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Wem gehören die Berge?

Viele kleine Liftgesellschaften, das war einmal. Addendum hat die größten Ski-Imperien des Landes unter die Lupe genommen und eruiert, wer dahintersteht: Es sind Familienclans, Banken und der ÖSV-Präsident.

Daten
12.02.2018
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Der Arlberg, die Skiwelt Amadé oder Saalbach-Hinterglemm und Ischgl: Wo die größten Skigebiete Österreichs liegen, ist hinlänglich bekannt. Aber wem gehören eigentlich diese immer größer werdenden Liftverbände und Zusammenschlüsse von Bergen und Tälern? Welche Firmen und Personen stecken hinter den großen Imperien? Und wie wurden aus ein paar Hängen mit ein oder zwei Schleppliften gigantische Skikaiserreiche?

Eigentümerstrukturen mit Schema

Addendum hat sich die Unternehmenskonstruktionen angesehen und versucht, die Verschachtelungen offenzulegen. Teilweise sind die Firmengeflechte weit und komplex verzweigt, nicht für alle kann ein Außenstehender eruieren, wie hoch die Umsätze wirklich sind. Auf Anfragen erhielten wir kaum Antworten. Nur wenige sind gesprächsbereit, wenn es um wirtschaftliche Kennzahlen geht. Dennoch ließ sich viel Interessantes herausfinden. Auch wenn kein Universal-Schema existiert, nach dem ein Skigebiet zum Touristenmagnet wird, so gibt es doch so etwas wie unterschiedliche Prototypen.

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Das Familien-Imperium: Die Schultz-Gruppe

Die Geschichte des Schultz-Imperiums beginnt mit Heinrich Schultz senior Ende der 1960er Jahre. Während er Direktor der Raiffeisenbank in Fügen (Tirol) war, gründete er eine private Wohnbaugesellschaft. 1978 wurde dann die erste Seilbahn in der Heimatregion in Betrieb genommen. Der erste Schritt für den Aufbau eines großen Netzwerks war damit gesetzt.

Die Wohnbau-Firma gibt es noch immer. Seit dem Tod von Gründer Heinrich Schultz vor 14 Jahren stehen dessen Kinder an der Spitze: Heinrich junior, genannt Heinz, und seine Schwester Martha Schultz leiten das Ski-Imperium, das sich von Fügen ins Hochzillertal ausgebreitet hat und mittlerweile sieben Skigebiete, darunter auch einige in Osttirol, umfasst. Dahinter stehen laut Firmenbuch knapp 30 Firmen. Im Familienunternehmen ist Martha Schultz für das Marketing verantwortlich, ihr Bruder kümmert sich um kaufmännische Aspekte. Heinz Schultz führt nebenbei noch ein Versicherungsbüro, das mit den Ski-Unternehmen aber wirtschaftlich nicht verflochten ist.

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Politische Naheverhältnisse

Die Familie Schultz ist nicht nur aufgrund ihrer Wirtschaftsleistung ein relevanter Mitspieler am Skimarkt, auch politisch hat sie Gewicht. Es existieren enge Verbindungen in ÖVP-Kreise, die lange zurückreichen und bis heute vorhanden sind. Martha Schultz ist seit 2010 Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Nähe zur Politik führte immer wieder zu verbalen Attacken aus anderen politischen Lagern. Im Tiroler Landtag wurden etliche Anfragen zu den Kontakten zwischen Land und Schultz-Gruppe gestellt. 2012 trat ÖVP-Finanzlandesrat Christian Switak unter anderem zurück, weil er jahrelang günstig in einem Penthouse von Heinz Schultz gewohnt hatte. Gleichzeitig führte der Landesrechnungshof auf Antrag der Grünen, der Blauen und der Liste Fritz eine Sonderprüfung zur „Transparenz und Kontrolle im Verhältnis Land Tirol – Unternehmensgruppe Schultz“ durch. Die Landes-Kontrolleure fanden einige Kritikpunkte, wie etwa Weisungen durch Mitglieder der Landesregierung im Zuge von Liftbauprojekten oder Unregelmäßigkeiten bei Fördervergaben.

