstellen, wie groß der Schock damals war?“, sagt Radičová und gibt zu, dass sie sich dennoch täuschte: „Ich dachte damals, man muss nur die Gesetze ändern und die Justiz reformieren, und alles wird besser. Bis ich begriff, dass 80 Prozent von den Personen abhängt, von deren Integrität. Und was tun diese Personen seither? Sie lassen die Öffentlichkeit jeden Tag wissen, dass die Politik schmutzig ist, keiner sauber, aber sie selbst zumindest anständig genug wären, um an ihre Wähler zu denken und ihnen Brotkrümel des Booms zukommen lassen.“

Radičová spielt natürlich auf niemand anderen an als auf ihren Nachfolger als Premier: den Sozialdemokraten Robert Fico. Als sie vom Mord an Ján Kuciak erfährt, weint sie, verwundert ist sie aber nicht. „Erst kam es zur Gewalt der Worte. Journalisten wurden regelmäßig beschimpft. Premier Fico nannte sie gern anti-slowakische Huren. Jeder Krieg beginnt mit einem Krieg der Worte, jeder Mord mit dem Gedanken daran.“

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Im Sumpf der Korruption

Wer eine Ahnung davon bekommen will, was es heißt, in solch einem Land als Investigativjournalist zu arbeiten, kann sich Statistiken ansehen. Im jährlichen Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International landet die Slowakei innerhalb der EU auf dem sechstletzten Platz – gefolgt nur noch von Kroatien, Rumänien, Ungarn, Griechenland und Bulgarien.

Man kann aber auch einfach Marek Vagovič treffen. Das war Kuciaks Chef, der Mann, der ihn entdeckte und förderte und der weiter das Investigativressort der Online-Nachrichtenplattform aktuality.sk leitet.

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Die tote Katze und der Tod

Er ist ein schlaksiger Kerl, der wohlüberlegt spricht und scharf analysiert. Einer, der sich nicht einschüchtern lässt. Er berichtet von Warnungen und Drohungen, die er früher einfach wegwischte. Ihm wurden die Reifen aufgestochen, einst auch tote Katzen vor die Haustür gelegt, aufgehalten hat es ihn nicht. „Aber dass ein Kollege physisch liquidiert wird, dass man ihn und seine Verlobte in ihrem Haus hinrichtet, in einem Staat der EU, in einem Land wie dem unseren, das hätte ich für unmöglich gehalten. Erst langsam begreife ich das ganze Ausmaß dessen, woran wir Anteil haben: dass die Mafia hier mit staatlichen Organen kooperiert, mit der Polizei, die Ján vor seinem Tod durchleuchtete und diese Informationen den Mördern und deren Auftraggebern gedient haben können. Der Grad der Verbindung zwischen dem Staat und der organisierten Kriminalität erreicht ein Ausmaß, das selbst mich als langjährigen Investigativjournalisten erschüttert.“

Vagovič stand nach dem Mord wochenlang unter Polizeischutz, seine Redaktion glich einer bewachten Festung, weil keiner wusste, ob die Hinrichtung eines ihrer Journalisten der Anfang oder das Ende dieses Albtraums wäre. In Wirklichkeit aber ist die Slowakei mitten in ihm gefangen.

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Die Schöne und der Schmutz

Anfangs schien klar, dass das Mordmotiv nur in Kuciaks letztem, unvollendetem Artikel verborgen liegen könne. Unter dem Logo „Die Wahrheit stirbt nie“ veröffentlichte ihn seine Redaktion. Deren Eigentümer, die schweizerisch-deutsche Mediengruppe „Ringier Axel Springer“, ließ sie übersetzen, sodass sie in Blättern wie Welt, Bild, Blick, Le Temps, Politico, Business Insider und Newsweek um die ganze Welt ging. Wer die Story las, war fassungslos, wie unverschämt Clans der kalabrischen ’Ndrangheta in der Slowakei EU-Fördergelder absaugten und gemeinsame Sache mit der Regierungspartei Smer-Sozialdemokratie machten.

