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Wie hat Trump die Welt verändert?
Ein Jahr ist Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten im Amt und nach wie vor steht in den Analysen dieser Amtszeit die Frage im Mittelpunkt, wie es um unterschiedliche Aspekte seiner Persönlichkeitsstruktur bestellt ist.

Ein Jahr ist Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten im Amt und nach wie vor steht in den Analysen dieser Amtszeit die Frage im Mittelpunkt, wie es um unterschiedliche Aspekte seiner Persönlichkeitsstruktur bestellt ist.

Auch der aktuelle Bestseller zum Amtsjubiläum, Michael Wolffs „Fire & Fury“, konzentriert sich auf die Frage, ob Donald Trump überhaupt über die mentalen und intellektuellen Kapazitäten verfügt, um dieses Amt auszuüben. Und damit auch um die Frage, ob Trumps Küchenkabinett im Weißen Haus, das die Exekutive des nach wie vor mächtigsten Staates der Erde steuert, seiner Aufgabe gewachsen ist.

Wolffs wichtigster Informant ist inzwischen nicht nur nicht mehr im Weißen Haus, sondern auch seinen „zivilen“ Job los: Stephen Bannon. Die ehemalige Leitfigur des rechten Onlinemediums Breitbart war während der ersten Monate von Trumps Präsidentschaft als Chefstratege im Weißen Haus der eigentliche Anführer der „konservativen Revolution“ gewesen, als deren Sieg viele Kommentatoren die Wahl Trumps sahen. Im Sommer wurde er von Trump entlassen, nach dem Erscheinen von „Fire & Fury“ beriefen ihn seine einstigen Förderer und Financiers auch von der Breitbart-Spitze ab.

Man kann das Phänomen Trump wohl auch als Kulturkampf-Phänomen lesen, in dem sich die alten Fronten von Rechts und Links auflösen und die neue Auseinandersetzung zwischen Nationalisten und Globalisten stattfindet. Trumps protektionistische Absichten deuten darauf ebenso hin wie seine isolationistischen Ansagen in der Außenpolitik.

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Wie sehr sich diese ideologischen Positionierungen auch in der tatsächlichen Politik der Trump-Administration niederschlagen, haben wir in unseren Recherchen ebenso untersucht wie die Frage, ob Trumps Sieg tatsächlich zu einer Veränderung im Verhältnis zwischen Russland und den USA geführt hat. Bei unseren Recherchen sind wir auch auf einen Mann gestoßen , der während der Clinton-Administration ziemlich nah an den Atomcodes dran war. Von ihm wollten wir wissen, ob es den berühmten „roten Knopf“, über dessen Größe Trump kürzlich mit Nordkoreas Kim Jong-un stritt, überhaupt gibt. Spoiler: Nein, den gibt es nicht.

Getragen waren die Recherchen zum Trump-Amtsjubiläum von der Idee, die tatsächlichen Leistungen und Fehlleistungen, die politischen Erfolge und strategischen Pleiten dieser Amtszeit von der ewigen Frage nach Trumps Charakter so gut es geht abzulösen. Das ist in ökonomischen Fragen , in denen man sich auf Zahlen verlassen kann, natürlich leichter als zum Beispiel in außenpolitischen .

Unser Rechercheteam wurde in seiner Arbeit von Wissenschaftlern der Universität Innsbruck unterstützt. Der Text über die Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten beispielsweise wurde von Gerhard Mangott verfasst, der in Innsbruck lehrt und wohl der eminenteste Russland-Experte des Landes ist.

Zum Phänomen Trump gehört auch, dass es unter den Erdenbürgern, die je von ihm gehört haben, kaum einen gibt, der nicht eine dezidierte Meinung über ihn hätte – und sie auch laufend bestätigt sehen möchte. Wir nehmen nicht an, dass das bei unseren Lesern anders ist. Wie auch immer diese Meinung aussieht, wir hoffen, dass wir Sie auf ausreichend hohem Niveau enttäuschen können. 

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