Oppositionskritik

Von der Opposition kam dennoch heftige Kritik, weil der Rechnungshof die Sache ihrer Ansicht nach nicht streng genug geprüft hatte. Die Landesregierung hingegen kritisierte, dass der Landesrechnungshof mit der Prüfung seine Kompetenz überschritten hätte, er sei lediglich für die Gebarung zuständig, nicht für andere Vorgänge wie die kritisierten Weisungen. Diese Weisungen der Landesräte seien keine Begünstigung gewesen, sondern ein bundesverfassungsrechtlich vorgesehenes Instrument, das aufgrund von Interessenabwägungen zum Einsatz gekommen sei.

Ein Ende der Expansion der Schultz-Gruppe ist nicht in Sicht, der nächste Ausbau ist schon geplant: Die vor zwei Jahren erworbene und mittlerweile grundsanierte Spieljochbahn in Fügen soll demnächst per Gondel mit dem Hochzillertal verbunden werden.

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Entertainment ist alles: Sölden

In Sölden hatte man sich auf den Sommertourismus konzentriert. Erst ab 1948, als der erste Lift zwischen Sölden und Hochsölden entstand, wurde der Wintertourismus wichtiger. Das Skigebiet wurde in den 1970ern mit dem Gaislachkogl verbunden, schon wenig später war das Gletschergebiet erschlossen. Von da an stand die Wintersaison im Fokus.

Das erste Ski-Weltcup-Rennen 1993, der alljährliche Saisonauftakt des Weltcups seit dem Jahr 2000, aber auch der James-Bond-Film „Spectre“ 2015 brachten und bringen Werbung für Sölden. Die internationale Positionierung hat aber auch Nachteile: Der Standard wird höher, der Energieaufwand größer, Sölden ist das Skigebiet mit dem größten ökologischen Fußabdruck in den Alpen.

Der „Schneekönig“

Trotzdem ist Jakob Falkner ein großer Fan dieser internationalen Marketinghilfen und nutzt sie zur Positionierung von Sölden und dem gesamten Ötztal als Skigebiet mit Unterhaltungswert. Falkner war schon 1985 Prokurist bei der Skiliftgesellschaft Sölden-Hochsölden seines Vaters. Er wird wie viele andere Liftbesitzer „Schneekönig“ genannt. Alleinregent ist er allerdings nicht. Die von seinem Vater gegründeten Bergbahnen gehören nicht nur den Falkners. Fast alle Seilbahnbetriebe sind im gemeinsamen Besitz der Familien Falkner, Gurschler und Riml.

Das wird aber nur selten kommuniziert. Die Gurschlers und die Rimls haben Anteile in Privatstiftungen, werden öffentlich aber eher mit Hotels (Gurschler) bzw. Beherbergungsbetrieben und Ski-Verleih (Riml) assoziiert. Falkner hat dafür die Geschäftsführung in vier Liftgesellschaften inne und kam so zum „Schneekönig“-Titel. Die Geschäfte scheinen passabel zu laufen. Allein der Umsatz des Skigeschäfts beläuft sich laut Falkner auf 65 Millionen Euro pro Jahr. Ohne Sommertourismus, für den vor rund zehn Jahren mit der „Area 47“ ein eigener Freizeitpark im Ötztal errichtet wurde.

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Liftkaiser, Präsident, Napoleon der Skipisten

Im österreichischen Skizirkus kam und kommt man an ihm nicht vorbei: Seit 27 Jahren steht Peter Schröcksnadel an der Spitze des Österreichischen Skiverbandes. Weit weniger bekannt ist, dass der umtriebige ÖSV-Präsident auch ein äußerst rühriger Großunternehmer ist. Der Tiroler ist (Mit-)Besitzer von mehr als 30 Firmen im In- und Ausland mit mehr als 700 Mitarbeitern.

Neben der Okanagan Privatstiftung hält Schröcksnadel zu 100 Prozent die Sitour Management GesmbH (sie liefert Info- und Werbesysteme für den Alpinsport) sowie direkt 51,4 Prozent (indirekt und gemeinsam mit Sohn Markus 87,88 Prozent) an der Feratel Media Technologies AG (Panoramabilder, Gästekartensysteme, Datenmanagement) mit ihren 15 internationalen Tochterunternehmen. Zum Firmenimperium gehören über die Vereinigte Bergbahnen GesmbH nicht nur 50,02 Prozent an der Hinterstoder Wurzeralm Bergbahnen AG (Oberösterreich), sondern auch 50 Prozent am Familienskigebiet Hochficht Bergbahnen GmbH (Oberösterreich), 50 Prozent an der GBT Ski Holding GmbH (Bergbahn & Hotels am Großglockner) sowie 50 Prozent an der Schnalstaler Beteiligungs GmbH (Südtirol). Ebenso im Portfolio: Teile der Ötscherlift GmbH (NÖ) sowie der Hochkar Bergbahnen GmbH (NÖ).