Noch unglaublicher wirkte nur noch die Geschichte der schönen Mária Trošková. Einst Nacktmodel, dann Finalistin bei „Miss Universe“, dazwischen Geliebte des ’Ndrangheta-Kopfes in der Ostslowakei, fungierte sie zuletzt als „Hauptberaterin des Staates“ im Büro des Premiers. Worin sie Robert Fico beriet, verriet dieser nie. Dass sie gemeinsam mit dem Mafioso eine Firma besaß und selbst Italiens Behörden die Slowakei vor der Ausbreitung der Mafia-Krake warnten, blieb dennoch ohne Folgen. Das Bild des leichtbekleideten Models wurde auf den Straßen und Plätzen des Landes nach Kuciaks Tod rasch zum Synonym eines Systems, das seine Bürger nackt der Mafia ausliefert. Noch nie in der Geschichte der unabhängigen Slowakei seit 1993 ist ein korrupter Richter oder Politiker gleich welcher Couleur im Gefängnis gelandet. Eine gesamte Kaste gilt als sakrosankt.

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Der Polizeipräsident und die Mafia

Ins Wanken brachten dieses System erst die größten Massenproteste seit dem Ende des Kommunismus. Fico, sein Innenminister und der Polizeipräsident versuchten, ihre Haut zu retten. In bester Mafia-Manier ließen sie nach dem Mord eine Million Euro in Cash als Belohnung auf einen Tisch packen und stellten sich wie geläuterte Schulbuben dahinter. Bis es nicht mehr ging, der Druck zu groß wurde und sie zurücktreten mussten. Und doch blieb in ihrer Welt im Schatten alles beim Alten.

Innerhalb dieses einen Jahres erfahren die Slowaken, dass Robert Fico, ihr gefallener Premier, weiterhin Chef der sozialdemokratischen Regierungspartei bleibt und nun gar das Amt des Höchstrichters anstrebt. Dass der Ex-Innenminister sich derweil im Luxushotel „Bellagio“ in Las Vegas mit Freunden vergnügt. Und dass der abgesetzte Polizeipräsident als Sonderberater für Roma-Fragen bei der neuen Innenministerin unterkam, weil angeblich nur er über die entsprechende Expertise verfüge. Bis sich herausstellt, dass sein Sohn mit einem weiteren berüchtigten Mafia-Clan eine Firma betreibt. Und dass einer der engsten Mitarbeiter des geschassten Polizeipräsidenten Ján Kuciak vor dessen Tod – auf Anordnung von wem auch immer – polizeilich durchleuchten ließ. Jede einzelne dieser Informationen würde in den meisten europäischen Ländern ein politisches Erdbeben auslösen. In der Slowakei führen sie nur mehr zu einem Kopfschütteln. Man ist einiges gewöhnt.

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Am Tatort

„Die Liebe ist stärker als die Macht des Bösen“ – dieser Satz ist mit leuchtend gelber Farbe auf ein rostiges Eisentor gemalt. Dahinter liegt das Häuschen, das Ján Kuciak und seine Verlobte herrichteten, sich darin ein Zuhause schufen und in dem sie ihren Tod fanden. Davor stehen auch heute, ein Jahr danach, immer noch Kerzen, hängen Kränze. Ján Kuciak ist nicht vergessen. Weder vor dem Tatort, noch im Rest des Landes, dem das Böse aus den Zeitungen jeden Tag aufs Neue entgegenlacht. Erst verlief die italienische Spur ins Leere. Gegen die Mafiosi aus der Ostslowakei begannen zwar Verfahren, ihre Betrugsfälle mit EU-Agrarsubventionen sind gerichtsanhängig. Doch die Auftraggeber des Mordes sind wohl anderswo zu suchen.

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Dubai an der Donau

Etwa am Napoleonspitz, hoch über den Dächern von Bratislava. Unten wird rege gebaut, wächst ein Wolkenkratzer neben dem anderen in den Himmel. „Dubai an der Donau“ schreiben Investoren listig in ihren Prospekten. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf hat Bratislava mit seiner halben Million Einwohnern Wien längst hinter sich gelassen. Kräne und Gruben verheißen Wachstum und mannigfaltige Möglichkeiten, sich einen Vorteil zu verschaffen. Besonders für einen, der sich lange unantastbar fühlte.

Einst nannten sie ihn in den Medien „Erfolgsunternehmer“, später „kontroversieller Geschäftsmann“, am Ende nur noch „mutmaßlicher Auftraggeber einer Hinrichtung“. Die Rede ist von Marián Kočner, ein beleibter Kerl, Spitzname „Brucho“, der Bauch, oder „Sviňa“, das Schwein. Zuletzt war er schlanker, trug das schwarze Haar dichter und die Hemden teurer. Hier, auf Napoleons Anhöhe, gehörte ihm ein Loft in einem protzigen Bau.

