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Im Kontext: Gift im Essen – Brauchen wir Pestizide?
22. Oktober 2018 Pestizide Lesezeit 2 min
Pestizide oder Pflanzenschutzmittel sind ein wesentlicher Faktor moderner Landwirtschaft. Ihre Funktion: die Ernten vor Schädlingen zu schützen. Sogar die Produktion vieler biologisch erzeugter Lebensmittel hängt am Einsatz von Giften. Spätestens seit dem Tauziehen um den Unkrautvernichter Glyphosat ist der Einsatz von Pestiziden in den Fokus der öffentlichen Debatte geraten. Umwelt- und Konsumentenschützer kritisieren ihren Einsatz heftig, fordern eine „giftfreie Landwirtschaft“. Wie gefährlich sind die chemischen Hilfsstoffe für Mensch und Umwelt? Die „Im Kontext“-Reporter ergründen Ursachen und Auswirkungen des Spritzmitteleinsatzes.

Im Jahr 2016 haben Wissenschaftler der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in über 70 Prozent aller untersuchten Lebensmittelproben Spuren von Pestiziden gefunden. Pestizide oder Pflanzenschutzmittel sind ein wesentlicher Faktor moderner Landwirtschaft. Sie kommen rund um den Erdball zum Einsatz, in Industrienationen wie Österreich ebenso wie bei den Kleinbauern Asiens und Afrikas. Als Unkrautvernichter, „Pilztöter“ oder Insektenvertilger werden sie am Feld versprüht oder auf das Saatgut aufgetragen. Ihre Funktion: die Ernten vor Schädlingen zu schützen. Sogar die Produktion vieler biologisch erzeugter Lebensmittel hängt am Einsatz von Giften.

Spätestens seit dem politischen Tauziehen um den Unkrautvernichter Glyphosat ist der Einsatz von Pestiziden in den Fokus der öffentlichen Debatte geraten. Umwelt- und Konsumentenschützer kritisieren ihre Verwendung heftig, fordern eine „giftfreie Landwirtschaft“ und den großflächigen Umstieg auf Bio-Landwirtschaft. Der Einsatz von Pestiziden in der konventionellen Landwirtschaft habe zu einem Bienen- und Insektensterben sowie zu einem allgemeinen Schwinden von Tier- und Pflanzenarten geführt. Die so erzeugten Lebensmittel stellten ein schwer kalkulierbares Risiko für die menschliche Gesundheit dar, sagen die Kritiker.

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Erntehelfer bei der Apfelernte bei Fels am Wagram
Bild: Addendum
Bild: Addendum
Apfelplantage bei Fels am Wagram
Bild: Addendum
Ein Landwirt im Weinviertel spritzt Anfang September seinen Raps im so genannten Nachauflauf-Verfahren: Nachdem die Samen gekeimt (aufgelaufen) sind, spritzt er ein Herbizid gegen Gräser und ein Insektizid gegen den Raps-Erdfloh.
Bild: Addendum

Was ist dran an diesen Vorwürfen? Können wir uns mit den Produkten moderner Landwirtschaft überhaupt noch gesund ernähren? Hat uns der Einsatz der chemischen Hilfsstoffe an den Rand eines ökologischen Kollapses geführt? Die „Im Kontext“-Reporter wollen wissen, welche Folgen der Spritzmitteleinsatz für Mensch und Umwelt hat. Sie suchen auf Feldern, in Laboren und im Forschungszentrum des weltgrößten Pestizid-Herstellers Syngenta nach Antworten. Sie sprechen mit Umweltschützern, Landwirten und Pestizid-Verweigerern. Sie fragen: Wer genehmigt den Einsatz von Pestiziden? Anhand welcher Kriterien? Wie gefährlich sind sie wirklich? Warum setzen sich so viele Bauern für Glyphosat ein? Und was würde passieren, wenn wir auf den Einsatz von Pestiziden einfach verzichten? 

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