Die konsolidierte Bilanzsumme der Österreichischen Schröcksnadel-Gruppe beträgt Addendum-Berechnungen zufolge mehr als 35 Millionen Euro.

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Abgebrochene Osteuropa-Expansion

Aber auch in Osteuropa versuchte Schröcksnadel sein Know-how in der Entwicklung und Erweiterung neuer Skiregionen einzubringen:

2007 Investierte die Gruppe über zwei bulgarische Skilift-Gesellschaften – Aleko Sport 99 und Vereinigte Bergbahnen Bulgaria– in Witoscha, 20 Kilometer von der Hauptstadt Sofia entfernt. Schröcksnadel verkaufte die beiden Wintersportunternehmen aber nach kurzer Zeit an eine Offshore-domizilierte Firmengruppe rund um den umstrittenen Präsidenten des bulgarischen Skiverbands, Tseko Minev, Großaktionär der „First Investment Bank“ in Bulgarien.

Peter Schröcksnadel gerät immer wieder in die Kritik – Stichwort Dopingskandal Turin 2006 („Austria is a too small country to make good doping“), seine passive Haltung zu den Menschenrechtsverletzungen in Russland, zuletzt sein Umgang mit den Missbrauchsvorwürfen im Skisport. Das scheint aber keinen negativen Einfluss auf seine Geschäfte zu haben, die er auch mit 76 Jahren noch intensiv betreibt. Seit einigen Jahren wird er dabei allerdings familiär tatkräftig unterstützt. Sohn Markus ist seit 2013 sowohl Vorstand als auch Aktionär der Feratel AG.

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Die Eigentümerstrukturen hintern den von Addendum ausgewerteten Skigebiete folgen einigen Grundschemen:

Bei vielen Skigebieten steht die Gemeinde als öffentlicher Besitzer dahinter
Erfolgreiche Skigebiete können aus einer Dorfgemeinschaft entstanden sein
Mehrere Skigebiete können einzelnen Keyplayern gehören
Oft stehen einzelne Familien eines Ortes hinter Skigebieten
Da Skigebiete lukrativ sein können, sind sie auch als Wertanlage attraktiv

Der Après-Ski-Zirkus: Ischgl

Was die Firmenkonstruktion betrifft, ist Ischgl kein interessanter Ort. Laut Firmenregister der Wirtschaftskammer sind alle Lifte in Ischgl im Besitz der Silvretta Seilbahn AG, die zu fast 70 Prozent der Gemeinde, dem Gemeindeverband Paznaun und dem Verein der Tourismusunternehmer gehört. Die Seilbahn AG wiederum besitzt fast die Hälfte der Anteile an der Bergbahnen Samnaun AG, die auf der Schweizer Seite des Berges die Skifahrer nach oben bringt. Zur Seilbahn AG zählen auch Anteile an der Bergbahn in Scuol (Schweiz), die Parkgaragen in Ischgl und „Silvretta Sports“ (Sportgeschäft/Skiverleih) in Ischgl. Alleine die Seilbahn AG machte im Jahr 2016 einen Umsatz von 74,3 Millionen Euro.

Ursprünglich als Schmuggelort bekannt, wandelte sich Ischgl zum „Mallorca der Alpen“ und kämpft mittlerweile seit Jahren gegen diesen Ruf. Mit den „Top of the Mountain“-Konzerten wurde 1995 der Grundstein gelegt, mittlerweile ist Ischgl ein Fixstern unter den Konzertveranstaltern in den Bergen. Als Ausgleich wird auf Luxus-Hotels, edle Bars und Nobel-Restaurants gesetzt – Ischgl soll eher Ibiza als Mallorca sein. Ischgl ist zweifellos weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt, künftig will man mit hochqualitativem Tourismus auch den chinesischen Markt ansprechen, sagt der Hotelier Günther Aloys.