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Zwei Mafiosi, ein Premier

Bonaparte steht in hellgüldenen Lettern über dem Eingang, von wo aus eigene Lifte direkt in die elitären Wohnungen führen, mit einem Ausblick, den einst nur Napoleon genoss. Wenn es einen Ort in der Slowakei gibt, der auf kleinstem Raum all das verdichtet, wogegen Ján Kuciak kämpfte, ist es dieser. Errichtet von einem halbseidenen Mafioso, der seinen Protzbau gegen alle Vorschriften platzierte und die 4.000 Euro Strafe dafür wohl verkraftete. Prellte er doch den Staat mit fiktiven Belegen zur Steuerrückerstattung und durfte sich freuen, dass sein Geschäftspartner, der nun in Las Vegas weilende Ex-Innenminister, die Ermittlungen unterdrückte.

Bald fand der Mafioso einen besonders prominenten Mieter. Robert Fico, der mächtigste Mann im Land, bezog einen Loft von 377 Quadratmetern Wohnfläche, begleitet von 100 Quadratmetern Terrasse. Die Miete müsste 81 Prozent seines Abgeordnetengehalts ausmachen. Doch zum Auszug konnte ihn keiner mehr bewegen. Auch nicht, als ein Mann neben ihm einzog, den die Polizei seit Jahren auf ihren Mafia-Listen führt. Sie sieht in ihm einen Gangster, vielleicht einen der Paten von Bratislava. Sein Name: Marián Kočner. Fortan lebte er Tür an Tür mit dem Premier, den er duzt. „In welchem anderen Land wäre das auch nur vorstellbar?“, fragt Zuzana Petková, eine zierliche Frau, die mit Ján Kuciak häufig zusammenarbeitete. „Der Premier lebt in einem Komplex, den der eine Mafioso errichtet hat, und teilt dort die Wand wiederum mit einem anderen Mafioso, der der Drahtzieher eines Journalistenmordes sein dürfte? Als ich von Jankos Tod erfuhr, schrie ich sofort: Klar, Kočner!“

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Eine gefährliche Drohung

Obwohl sie in unterschiedlichen Redaktionen arbeiteten, half Kuciak ihr bei Recherchen, lieferte Daten und Dokumente. Mit Kočner und seinen undurchsichtigen Deals beschäftigten sich beide. Der Multimillionär betrieb fiktive Transaktionen, verschob Eigentum über Briefkastenfirmen auf Zypern und drehte an einem Steuerbetrugskarussell, das schneller lief als sein weißer Bentley, mit dem er durch Bratislava preschte.

Ján Kuciak schrieb mehr als zwanzig Artikel über diesen Mann, der Journalisten wie ihn hasste. Auf einer Pressekonferenz konfrontierte er den Oligarchen mit seinen Recherchen. Das Video der damaligen Auseinandersetzung findet sich bis heute im Netz und zeigt, wie unwirsch der Unantastbare ihn zurechtwies. Am 5. September 2017 verlor Kočner endgültig die Nerven, er rief Kuciak an und drohte ihm. Dieser zeichnete das Gespräch auf. Ein Ausschnitt:

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Kočner: Nein, Herr Kuciak. Sie sind sehr persönlich, Sie sind ein schlechter Mensch, den jemand steuert. Und glauben Sie mir, ich komme drauf, wer!
Kuciak: Sie haben nicht recht.
Kočner: Doch, doch, das habe ich. So wie Sie in nichts recht haben, habe ich es in allem. Aber Sie können sich sicher sein, dass ich mich Ihnen, Herr Kuciak, speziell widmen werde.
Kuciak: Soll das eine Drohung sein?
Kočner: Wieso? Ich sage Ihnen das ganz ruhig. Ich werde mich Ihnen, Ihrer Person, der Ihrer Mutter und Ihres Vaters und Ihren Geschwistern ganz speziell widmen.
Kuciak: Wissen Sie, wer in solche Streitigkeiten die Familie hineinzieht?
Kočner: Aber gehen Sie in den Arsch mit ihren Meinungen, bitte! Sie ziehen in diese Sachen auch meine Familie rein, ohne dass Sie es wissen. Aber ich sag’ Ihnen eins.
Kuciak: Ich mache das nicht absichtlich.
Kočner: Sobald ich irgendwelchen Schmutz bei Ihnen oder Ihrer Familie finde … noch einmal, irgendeinen Dreck, Übergriffe, Straftaten bei Ihnen und Ihrer Familie, denn jeder hat etwas unter den Fingernägeln, dann können Sie sicher sein, dass ich das wie Sie veröffentlichen werde …

