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Podcast
Als die ÖVP auf die falsche Technologie setzte
Kapitel 1 von 3
17. Februar 2020 Vergessene Kapitel 14 min
Als das Fernsehen in Österreich im Jahr 1955 verfügbar wurde, herrschte bereits die Tradition des Proporzes. Das heißt: Alle öffentlichen Posten wurden strikt großkoalitionär zwischen ÖVP und SPÖ aufgeteilt. Davon blieb auch der ORF nicht verschont. Da die ÖVP nicht an die Durchsetzungskraft des Fernsehens glaubte, setzte sie auf das damals stärkste Medium, das Radio. Das in seiner Reichweite schwache und von manchen als gesundheitsschädlich eingestufte Fernsehen überließ sie so der SPÖ. Entgegen der Vorhersagen der ÖVP wurde das „Kastl“ aber innerhalb weniger Jahre zum Massenmedium, was den Kampf der Parteien um die Vorherrschaft über das neue Medium neu aufleben ließ.
Von Monika Müller, Michael Mayrhofer und Philipp Pankraz.
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