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Das Gletscherreich: Der Hintertuxer Gletscher

Auch der Hintertuxer Gletscher ist mittlerweile kein unberührtes Naturparadies mehr, sondern ein Ort für Skitouristen. Ursprünglich befand sich am Fuß des Gletschers ein Bergwerk, erschlossen war also zumindest die Basis. 1949 wurde mit den Vorbereitungen für den Skisport begonnen und mit einem Motor aus Wehrmachtsbeständen der erste Lift gebaut. Prägend für die Geschichte war, dass dieser 1951 durch eine Lawine zerstört wurde.

In der Anfangszeit wurde besonders von den Familien Dengg, Klausner und Tipotsch viel Energie und Mühe in die Erschließung des Gletschers gesteckt. Sie führte zu einigen Pionierschritten. In Hintertux wurde weltweit der erste Schlepplift auf Gletschereis gebaut. Er musste allerdings wegen der Gletscherbewegungen bald wieder abgetragen werden. Ende der 1960er wurden schließlich die ersten Sessellifte auf dem Gletscher errichtet – so wurde das Gebiet im Laufe der Jahre auch im Sommer für den Skitourismus erschlossen.

1988 kaufte die Gesellschaft schließlich die Tiroler Zugspitzbahn und weitete ihre Tätigkeit in den Norden Tirols aus, wo heute die Zugspitze und die Ehrwalder Alm zu den Skigebieten der Zillertaler Gletscherbahn GmbH gehören. Hinter dieser stehen nach wie vor die Gründerfamilien. Aufgrund der Anteilsmehrheit sind bei fast allen Liftgesellschaften die Brüder Klaus und Franz Dengg die wirtschaftlichen Eigentümer, aber auch die anderen Familien halten nach wie vor Anteile.

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Der traditionsreiche Riese: Der Arlberg

In Vorarlberg geht die Tradition des Skisports fast 130 Jahre weit zurück. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Skisport, bald auch der Skitourismus. 1901 wurde der erste Skiclub gegründet, 1904 fand das erste Skirennen statt, 1906 wurde der erste Skikurs abgehalten.

1937, wurde der erste Schlepplift gebaut. Weitere 20 Jahre danach, 1957, wurde mit dem Bau von Verbindungsbahnen begonnen. Die Rüfikopfbahn ermöglichte es, Lech, Zürs, Zug und Oberlech auf Skiern zu erkunden. Bald darauf wurden auch St. Christoph und Stuben mit St. Anton am Arlberg (Tirol) verbunden.

In den 1970ern wurde im nahegelegenen Warth der erste Lift errichtet, der Ort wurde in den 90ern ausgebaut und mit Schröcken zusammengeschlossen. 2013 und 2016 wurden Seilbahnen auf den Berg gestellt, die Ski Arlberg zum größten verbundenen Skigebiet Österreichs machen – teilweise nach langen Diskussionen über Naturschutzauflagen.

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Pistenübersicht der Skiregion Ski Arlberg

Seit Jahrzehnten in Familienbesitz

Während das Skigebiet mit 305 Pistenkilometern äußerst weitläufig ist, ist die Firmenlandschaft im Hintergrund stark konzentriert. Obwohl es mehr als zehn Firmen sind, läuft vieles auf dieselben Eigentümer und Geschäftsführer hinaus. Klaus Hoch, Paul und Christoph Pfefferkorn und Michael Manhart tauchen besonders oft in Firmenbuchauszügen auf. Die Pfefferkorns gehörten schon im 19. Jahrhundert zu den ersten Hoteliers am Arlberg. Hochs Vater baute 1947 die erste Seilbahn in Oberlech. Mittlerweile ist die Familie Pfefferkorn im Seilbahngeschäft wesentlich stärker vertreten, der Name Hoch wird eher mit Hotels verbunden. Michael Manhart wird häufig als Schneepapst tituliert, weil er Beschneiungssysteme mitentwickelte. Sein Großvater, Sepp Bildstein, war Namensgeber für die wichtigste Firma der Skiregion: die Skilifte Lech Ing. Bildstein GmbH.

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Das Skikurs-Mekka: Saalbach-Hinterglemm

Schon 1904 wurde österreichischen Kindern im Rahmen des Schulunterrichts das Skifahren beigebracht. In den Jahrzehnten danach wurde Saalbach als Urlaubsort für Wintertouristen beliebt, ganz ohne Lifte – bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. 1945 wurde eine Skiliftgesellschaft gegründet, ab 1946 wurde Saalbach als Wintersportort beworben. Ab den 1950er Jahren konzentrierte sich der Tourismus auf Skikurse, vor allem für Schüler aus Wien. Ab den 1970ern wurden hier Weltcuprennen veranstaltet, 1991 war die WM ein Höhepunkt in der Ski-Geschichte der Region.