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Kuciak ging damals zur Polizei, erstattete Anzeige gegen Kočner. Geschehen ist nichts. Außer dass die Polizei stattdessen ihn, Kuciak, durchleuchtete. Und Kočner einen Ex-Geheimdienstler engagierte, um ihn auszuspionieren und zu überwachen. Ein halbes Jahr später war Kuciak tot.

Die Wochen nach dem Mord an ihrem Kollegen erlebt die Journalistin Petková wie hinter einem Schleier. Nach außen funktioniert sie, irgendwie. Gibt Interviews, setzt Kuciaks Recherchen fort und liegt doch nachts wach. „Warum Janko und nicht ich?“, stellt sie sich marternd wieder und wieder dieselbe Frage, „und ist der, der einem Journalisten öffentlich droht, auch wirklich der, der ihn ermorden lässt?“

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Der Unantastbare

Kočner stolziert da noch triumphierend durch Bratislava, sagt bereitwillig in jedes Mikrofon, man solle den Auftraggeber des Mordes doch nicht in den Geschichten Kuciaks aus der Vergangenheit suchen, sondern in denen, die er vorhatte zu schreiben. Zugleich attackiert er weiter Journalisten, lässt ihnen nachstellen, sie filmen und das Material auf YouTube posten.

Kompromat nennt sich dergleichen in diesen Kreisen, also kompromittierendes Material, das Kočner sammelt und in seinem Safe verwahrt. Möglich, dass er auch welches von Premier Fico hat, wozu ein simples Abhörgerät an der Wand gereicht hätte. Die Journalistin Petková will wissen, ob auch in ihrer Wohnung Wanzen sind. Sie engagiert eine Firma aus dem Ausland, „denn die slowakischen betreiben nur Ex-Geheimdienstler, und die installieren dir eher welche, als sie zu finden.“ Dann reicht es ihr. Sie kündigt als Journalistin und steigt in die gemeinnützige Stiftung „Stoppen wir die Korruption“ ein.

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Der Austro-Boss und der Betrüger

Einer, der eine spezielle Erfahrung mit Marián Kočner machte, ist Österreicher und der Herr über den größten privaten TV-Kanal der Slowakei. Matthias Settele ist Boss von Markíza; 700 Mitarbeiter, rund 30 Prozent Marktanteil, die Muttergesellschaft CME notiert an der New Yorker Börse, der Sender lieferte zuletzt mehr als 24 Millionen Euro Gewinn im Jahr.

Seit fünfeinhalb Jahren führt Settele den Kanal, der Distanz zu Oligarchen und Politik wahrt und daher gerade für seine einstündige Hauptnachrichtensendung geschätzt wird. Settele ist ein hemdsärmeliger Manager, der Markíza in der Krise übernahm und den Turnaround schaffte. Über die Slowakei hat er in dieser Zeit viel gelernt und warnt davor, nur die Schatten zu sehen. „Für uns ist es leicht, von außen zu kritisieren. Es ist ein Land in Transformation. Es gibt beides zugleich. Die moderne Erfolgsgeschichte mit dem Westen des Landes, der reich ist und floriert, mit dem Euro, mit einer weit höheren Eigentumsquote als in Österreich. Und auch das Gegenteil existiert: Armut, Seilschaften, durch die wilde Privatisierung reich gewordene Oligarchen.“
Einer davon ist besagter Marián Kočner, der schon Ende der 90er Jahre versucht hatte, Kontrolle über den Sender zu gewinnen. 2016 tauchte er plötzlich wieder auf und präsentierte Schuldscheine über 69 Millionen Euro. Unterzeichnet worden seien sie angeblich vom ehemaligen Markíza-Eigentümer Pavol Rusko. Der galt einst als slowakischer Berlusconi, ging in die Politik, wurde Minister und fiel abgrundtief. Aktuell trägt er eine Fußfessel, und es wird nicht nur wegen dieses Falls gegen ihn ermittelt, sondern auch weil ihm ein Auftragsmord vorgeworfen wird.

