Addendum
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Neun Tage durch Syrien – ein Lokalaugenschein
20. Januar 2019 News 7 min
Nach nahezu acht Jahren Bürgerkrieg kehrt in machen Teilen Syriens wieder so etwas wie Normalität zurück. An einen wirklichen Frieden wollen die Menschen aber noch nicht glauben, wie unser Autor auf seiner Reise feststellen musste. 

Ich hatte eine Splitterschutzweste und einen Helm mit, aber ich habe beides nicht gebraucht“, sagt Addendum-Autor Georg Gassauer, der über Weihnachten neun Tage lang Syrien bereisen konnte. Gassauer war einer der ersten westlichen Journalisten, die offiziell ein Journalistenvisum bekommen haben. Er reiste über den Libanon nach Damaskus und weiter über Homs nach Aleppo, wo er Weihnachten mit den dort verbliebenen Christen feiern konnte.

Nach wie vor herrscht in Syrien Bürgerkrieg, in vielen Regionen finden Kampfhandlungen statt, die meisten Teile des Landes sind allerdings mit Hilfe von Russland und Iran wieder unter Kontrolle der syrischen Regierung und demnach relativ sicher zu bereisen, berichtet Gassauer.

Was Georg Gassauer in Syrien vorfand, war neben komplett zerstörten Städten und völlig leergefegten Landstrichen aber auch ein Stück Normalität, die langsam wieder zurückgekehrt. „In den Städten gibt es wieder Wasser, für ein paar Stunden am Tag Strom, auf den Märkten Lebensmittel, und viele Behörden funktionieren wieder“, erzählt Gassauer.

Die Menschen, mit denen Gassauer gesprochen hat, glauben zwar noch lange nicht an einen Frieden, beginnen aber wieder vorsichtig Hoffnung zu schöpfen. Letzteres bekam Gassauer vor allem am 24. Dezember im Aleppo zu spüren, wo Christen und Muslime Weihnachten feierten und gemeinsam den Christbaum entzündeten. 

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Offenlegung und Transparenz 

Neun Tage bereiste Georg Gassauer im Dezember 2018 das Bürgerkriegsland Syrien und war somit der erste österreichische Journalist seit Jahren, der das Land offiziell bereisen durfte. Unter ständiger Begleitung von Beamten des syrischen Informationsministeriums recherchierte er für addendum.org in Gebieten, welche von den Kampfhandlungen besonders betroffen waren. Die Reise führte ihn von Damaskus über Homs nach Aleppo, wo er Weihnachten mit der christlichen Minderheit feierte.

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