Gemeinschaftsprojekt Liftgesellschaft

Das dahinterliegende Unternehmensgebilde ist vielschichtig. Die bis heute bestehende, älteste Bergbahnen GmbH (die Saalbacher Bergbahnen GmbH) stammt aus dem Jahr 1950 und gehört heute 18 Privatpersonen, darunter, wie in anderen Regionen, einige Familien (z.B. Breitfuß, Dschulnigg, Eder, Gensbichler und Schwabe), die Lifte, Hotels und teilweise Skiverleihe betreiben. Diesen Personen bzw. den Saalbacher Bergbahnen gehört die Seilbahn-Gesellschaft BBSH zu 50 Prozent, die übrigen 50 Prozent besitzt die Hinterglemmer Bergbahnen Gesellschaft. Andere Bergbahnen sind wiederum zur Gänze im Besitz der BBSH. So weit, so komplex. Dass Saalbach-Hinterglemm zu den großen Playern im Skizirkus zählt, ist offensichtlich und zeigt auch die Bilanzsumme von 92 Millionen Euro im Jahr 2016.

Ein Teil des wirtschaftlichen Erfolgs ist noch immer auf die Skikurse und die Vernetzung mit dem Weltcup-Zirkus zurückzuführen. In einer Studie des Unterrichtsministeriums (2011) landete Saalbach auf Platz drei der Destinationen für Schulskikurse. 2023 soll die Ski-WM wieder in Saalbach stattfinden – sofern man sich am FIS-Kongress im Juni 2018 gegen die Doppelbewerbung der französischen Orte Courchevel und Méribel durchsetzen kann.

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Heimat der High Society: Kitzbühel

Wie viele andere Skigebiete beruft sich auch Kitzbühel auf seine Pionier-Vergangenheit. Die erste Wintersportvereinigung wurde 1902 gegründet. 1926 wurde die erste Seilbahn eröffnet. 1931 fand das erste Hahnenkammrennen statt. Die Bezeichnung „Rote Teufel“ stammt aus den 1950ern – aus Kitzbühel. Hier trugen alle Skilehrer schon damals einheitliche Anzüge, rote nämlich, wie der Name vermuten lässt. Skigebiet und Gamsstadt profitieren bis heute vom Image des Promitreffs und Nobel-Skiorts.

Und auch wenn immer wieder über den Ausverkauf Kitzbühels berichtet wird, weil in den vergangenen Jahren zahlreiche ausländische Investoren Immobilien in den besten Lagen erworben haben: Die Berge blieben mehrheitlich in heimischer Hand. Sie stehen im Alleineigentum der Bergbahn Aktiengesellschaft Kitzbühel – und gehören zu 49,93 Prozent der Stadtgemeinde. 1,2 Prozent sind im Besitz der Gemeinde Kirchberg, 0,6 Prozent beträgt der Anteil der Gemeinde Jochberg. Damit haben diese drei Orte 51,73 Prozent Anteile. Die übrigen Aktien sind im Streubesitz. Wer die Miteigentümer sind, ist damit nicht nachvollziehbar.

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Eine Bank als Liftbetreiberin: Silvretta/Montafon

Der Skitourismus in der Region Montafon im Süden Vorarlbergs wurde von einem Unternehmer geprägt. Der Deutsche Walter Klaus beteiligte sich 1969 am Bau der Liftgesellschaft in Gaschurn. Mit der Zeit kamen Lifte in umliegenden Gemeinden dazu. Klaus engagierte sich auch abseits des Skitourismus, etwa bei der Bodenseeschifffahrtsgesellschaft, wo er die Anteile der ÖBB übernahm.

Aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung verkaufte der Geschäftsmann 2007 den überwiegenden Teil der Silvretta Montafon Holding GmbH (86,6 Prozent) an die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV), im Laufe der nachfolgenden Jahre erwarb die BTV auch die verbleibenden Anteile aus dem Streubesitz.