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Oligarch hinter Gittern

Kočner beharrt jedoch in dreister Manier auf Einlösung der Schuldscheine, auch wenn sie nirgends in den Büchern von Markíza vermerkt sind. Müsste der Sender sie bezahlen, wäre er ernsthaft bedroht. „Doch diese Wechsel sind gefälscht und rückdatiert. Wir haben forensische und weitere Gutachten beauftragt, die das einwandfrei belegen. Nur muss man es uns vor Gericht auch beweisen lassen“, sagt Settele. Solche Gutachten wurden aber bei einem Verfahren über einen Teilbetrag nicht zugelassen – Kočner bekam in erster Instanz recht. Nachdem ihn Markíza wegen Betrugs anzeigte, ermittelt jetzt eine Spezialeinheit und nahm Kočner im Juni wegen der Fälschungsvorwürfe fest.

Seither zieht sich die Schlinge um ihn zu. Erst musste er sein Luxusappartement gegen eine dreieinhalb Quadratmeter kleine Einzelzelle eintauschen. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Sonderkommandos stürmten im September vier Wohnungen. Sie nahmen Ján Kuciaks mutmaßlichen Mörder fest, dessen Komplizen sowie einen hoch verschuldeten Geschäftsmann, der die beiden vermittelt haben soll. Die Handschellen klicken auch bei einer Frau namens Alena Z., 44 Jahre alt, der mutmaßlichen Auftraggeberin des Komplotts

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Sex, Lügen und Videos

Die zwei Killer und die Frau schweigen. Dafür spricht der Vermittler, kooperiert mit der Justiz und belastet den, der als unangreifbar galt. Er sagt, Marián Kočner sei der wahre Auftraggeber. Dieser habe Alena Z. die 70.000 Euro für den Mord an Kuciak gezahlt und weiteres Geld nachgeschossen, als die Täter aus den Medien erfuhren, wen sie eigentlich umgebracht hatten und welche Erschütterung das in ganz Europa auslöst.

Bald darauf wird bekannt, wie eng die Verbindung zwischen Kočner und Alena Z. wirklich ist. Sie, der Vamp, die angeblich einst als Callgirl in Rom arbeitete, fungiert offiziell als seine Italienisch-Dolmetscherin. Er begleicht ihre Schulden und soll Taufpate ihrer heute 15 Jahre alten Tochter sein.

Sie revanchiert sich, indem sie weiteres „Kompromat“ für ihn heranschafft. Auf ein gefälschtes Facebook-Profil lädt sie tief dekolletierte Fotos von sich in sexy Posen hoch und verwickelt bald Journalisten und hochrangige Politiker in verfängliche Konversationen. Sie gibt den Lockvogel, auf den etliche hereinfallen, die zu Hause Frau und Kinder haben, ihr gegenüber aber den hechelnden Hecht spielen. Es ist Stoff nach Kočners Geschmack, den Alena Z. ihm liefert. Das Ergebnis: Ausdrucke seitenlanger Facebook-Chats voller Peinlichkeiten, Fotos und Videos in eindeutiger Pose – mit einem Satz, Material, das sich in einen Safe legen lässt und dort darauf wartet, im richtigen Moment verwendet zu werden.

Nach und nach sickert all das in den vergangenen Monaten durch. Es wird klar, gegen wen alles Kočner, der sein Dasein weiter in der Zelle fristet, Erpresserisches in der Hand hat. Auch dank Alena Z., die wie ein Paradiesvogel all jene umschwirrte, die der Nektar der Macht betäubt. Zuletzt, so behauptet es der Vermittler, hätte Alena Z. Kočner einen weiteren Gefallen getan und über ihn Kuciaks Mörder organisiert. Schon am Tag nach dem vollzogenen Mord traf sich der Vermittler mit ihr. Erst sei sie erzürnt gewesen, als sie hörte, dass auch Kuciaks Verlobte tot ist. Dann habe sie ihm aber das vereinbarte Geld übergeben. 20.000 Euro Schuldenerlass, weitere 50.000 Euro in bar. Aufgeteilt in 500-Euro-Scheine, eingepackt in Papierservietten.

