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„Der Präsident hat keinen roten Knopf, den er nur drücken muss“

Der Gedanke, dass Donald Trump den sprichwörtlichen Finger am Atomknopf hat, bereitet vielen Menschen Unbehagen. Wie die Prozesse im Ernstfall ablaufen würden, erklärt der Mann, der zwei Jahre lang die Atomcodes bei sich getragen hat.

Seit der Kubakrise 1962 gibt es einen eigenen Mechanismus, mit dem der US-Präsident den Einsatz von Atomwaffen anordnet. Damit soll vor allem seine Identität bei telefonischen Anweisungen sichergestellt werden. Dazu trägt der US-Präsident jederzeit ein „nukleares Keks“ (nuclear biscuit) mit sich: Auf dieser Plastikkarte in Kreditkartengröße befinden sich die Atomcodes. Außerhalb des Weißen Hauses wird der Präsident außerdem von einem Kofferträger begleitet, der den „nuklearen Football“ mit sich führt: einen 20 Kilogramm schweren Koffer, mit dessen Inhalt der Präsident an jedem Ort, also selbst auf Auslandsreisen, einen Atomwaffeneinsatz autorisieren kann (und nein, darin befindet sich kein roter Knopf). Also theoretisch auch in einem Endzeit-Szenario, in dem nicht genug Zeit ist oder keine Möglichkeit besteht, sich in eine militärische Kommandozentrale zu begeben.

Rund um die Codes und den „nuklearen Football“ ranken sich allerlei Mythen und Erzählungen. So soll es ein offenes Geheimnis sein, dass Jimmy Carter die Codes verloren hat, als er einen Anzug waschen ließ. Und unter Bill Clinton sollen laut Hugh Shelton, dem damaligen Vorsitzenden der Joint Chiefs of Staff (ein Gremium hochrangiger Militärangehöriger, das unter anderem den Präsidenten und den Vizepräsidenten berät) Codes gar monatelang verschollen gewesen sein – ein sicherheitspolitisches Desaster, das die gesamte Befehlskette über den Haufen wirft.

Wir haben mit Robert „Buzz“ Patterson gesprochen, der in dieser Zeit den „nuklearen Football“ getragen hat. Ihm zufolge hat Bill Clinton diesen ausgerechnet am Tag des Bekanntwerdens des Skandals um Monica Lewinsky verloren. Patterson übt auch scharfe Kritik an Hillary Clinton und erklärt, warum er Donald Trump gewählt hat – woran sich einmal mehr die vielzitierte Polarisierung der US-Politik zeigt.

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