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Im Montafon übernahm die BTV nicht nur die Anteile an der Liftgesellschaft, sondern baute auch im großen Stil aus. 2008 wurde Schruns eingebunden. So entstand das Skigebiet Silvretta/Montafon. Seither wurden weitere Gesellschaften gegründet. Ein Sportgeschäft samt Skiverleih, mehrere Hotels und Apartmenthäuser gehören der BTV im Montafon. Auch in dem Package enthalten: Anteile an der Moser Holding und damit an der Tiroler Tageszeitung.

Die BTV ist auch an Liftgesellschaften und Hotels in anderen Skigebieten beteiligt. Tourismus ist generell ein Schwerpunkt des Geldinstituts. Es finanziert viele Projekte in diesem Bereich und ist auch an der Mayrhofner Bergbahn AG beteiligt.

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Das Gemeindeprojekt: Serfaus-Fiss-Ladis

Serfaus-Fiss ist eines der Skigebiete, die zu einem Großteil den Gemeinden gehören. In Fiss zu 75 Prozent, in Serfaus gleich zu 99,9942 Prozent. Die übrigen Anteile – und auch einige Anteile der Tochterfirmen Seilbahn Komperdell und Waldbahn – gehören Einzelpersonen.

Da Serfaus und Fiss am Ende des Tales liegen, sind die Gemeinden schon lange auf Tourismus angewiesen. Die Lage führte einst dazu, dass in Serfaus eine Materialseilbahn erbaut wurde. Diese wurde in den 1950ern, als der Skisport in Österreich populär wurde, zur Personenseilbahn umgebaut. Kurz darauf wurde offiziell die Seilbahn Komperdell gegründet, der Wintertourismus nahm beständig zu. Das führte zu einer Besonderheit in den Alpen: In Serfaus gibt es seit 1985 die zweitkürzeste U-Bahn der Welt. Nötig war sie, weil der langgezogene Ort Serfaus durch den Tourismus verkehrsüberlastet war. Am Ortseingang wurde ein Parkplatz gebaut, zur Seilbahn und zu den Hotels kommt man von dort aus nur noch mit der Bahn. Seit 1999 gehört zur Ski-Region auch das benachbarte Gebiet. So entstand Serfaus-Fiss-Ladis.

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Der Markenprofi: Ski-Welt Amadé

Flachau-Zauchensee ist mehr oder weniger ein Synonym für die Dachmarke Ski Amadé, unter der heute viel mehr steckt als diese beiden Skigebiete. Die Anfänge des Skitourismus in der Region reichen in die 1950er Jahre und nach Flachau zurück, wo man damals mit zwei Liften startete. Wenige Jahre später ging der erste Lift in Zauchensee in Betrieb – einer der Hauptinitiatoren war Benedikt Scheffer, dessen Familie immer noch zu den wichtigsten Liftbetreibern in Zauchensee gehört.

Die Zahl der Skifahrer, nicht nur aus der Umgebung, sondern vor allem auch aus Wien, stieg stetig an. Einige Gäste aus der Bundeshauptstadt kamen nicht nur zum Skifahren, sondern stiegen sogar in die Liftgesellschaften ein.

1978 schlossen sich Flachau, Wagrain und St. Johann offiziell zur „3-Täler-Skischaukel“ zusammen. Die Lifte in den Gemeinden gehören auch heute zu großen Teilen unterschiedlichen Besitzern. Im Hintergrund stehen bei vielen einzelne Familien, die Gemeinden selbst oder regionale Tourismusverbände.

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Ski Amadé

Arbeit für die Kartellrichter

Über weitere Kooperationen mit anderen Skiregionen konnten Gäste ihre Liftkarten für immer mehr Pisten nutzen. Gut alle zehn Jahre wurde eine neue, größere Gesellschaft gegründet, seit dem Jahr 2000 läuft das Ganze schließlich unter Marke Ski Amadé.

Ziel dieser Zusammenschlüsse sind gemeinsames Marketing und einheitliche Preise. Doch Ski Amadé brachte damit den Kartellrichtern Arbeit. Da nun die Skigebiete von Schladming über Gastein und Großarl bis zum Hochkönig gemeinsame Skikarten offerieren, musste sich der Skiverbund 2003 beim Kartellgericht anmelden. Auch 2017 war die Wettbewerbsbehörde mit Flachau beschäftigt: Die Bergbahnen in Flachau und Wagrain wurden unter dem Dach des Raiffeisenverbandes Salzburg zusammengefasst.