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Kuciaks Todesurteil

„Wäre das der Plot eines Polit-Thrillers, jeder Verlag würde ihn wegen zu großer Realitätsferne zurückwerfen. Dabei ist es die slowakische Wirklichkeit“, sagt Arpád Soltész, ein Aufdecker der alten Schule: „Nach allem, was aus den Einvernahmen durchsickerte, liegt es auf der Hand, dass Alena Z. und Kočner in engster Verbindung standen. Erst suchte er Schmutz gegen Kuciak, engagierte dafür einen Ex-Geheimdienstler und fand dennoch nichts. Aber griff er in Folge auch zum Äußersten? Bisher hat es für eine Anklage gegen Kočner noch nicht gereicht.“

Soltész ist in den 90er Jahren, der Zeit der wilden Privatisierung, groß geworden und das mitunter auf schmerzhaftem Wege. Ein Geheimdienstler ließ ihn verprügeln, Warnungen der besonderen Art zählten zum Alltag. „Ohne die staatliche Unterstützung damals gebe es heute in der Slowakei keine Mafia. In den Mečiar-Jahren gehörten Gewalt und selbst Mord dazu. Sie schreckten nicht einmal davor zurück, den Sohn des Präsidenten nach Österreich zu entführen.“

Heute ist vieles versteckter, weiter entfernt vom Alltag, dafür tiefer verankert in internationalen Geflechten, Briefkastenfirmen und Steuerparadiesen. „Ján Kuciak begriff das. Anfangs arbeitete er an den Panama Papers, dann schritt er immer weiter fort, erfuhr mehr und geriet tiefer in den Strudel der Machenschaften der Mächtigen. Für viele Oligarchen im Land wurde er gefährlicher als jede Polizei.“ War das auch sein Todesurteil?

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Ein Traum und eine Todesliste

Soltész sitzt in einem Büro, das mit seinen unverputzten roten Ziegelwänden einem Luxus-Startup in London oder New York gleicht. In Bratislava ist dergleichen noch billig und die Erfüllung von Ján Kuciaks letztem Traum. Ein Zentrum für Investigative Recherche, das Mitglied des OCCRP ist, dem globalen Zusammenschluss von Aufdecker-Journalisten, so etwas fehle in der Slowakei als letztem EU-Staat, beklagte Kuciak oft. Als er an der slowakischen Tranche der Panama Papers arbeitete, musste er sich die Dokumente erst mühselig von einer tschechischen Kollegin besorgen. Dass es nun dieses Zentrum gibt und es nach ihm benannt ist, bleibt nicht ohne bitteren, tragischen Beigeschmack. Soltész hofft, dass sich mithilfe von Sponsoren die Recherchen fortführen lassen, für Stoff wäre reichlich gesorgt.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Ján Kuciak nicht der Einzige war, dessen Name auf einer Todesliste stand. „Der Plan war größer. Wäre er aufgegangen, würde ich heute nicht mehr hier vor Ihnen sitzen“, erklärt Maroš Žilinka Ende Jänner den verdutzten EU-Parlamentariern eines Sonderausschusses in Brüssel, der sich mit Kuciaks Recherchen auseinandersetzt.

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Die Staatsmafia?

„Ich hätte noch vor Kuciak physisch liquidiert werden sollen. Es ist nur glücklichen Zufällen zu verdanken, dass der Plan aufflog und es nicht so weit kam.“ Žilinka ist in der slowakischen Sonderstaatsanwaltschaft Chef der Abteilung für Wirtschaftskriminalität. Auch der Name der Nummer zwei der Generalprokuratur soll auf besagter Todesliste gestanden haben.

„Vielleicht“, mutmaßt Journalist Soltész und setzt einen finsteren Blick auf, „sehen wir das ganze Bild falsch. Wir haben bisher immer von verschiedenen Gruppen gesprochen. Von Kočner, von den Politikern, von anderen Oligarchen, von mächtigen und einflussreichen Firmen. Was aber, wenn das, was wir sehen, nur die einzelnen Divisionen einer einzigen gut organisierten Pyramide sind?“

Stille im Raum. Es bleibt die ungeheure Annahme, dass sie nun einen der ihren, den lautesten, den sichtbarsten, den am tiefsten gefallenen, einen Mann namens Marián Kočner, opfern, damit der Rest des Systems am Leben bleibt. Am Ende stünde das Unaussprechliche. Die Staatsmafia.