Auf die Zusammenlegung mit Zauchensee muss allerdings noch gewartet werden. Das Projekt einer Skischaukel zwischen Flachau und Zauchensee wurde lange diskutiert, 2019 soll nun der Baustart erfolgen, um die beiden Kerngebiete zu verbinden.

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Superlative auf dem Gletscher

Heinrich Klier senior legte 1968 den Grundstein für die kommerzielle Erschließung des Stubaier Gletschers. Die Nähe zu Innsbruck und eine sichere Schneelage von Oktober bis Juni boten dafür optimale Voraussetzungen.

Ab 1976 besingt Wolfgang Ambros in der österreichischen „Wintersporthymne“ das „Schifoan“ im Stubaital als „des Leiwandste, was ma si nur vurstö’n kann“.

Heute kontrolliert die Familie Klier die Mehrheit an den lokalen Schlüsselunternehmen Wintersport Tirol AG sowie der Wintersport Tirol Aktiengesellschaft & Co. Stubaier Bergbahnen KG. Auch die Stubaier Bergbahnen BeteiligungsgesmbH wird zu mehr als 47 Prozent direkt von den Kliers gehalten. Zur Wintersport Tirol AG gehört auch die Wintersport Tirol Handels GmbH, der größte Sporthandelsbetrieb Westösterreichs.

Höhepunkte im Stubai

All das bringt offensichtlich Erfolg: Mit 26 Seilbahnen und Liften erwirtschaftete die Firmengruppe im Jahr 2016 Einnahmen in der Höhe von 27,8 Millionen Euro. Die Restaurationsbetriebe der Familie nahmen im gleichen Zeitraum 8,7 Millionen Euro ein.

An der Unternehmensspitze der Wintersport Tirol AG steht seit 2006 Reinhard Klier. Er war 31 Jahre alt, als er seinem Vater als Vorstandsvorsitzender folgte und damit jüngster Seilbahnchef Tirols wurde.

Für Aufmerksamkeit sorgte auch die größte Investition der Kliers in ihrer Firmengeschichte: 2015 wurde die Eisgratbahn errichtet. Die Kosten für die längste Dreiseil­umlaufbahn der Alpen beliefen sich auf mehr als 60 Millionen Euro. Auf der längsten Abfahrt in der Region – von der Bergsstation Wildspitz auf 3.210 Metern Seehöhe bis zur Talstation auf 1.695 Metern – kann man zehn Kilometer auf Skiern zurücklegen. In die Rangliste der Superlative hat es auch die aus 20 Tonnen Stahl hergestellte Aussichtsplattform „Top of Tyrol“ geschafft, die zehn Meter über den Fels hinausragt. Das Magazin Geo hat sie unter die zehn besten „Lookouts“ weltweit gereiht. 

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Erratum, 12.2.2018: In einer früheren Version der interaktiven Karte war das Skigebiet Hochkar fälschlicherweise nicht nur der Gemeinde Göstling in Niederösterreich, sondern auch der Gemeinde Lassing in der Steiermark zugeordnet. Wir bedauern den Fehler und bedanken uns für die Hinweise.

Erratum, 13.2.2018: In einer früheren Version wurde die Drei-Täler-Skischaukel den Orten Flachau, Zauchensee und Wagrain zugeordnet, anstelle von Flachau, Wagrain und St. Johann. Wir bedauern den Fehler und bedanken uns für den Hinweis.

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12.02.2018

Das Rechercheteam

Stefanie Braunisch
Team Recherche

Stefanie Braunisch ist neugierig. Während des Journalismusstudiums an der FH Wien hat sie begonnen, im Kulturbereich journalistische Erfahrungen zu sammeln, dann hat die Neugierde doch gewonnen. In Folge hat sie zwei Jahre bei Dossier gearbeitet und versucht, alles mögliche über den Staat, Funktionsweisen und vor allem Steuergeldverschwendung herauszufinden. Jetzt ist sie investigativ für Addendum unterwegs.

Mathias Dechant
Team Experten

Mathias Dechant hat Rechtswissenschaften an der Universität Wien studiert. Danach Ausbildung zum Rechtsanwalt; Schwerpunkte in den Bereichen Zivilrecht, Corporate und M&A sowie IP. Er war seit den Anfängen des Studiums bis zuletzt in Wiener und Salzburger Wirtschaftskanzleien tätig.