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An Kuciaks Grab

„Oft habe ich ihn gefragt, warum er sich das alles antut“, sagt ein junger Mann, der Ján Kuciak ähnelt. „Du schläfst kaum, du arbeitest zu viel, du hast nie Zeit, ständig Sorgen, Stress und wirst auch noch bedroht. Wofür das alles?“ Der junge Mann sitzt in einem rosa ausgemalten Wohnzimmer auf einer alten Couch, vor einer in die Jahre gekommenen Wohnwand aus Holz, über der ein Bild von Jesus und der Gottesmutter Maria hängen.

Nie auf dieser Reise wirkte der Wohnkomplex Bonaparte ferner als hier im Örtchen Štiavnik, zweihundert Kilometer nördlich von Bratislava. Draußen liegt ein kleiner Hund vor der Hütte, den Ján Kuciak und seine Verlobte aus einem Tierheim befreit hatten und der Mutter zum Geburtstag schenkten. Drinnen wird der Ofen in der Küche mit Holzscheiten beheizt, darüber ruhen all die Auszeichnungen und Ehrbekundungen, welche die Eltern posthum für ihren Sohn aus der halben Welt in Empfang nahmen. Der Schnee vor den Fenstern liegt wieder so hoch wie vor genau einem Jahr, als Ján hier in seinem Heimatort zu Grabe getragen wurde. Eine weiße Marmorplatte ruht nun darauf. Davor flackern dutzende Kerzen im unbarmherzigen, kalten Wind. Auf der Grabplatte prangt auch die Plakette #AllforJan, unter der sich ein ganzes Land solidarisierte. Daneben sind die Gesichter der beiden Hingerichteten wie Ikonen in Schwarzweiß eingelassen. Eingraviert steht links davon: Mag. Dr. Ján Kuciak, geboren am 17. Mai 1990, ermordet am 21. Februar 2018. Darüber ruhen ein Kreuz und eine Füllfeder.

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„Irgendwer muss es tun“

„Und weißt du, was Janko damals auf meine Frage geantwortet hat?“, sagt der junge Mann, der sein Bruder Jozef ist. „Er hat gesagt: Ich mache es, weil es irgendwer tun muss. Weil ich daran glaube, dass es etwas verändert, es unser Land anständiger und gerechter macht. Nicht gleich, vielleicht auch nicht in ein paar Jahren, vielleicht dauert es länger, vielleicht bis zum Ende meines Lebens.“ Sein Vater hält nun die Hand der Mutter, die schluchzt. Jeden Tag besuchen sie gemeinsam das Grab des Sohnes. Jeden Tag lesen sie alles, was Zeitungen und Fernsehen über seinen Fall berichten, und wissen doch längst nicht mehr, was sie davon glauben sollen.

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Zu Hause

Einst ist ihr Sohn von diesem kleinen Ort, aus diesem engen Tal, das sie in der Slowakei auch das Tal der Hungerleider nennen, aufgebrochen in die ferne, glitzernde Hauptstadt. Er stieß dort auf eine Welt, die er nicht für möglich gehalten hätte. Immer, wenn er zurückkehrte, berichtete er von ihr, sagte dem Vater, er solle zumindest aufhören, Fico und seine Bande weiter zu wählen. Aber erst als er im Sarg ein letztes Mal heimkehrte, begriff der Vater, was der Sohn gemeint hatte. „Ein Ex-Polizist hat ihn erschossen, ein Ex-Soldat war sein Komplize. Der Polizeipräsident ließ ihn vor seiner Ermordung durchleuchten, und ein Oligarch, der den Premier duzt und der mit ihm Tür an Tür wohnte, durch einen Ex-Geheimdienstagenten ausspionieren und wohl auch ermorden“, sagt der Vater und schaut hoch zum höchsten Orden der Slowakei, den er stellvertretend für seinen Sohn nach dessen Tod vom Staatspräsidenten entgegennahm. „Sagen Sie mir bitte nur eins: Wem in diesem Land soll ich noch glauben?“  

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17.02.2019

Der Autor

Christoph Lehermayr
Investigative Recherche
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