Judith Denkmayr
Team Recherche

Judith Denkmayr studierte Publizistik, Germanistik und Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien und startete ihre berufliche Laufbahn als freie Journalistin. Nach mehreren Jahren in Redaktionen wechselte sie auf die Vermarktungsseite, Schwerpunkt Onlinemarketing und Social Media. Für ATV entwickelte sie 2009 die erfolgreiche Digital-Relations-Strategie der Politik-Sendung „Am Punkt“. Anfang 2010 begründete sie die Agentur Digital Affairs. 2014 verkaufte sie die Agentur an VICE CEE und war bis Anfang 2017 im Agenturarm VIRTUE tätig. Seit April 2017 ist sie für die Leitung der Digitalagenden bei der Quo Vadis Veritas Redaktions GmbH zuständig.

Rainer Fleckl
Projektleitung

Rainer Fleckl will den Dingen auf den Grund gehen. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und startete seine ersten investigativen Recherchen im Sportressort des „Kurier“, dessen Leitung er 2008 übernahm. 2010 wurde er mit dem Aufbau einer Rechercheabteilung betraut. Vor seinem Engagement bei Quo Vadis Veritas war Fleckl als Bereichsleiter bei ServusTV und in der Chefredaktion von „News“ tätig.

Claudia Grünwald
Team TV
Markus „Fin“ Hametner
Team Daten

Markus Hametner hat Informatik studiert, baut seit 2011 Brücken zwischen Technologie und Journalismus und beschäftigt sich seit 2014 als Datenjournalist mit internationalen Datenrecherchen und interaktiven Visualisierungsformen. In seiner Freizeit betreibt er als Mitgründer des Forum Informationsfreiheit die Plattform FragDenStaat.at und trägt erfolgreich Rechtsstreite mit Behörden aus, die Auskünfte verweigern.

Christoph Hanslik
Team Recherche

Christoph Hanslik war in den vergangenen 17 Jahren als Unternehmer am internationalen Finanzmarkt tätig. Seine Erfahrungen stellte er drei Jahre im Parlament als Fachreferent für die Bereiche Budgetausschuss, Finanzausschuss, ESM-Ausschuss sowie als Teamleiter des HYPO-Untersuchungsausschuss zur Verfügung. Jetzt berät er das investigative Rechercheteam von Addendum.

Gabriel Hellmann
Team Experten

Gabriel Hellmann hat Rechtswissenschaften und die öffentliche Finanzkontrolle studiert. Er diente den Medien, den Kommunen, dem Staat und nun den Bürgern. Transparenz und Gerechtigkeit sind ihm große Anliegen, denen er sich akribisch verpflichtet fühlt.

Maria Kern
Team Recherche

Maria Kern war in den vergangenen zehn Jahren Innenpolitik-Redakteurin des „Kurier“. Zuvor war sie im EU-Ressort und in der Chronik-Redaktion der Tageszeitung tätig. Die Publizistik- und Politikwissenschaftsabsolventin der Uni Wien sieht es als ihre Aufgabe an, Bürgern komplexe Sachverhalte und Zusammenhänge zu erklären und auch aufzuzeigen, was im Land schiefläuft.

Michael Mayrhofer
Team Social Media

Michael Mayrhofer hat an der Universität Wien Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre studiert. Während verschiedener Praktika im Journalismus bei Puls4 und ORF entdeckte er seine Liebe zum Social-Media-Journalismus. Die Menschen mit Information zu verführen – das ist sein Motto. Nebenbei war er auch Teil des Interview-Podcasts „Was soll das?“. Zuletzt war er freier Mitarbeiter im Social-Media-Team der Zeit im Bild.

Alexander Millecker
Team TV
Sebastian Reinhart
Team Recherche

Sebastian Reinhart hat Politikwissenschaft und Wirtschaftsrecht an der Universität Innsbruck studiert. Danach war er im Nationalrat als Referent für die Fachbereiche Finanzen, Budget, ESM und Europa verantwortlich. Seit dem Hypo-Untersuchungsausschuss sieht er Österreich mit anderen Augen.

Georg Renner
Team Recherche

Georg Renner hat Rechtswissenschaften studiert, weil er wissen wollte, wie Dinge (Staaten, Städte, die Gesellschaft …) funktionieren, was sie zusammenhält. Nachdem ihm dort kein Erfolg beschieden war, geht er dieser Frage nun journalistisch nach; zuvor bei „NZZ.at“ und „Die Presse“.

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